"Kinder sind unsere direkten Lehrer. Sei aufmerksam,
und sie werden dich erinnern an vergessene Welten des unbeschwerten Seins eines gegenwärtigen Augenblicks."
(Weisheit aus Tibet)
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Adoptionsgeschichten
Jeder der möchte kann hier, seine Geschichte erzählen. Ob Adoptierte/Adoptierter oder Eltern, die ihr Kind, aus welchen Gründen auch immer, weggeben haben auch Erlebnisse/Erfahrungen von Adoptiveltern mit der Adoption Ihres Kindes, können hier veröffentlicht werden. Schreiben Sie, alles was Ihnen auf Ihrer Seele liegt. Schicken Sie mir Ihre Geschichte per Email, mit dem Betreff unter dem die Geschichte hier veröffentlicht werden soll.
Teilen Sie mir bitte auch mit, ob Sie möchten, dass auch Ihre Email-Adresse mit dem Text bekanntgegeben werden soll, damit vielleicht andere Betroffene Ihnen ihre eigenen Erfahrungen zukommen lassen können. Möchten Sie anonym bleiben, schreiben Sie mir bitte einen "Nicknamen" nach dem Ihre "eigene" Schicksalseite benannt werden soll. Möchten Sie auch Fotos von sich dazu veröffentlicht haben, so hängen Sie die Fotos der Email als Anlage bei. Geschichten die neu aufgeführt sind, werden für ca. 2 Wochen mit "neu" gekennzeichnet.
Unter der Rubrik "Erfolgsstories" werde ich über positiv ausgegangene Suchen berichten. Wenn Sie finden, dass Ihre Story auch dort hinein gehört, dann wird sie natürlich auch veröffentlicht!
Meine Geschichte ........
Die Suche nach meiner leiblichen Mutter war eine Suche nach meiner eigenen Identität. Ich habe seit meiner Jugendzeit immer wieder gehofft, Antworten auf für mich essentielle Fragen zu bekommen: Woher komme ich? Wem sehe ich ähnlich? Gibt es in meiner biologischen Familie Erbkrankheiten, von denen ich wissen sollte? Ich selbst habe zwei Erbkrankheiten mit in die Wiege gelegt bekommen, von denen eine lebensbedrohlich ist und die andere, mich so gut wie erblinden ließ. Wieso wurde ich zur Adoption freigegeben? Was war mit meinem Vater? Fragen über Fragen. Ich wusste, dass meine leibliche Mutter immer wieder versucht hatte, über das Jugendamt, in Erfahrung zu bringen wie es mir ging. Dass sie irgendwann auch versucht hatte, mich zurück zu holen und dass sie ihre Einwilligung zur Adoption erst nach vielen Jahren gab, nachdem sie erfahren hatte, dass man mich nicht wieder aus dem für mich guten Umfeld holen würde. Ebenso wusste ich, dass mein Vater Amerikaner war. Dies hatten mir meine Adoptiveltern selbst erzählt, allerdings haben sie mir auch immer einsuggeriert, dass ich ja wohl kein Interesse daran hätte, sie, meine leibliche Mutter, die ja nicht in der Lage war für mich zu sorgen, kontaktieren zu wollen. Da ich meine Adoptiveltern wirklich sehr gerne hatte, sie mir ein gutes familiäres Umfeld boten und mir eine gute Schul- und Arbeitsausbildung gaben, ich also dankbar sein musste, habe ich natürlich nicht nach meiner Mutter gesucht. Aber in Wirklichkeit bin ich fast vergangen nach ihr. Dies wurde im Laufe der Jahre, nachdem ich mittlerweile selbst Mutter von zwei Söhnen war, immer schlimmer und je mehr ich verdrängte um so stärker wurde das Verlangen. Ich wurde innerlich fast zerrissen und traute mich nicht mich irgend jemandem anzuvertrauen. Wenn meine Adoptiveltern nicht mehr am leben wären, dann wollte ich meine Suche starten. Aber meistens kommt es anders als man denkt. Im Alter von 41 Jahren (Mai 2003) bekam ich Brustkrebs, eine Diagnose, die mein Leben von heute auf morgen total veränderte. Ich musste so schnell wie möglich operiert werden. Der Brustkrebs war ein schnellwachsender, bösartiger Tumor der mittlerweile schon so groß wie ein Hühnerei war. Sämtliche Lymphknoten in der linken Armhöhle wurden mir gleich mitentfernt um eine mögliche Ausbreitung des Krebses verhindern zu können. Diese Diagnose hat wie bereits erwähnt, mein Leben von heute auf morgen total verändert. Von nun an war klar, dass ich nicht mehr mit meiner Suche nach meinen eigenen Wurzeln, meiner eigenen Identität warten würde. Circa ein halbes Jahr später, nachdem ich sowohl die Operation wie auch die anschließende Chemo- und Strahlentherapie einigermaßen gut überstanden hatte, nahm ich meinen ersten Kontakt zum Jugendamt auf. Die Dame war sehr nett und hatte wohl auch Verständnis für mein Anliegen, meine Identität finden zu wollen. Sie sagte mir ihre Mithilfe zu und wollte sich wieder, nachdem sie meine Akte aus dem Archiv angefordert hatte, bei mir melden. Ich war froh, den ersten Schritt getan zu haben. Hörte sich ja alles ganz gut an, was mir die Sachbearbeiterin so am Telefon gesagt hatte. Wochen vergingen, aber ich hörte nichts mehr von ihr. Ich versuchte sie zu erreichen, aber leider war da immer nur der Anrufbeantworter. Meine Nachrichten blieben unbeachtet. Anfang Dezember (2003) dann endlich bekam ich einen Anruf vom Jugendamt. Man sagte mir, dass meine Akte nun aus dem Archiv da sei, jetzt vor Weihnachten aber keine Termine mehr vergeben werden würden und sie, die Sachbearbeiterin, im Januar erst mal 3 Wochen Urlaub hätte. Danach bräuchte sie etwa zwei Wochen für die Aufarbeitung der angefallenen Arbeiten während ihrer Urlaubszeit. Super, ich war vollkommen geknickt über diese Nachricht. Also ich hatte jetzt einen Termin von ihr für Mitte Februar 2004 und solange sollte ich einfach nur abwarten......... das konnte ich nicht.
Mehr über meine Geschichte in meinem neuen Buch (Memoiren einer Adoptierten), welches vorraussichtlich Mitte des Jahres 2010 veröffentlicht werden wird!
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