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 Anerkennung einer thailändischen Adoption verweigert (06.09.2010, 02:42)
 
  Im Jahr 2005 hatte ein thailändisch–deutsches Ehepaar in Thailand ein Kind adoptiert und war mit ihm nach Deutschland eingereist. Hier hatte es dann die Anerkennung der Adoption beantragt. Die Problematik lag darin, dass die Bestimmungen des Haager Übereinkommens nicht eingehalten worden waren. Aus diesem Grunde war die Anerkennung der Adoption vom zuständigen Gericht abgelehnt worden. Die hiergegen eingelegten Rechtsbehelfe blieben ohne Erfolg. (OLG Hamm vom 12.08.2010)
 
 
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 Adoption - ein schwieriges Thema (02.09.2010, 21:09)
 
  Gesundheitsminister Philipp Rösler (selbst Adoptierter) fordert dazu auf, das Thema Adoption in Deutschland noch stärker zu betonen. Alles sei besser für ein Kind, als alleine im Heim aufzuwachsen. Wenn sich für ein Kind die Chance ergebe, in der Geborgenheit einer Familie groß zu werden, müsse man das ermöglichen.
SWR.de
 
 
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 Sandra Bullock spricht über Adoption des kleinen Louis (01.09.2010, 21:49)
 
  Sandra Bullock hat harte Monate hinter sich: Nach ihrer schlimmen Trennung von Jesse James gab ihr einzig ihr adoptiertes Söhnchen Louis Halt. Über dessen überraschende Adoption hat die Schauspielerin nun erstmals im US-Fernsehen gesprochen. Im Interview mit \"Today Show\"-Moderator Matt Lauer bezeichnete die 46-Jährige den in New Orleans geborenen sieben Monate alten Sohn schwarzer Eltern als ihren \"kleinen Cajun Keks\". Cajuns sind Nachfahren französisch-kanadischer Einwanderer, die im 18. Jahrhundert nach Louisiana kamen und vor allem für ihre Musik und die scharf gewürzten Speisen bekannt sind. Das ganze Interview soll am Dienstag ausgestrahlt werden, Auszüge daraus gab der Sender NBC schon am Vortag bekannt.
Die Adoption sei ein langer Prozess gewesen, sagte Bullock. \"Ich wollte es genauso machen, wie alle anderen Leute\", ohne etwa ihre prominente Rolle als Schauspielerin auszunutzen, versicherte die allein erziehende Mutter. Im März ging die Ehe mit James auseinander, nachdem Berichte über zahlreiche Affären ihres Mannes ans Licht gekommen waren. Die fünfjährige Ehe wurde im Juni geschieden.
\"Wir haben überhaupt keine Jungs in unserer Familie\"

Die Oscar-Preisträgerin hätte auch ein Mädchen adoptiert, freut sich nun aber über die männliche Verstärkung. \"Wir haben überhaupt keine Jungs in unserer Familie\", erzählte sie Lauer weiter. Nur ein Cousin in Deutschland habe einen Jungen, sonst niemand, bekräftigte Bullock. Selbst alle Haustiere seien weiblich gewesen, scherzte sie weiter. Die Schauspielerin hat eine jüngere Schwester. Ihre deutsche Mutter, eine Opernsängerin, starb vor zehn Jahren.

Bullock weihte eine Krankenstation ein

Das Interview mit der Schauspielerin wurde auf dem Gelände einer Schule in New Orleans aufgezeichnet. Am vergangenen Wochenende, anlässlich des fünften Jahrestages von Hurrikan \"Katrina\", weihte Bullock dort eine Krankenstation ein, die sie mit Spenden unterstützt hatte. Bullock hat einen engen Bezug zu der Stadt. Sie besitzt dort ein Haus, zudem ist es die Heimat von Louis.
(t-online.de 31.08.2010)
 
 
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 Haitis verschenkte Töchter (31.08.2010, 20:27)
 
  Haiti - Gelegenheit für Adoptionen

Ein Bericht der taz.de über eine Baptistin aus Idaho, USA die beim Versuch, Kinder außer Landes zu bringen, an der Grenze verhaftet wurde.

Lesen sie mehr dazu unter: http://www.taz.de/1/politik/amerika/artikel/1/gelegenheit-fuer-adoptionen/
 
 
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 Adoption: Die Sehnsucht nach den eigenen Wurzeln (31.08.2010, 01:32)
 
  Wie wirkt sich eine Adoption auf die Kinder aus? Wie gehen Adoptierte mit ihrer Geschichte um? Und ist es möglich, als Erwachsener seine leiblichen Verwandten zu finden?

Adoptionsvorstellungen aus der Sicht einer Adoptionsvermittlerin vom Jugendamt Karlsruhe. Sie schildert ihre Sichtweise in Bezug auf die Psyche adoptierter Kinder und sagt:“ Die Kinder denken jeden Tag an ihre leiblichen Eltern und fragen sich, warum sie weggegeben wurden“.

Lesen sie mehr hierzu unter:
http://www.ka-news.de/region/karlsruhe/Adoption-Die-Sehnsucht-nach-den-eigenen-Wurzeln;art6066,454558
 
 
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 Morgen - Samstag den 28.08. auf 3 Sat 17.00 Uhr (27.08.2010, 18:53)
 
  vivo-Reportage: \"... und morgen hole ich mir dein Kind\"
Erziehung in Westafrika

Bei verschiedenen Ethnien im Norden des westafrikanischen Staats Benin werden Kinder traditionell nicht von ihren leiblichen Eltern aufgezogen, sondern weggegeben. Mädchen mit zwei bis drei Jahren, Jungen mit fünf bis sechs Jahren. Sie wachsen in einer Pflegefamilie auf und haben oft keinen Bezug zu ihrer Herkunftsfamilie. Kinder gehören nach dortigen Vorstellungen der Allgemeinheit, nicht den Eltern. Nur wenn Kinder nicht verwöhnt werden, so glaubt diese Volksgruppe, können sie später auf eigenen Beinen stehen. Zu viel Nähe empfinden die Dorfbewohner als unanständig und der Erziehung abträglich. Biologische Elternschaft spielt keine Rolle, sie wird sogar verschwiegen. Und doch gibt es immer wieder Kinder, die den Weg zurück zur leiblichen Mutter finden. Der Kodex verlangt, dass diese das Kind dann abweist.
\\\"vivo\\\" wirft in einer Reportage einen Blick über den kultursoziologischen Tellerrand hinaus auf eine Region der Welt, in der es völlig andere Vorstellungen von Erziehung und familiären Werten gibt. \\\"vivo\\\" begleitet Dr. Jeannett Martin, eine Ethnologin der Universität Bayreuth, in das Dorf Angarabedou im Norden Benins. Sie kennt die Menschen dort seit Jahren und erforscht deren uns so fremde Wertvorstellungen und Normen.
 
 
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 Mexico (26.08.2010, 23:13)
 
  Mexico\'s oberster Gerichtshof hat am Montag darüber abgestimmt, ein Gesetz Mexico\'s aufrechtzuerhalten welches homosexuellen Paaren die Adoption von Kindern weiterhin erlaubt.  
 
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 Mali - Missstände bei Adoptionen (25.08.2010, 23:58)
 
  In Mali ist ein Mädchen von einer deutschen Vermittlungsstelle zur Adoption vermittelt worden, bei dem sich vier Monate später herausstellte, dass die Eltern des Kindes noch leben und das Kind auf misteriöse Art und Weise von zu Hause verschwunden war. BBC berichtete.
Eine Überprüfung malischer Adoptionen wurde vom deutschen Botschafter angekündigt.

 
 
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 Zahl der Adoptionen im Jahr 2009 erneut deutlich zurückgegangen (20.08.2010, 21:39)
 
  WIESBADEN – Die Zahl der Adoptionen in Deutschland ist weiter deutlich rückläufig und hat im Jahr 2009 mit insgesamt 3 888 einen erneuten Tiefststand erreicht. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Damit setzte sich die Entwicklung der letzten Jahre weiter fort: Allein seit 2004 ist die Zahl der Adoptionen um knapp ein Viertel (23%) gesunken, gegenüber 1994 sogar um mehr als die Hälfte (54%).

Mehr als die Hälfte aller Adoptionen (2 011 Adoptionen beziehungsweise 52%) waren Stiefelternadoptionen. Bei einer Stiefelternadoption wird der oder die Minderjährige durch einen neuen Partner des leiblichen Elternteils adoptiert. 185 Kinder wurden durch Verwandte adoptiert, 1 692 Kinder durch nicht verwandte Personen. Das Verwandtschaftsverhältnis der adoptierten Kinder zu den Adoptiveltern hat sich in den letzten Jahren nicht wesentlich verändert.

Von den im Jahr 2009 adoptierten Kindern waren 30% unter 3 Jahre alt. Jeweils rund 15% der Adoptierten waren 3 bis 5 Jahre, 6 bis 8 Jahre beziehungsweise 9 bis 11 Jahre alt. 25% der adoptierten Kinder waren 12- bis 17-Jährige. Damit stieg der Anteil der unter 3-Jährigen an den Adoptierten gegenüber 2004 um 7 Prozentpunkte, während der Anteil der 12- bis 17-Jährigen um 6 Prozentpunkte sank. In den anderen Altersklassen gab es keine nennenswerten Veränderungen.

Für eine Adoption vorgemerkt waren 2009 insgesamt 818 Kinder und Jugendliche, knapp 6% mehr als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Adoptionsbewerbungen hat sich gegenüber 2008 um 9% vermindert; in den Adoptionsvermittlungsstellen lagen 7 139 Adoptionsbewerbungen vor. Damit belief sich das Verhältnis von Adoptionsbewerbungen zur Zahl der zur Adoption vorgemerkten Minderjährigen rein rechnerisch auf 9 zu 1.
 
 
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 Zahl der Adoptionen in Deutschland stark rückläufig (08.08.2010, 02:33)
 
  Wer ein Kind adoptieren möchte, muss unter anderem mindestens 25 Jahre alt sein und genügend verdienen. Das Bürgerliche Gesetzbuch definiert eine Adoption nur als zulässig, \"wenn sie dem Wohl des Kindes dient\". In Deutschland nimmt die Zahl der Adoptionen immer weiter ab: Im vergangenen Jahr wurden nur knapp 4000 Kinder adoptiert.

(t-online.de)
 
 
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 Mehr Rechte für ledige Väter - Sensationelles Urteil zum Sorgerecht (04.08.2010, 01:56)
 
  Er erstritt das Sensations-Urteil zum Sorgerecht

Er ist der Held des Tages: Detlef Fürste (45), Angestellter aus Bad Oeynhausen (Ostwestfalen) und Vater eines 12-jährigen Sohnes. Fürste hat das bahnbrechende Sorgerechtsurteil vor dem Bundesverfassungsgericht erstritten.

Als sich die Meldung gestern über die Nachrichtenagenturen verbreitete, war Fürste gerade mit seinem Sohn im Ferienpark an der Nordseeküste unterwegs. „Wahnsinn! Wir sind hier im Urlaub, hatten die Koffer noch gar nicht ausgepackt, als uns die Nachricht erreichte. Auch mein Sohn hat sich riesig gefreut.“

Seit Jahren streitet Fürste um das gemeinsame Sorgerecht für sein Kind.

Im Jahr 2000 gab Fürst eine offizielle Sorgerechtserklärung ab. „Damit war klar: Ich will mich um den Kleinen kümmern, meinen Vaterpflichten nachkommen. Doch die Mutter verweigerte ihre Zustimmung.

Später beschloss sie, weit weg nach Kiel zu ziehen. Damit hätten mein Sohn und ich kaum noch Kontakt gehabt, obwohl er eigentlich da leben wollte, wo ich wohne. Den Richtern erklärte er sogar, dass er ganz zu mir ziehen will.“

Fürste klagte und verlor in allen Instanzen – bis jetzt! Bis zum Verfassungsgericht! Das gab den Fall nun an das Amtsgericht Bad Oeynhausen zur Neuverhandlung zurück. Diesmal soll nicht der Wille der Mutter, sondern das Wohl des Kindes entscheiden, so die Richter.

Das Urteil habe ihn umgehauen, sagt Fürste: „Ich habe gewonnen, aber es ist vor allem ein Sieg für alle Kinder, die mit beiden Eltern groß werden wollen.“

(bild.de)
 
 
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 Ängste und Probleme Adoptierter und deren Adoptieveltern (01.08.2010, 21:33)
 
  Schwarzwald-Baar-Kreis. Adoptierte und Adoptiveltern, ihre Ängste, ihre Probleme: Nach wie vor ist dies ein Tabuthema, dem sich jetzt zwei Psychotherapeutinnen aus Mönchweiler widmen möchten. Zum ersten Kennenlern-Termin kamen immerhin 13 Personen aus der gesamten Region.

\"Es sieht so aus, als ob sich daraus eine Selbsthilfegruppe entwickelt\", berichtete Hortense Huget auf Anfrage des Schwarzwälder Boten. \"Solche Eltern und Kinder haben ganz andere Schwierigkeiten als Familien, die leibliche Kinder großziehen\", erklärte Hortense Huget, die mit ihrer Kollegin Lilli Werle eine psychotherapeutische Gemeinschaftspraxis in Mönchweiler führt. Beide haben nach mehrjähriger Ausbildung ihre staatliche Prüfung zur Heilpraktikerin abgelegt. Huget spricht dabei aus Erfahrung. Neben zwei Söhnen im Alter von 30 und 40 Jahren hat sie auch zwei Mädchen aus Vietnam und Sri Lanka groß gezogen. Aufgrund vieler Kontakte zu anderen Adoptiveltern kennt sie deren schlechtes Gewissen, wenn sie dem Kind mal etwas forscher Grenzen aufzeigen müssen. Eine konsequente Erziehung, auf die das Kind mitunter mit Trotz reagiert. \"So etwas hätte meine richtige Mutter nie gemacht\". Eine Flucht in Traumwelten sei oft die Folge, fügt Huget hinzu.

1972 adoptierte sie ihre erste Tochter, 1982 die zweite. Erst danach habe sie das Gefühl gehabt, \"dass meine Persönlichkeit rund geworden ist.\" In Vietnam selbst habe sie das eine Mädchen aus einem Waisenhaus geholt und erschütternde Szenen miterlebt. \"Auf der Säuglingsstation ist ein Kind nach dem anderen gestorben.\" Im Saal mit den verwaisten Kleinkindern streckten viele Buben und Mädchen die Ärmchen nach der Deutschen: \"Alle wollten auf den Arm genommen werden.\"

Die Integration der beiden Mädchen in die Familie hätte besser nicht sein können, erzählt sie. \"Es entstand sehr schnell ein super tolles Verhältnis\", erinnert sich Hortense Huget. Dennoch bleibt immer das Gefühl der adoptierten Kinder, \"irgendwann mal abgegeben und von der eigenen Muter abgelehnt worden zu sein\". Aufgrund ihrer Erfahrungen möchte sie anderen Menschen Hilfestellung geben, unterstützt von ihrer Kollegin Lilli Werle.

 Das nächste Treffen von Adoptiveltern und Adoptierten findet am Dienstag, 14. September, um 19.30 Uhr in der psychotherapeutischen Gemeinschaftspraxis Huget/Werle, Fichtenstraße 36/1 in Mönchweiler statt.
(schwarzwaelderbote.de)
 
 
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 Im Bann des \"Einstein-Mädchens\" (30.07.2010, 21:30)
 
  München - Philip Sington entführt den Leser mit seinem Roman \"Das Einstein-Mädchen\" in die Welt des berühmten Physikers und Nobelpreisträgers Albert Einstein (1879-1955) - und in die einer jungen Frau, die möglicherweise seine verschwiegene Tochter war.

In seinem Roman überspringt der britische Romancier und Historiker so lange die Grenzen zwischen Fakten und Fiktion, bis auch noch der skeptischste Leser seiner fesselnden Geschichte Glauben schenkt.

1932 wird in einem Forst bei Caputh nahe Potsdam eine junge Frau bewusstlos gefunden. Neben ihr liegt ein Programm-Zettel zu einem Vortrag von Albert Einstein zum Thema \"Der gegenwärtige Stand der Quantentheorie\". Da sie sich, wieder zu Bewusstsein gekommen, an nichts mehr erinnern kann, nicht einmal mehr an ihren Namen, ist sie für die Zeitungen nur noch \"Das Einstein-Mädchen\". Sie wird in die Charité in Berlin eingeliefert. Der Psychiater Dr. Martin Kirsch kümmert sich um sie - und ist auf der Stelle fasziniert. Er hat nicht nur Interesse, sie gesund zu pflegen, sondern er will auch hinter das Geheimnis ihrer Herkunft kommen: Könnte sie eine Tochter Albert Einsteins sein?

Der Fall wird noch mysteriöser, als die junge Frau darauf besteht, von Kirsch Marija genannt zu werden. Denn Kirsch ist ihr Wochen zuvor in einer Berliner Bar schon einmal begegnet. Damals hat sie sich als Elisabeth vorgestellt. Obwohl der Arzt verlobt ist, fühlt er sich zu seiner Patientin hingezogen. Er stellt umfangreiche Nachforschungen an und zweifelt doch immer wieder, ob er auf dem richtigen Weg oder in die Fänge einer Hochstaplerin geraten ist. Schließlich gerät er derart in den Bann der jungen Frau, dass er kaum noch zwischen Wahrheit und seinen eigenen Fantasien unterscheiden kann.

Als er bei Elisabeth einen Brief findet, der an Mileva Einstein-Maric, die erste Frau Albert Einsteins, adressiert ist, gibt es für ihn kein wichtigeres Ziel mehr, als das Geheimnis zu lüften. Einsteins erste Frau allerdings, die in Zürich lebt, verweigert jede Auskunft. Doch Kirsch gelingt es, das Vertrauen Eduards zu gewinnen, einem der beiden Söhne Einsteins und Milevas. Da aber Eduard Patient in einer Nervenheilanstalt, dem \"Burghölzli\" in den Schweizer Alpen, ist, fällt es Kirsch schwer, seine Worte richtig zu deuten.

Philip Sington, der schon mehrere Wissenschaftsthriller geschrieben hat, ist bekannt für seine hieb- und stichfesten Recherchen: Die Orte, die er beschreibt, von Caputh, dem Sommerhaus Einsteins, über Zürich bis hin zu den Universitäten und dem \"Burghölzli\", sind eindeutig der Biografie Einsteins zuzuordnen. Auch die frühe Ehe zwischen dem Genie und der Serbin Mileva ist eine historische Tatsache. Aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor: Hans Albert und Eduard.

Erst 1987 wurde durch die Veröffentlichung privater Korrespondenz bekannt, dass das Paar vor der Hochzeit eine Tochter, Lieserl, bekommen hatte, über deren Schicksal seither spekuliert wird. Offenbar haben die Eltern die Existenz des unehelichen Kindes verheimlicht. Möglicherweise wurde es mit einem Down-Syndrom geboren. Auch ist es fraglich, ob Einstein das Mädchen jemals zu Gesicht bekam. Vielleicht wurde es zur Adoption freigegeben oder es ist noch als Baby gestorben.

Sington lässt die Leser nicht nur an Kirschs Suche nach der wahren Identität der Frau teilhaben, sondern er führt auch noch ganz nebenbei in die Forschungen Einsteins zur Relativitäts-Theorie ein. Hinzu kommt die zeitgeschichtliche Perspektive des Romans: Die Geschichte spielt wenige Monate vor der Machtübernahme durch die Nazis. Deren Erstarken bedeutet nicht nur für den Juden Einstein, sondern auch für den Psychiater Lebensgefahr. Angesichts der Bedrohung fühlt der Arzt bei seinen Nachforschungen, das Netz um ihn immer enger werden. Bis zum Schluss bleibt er der Held, an dessen Seite der Leser die überaus fesselnde Geschichte miterlebt.

Philip Sington

Das Einstein-Mädchen

Deutscher Taschenbuch Verlag, München

464 Seiten, 14,90 Euro

ISBN 978-3-4232-4783-2

(mittelhessen.de)
 
 
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 Veronica Ferres sucht den verlorenen Sohn (30.07.2010, 21:26)
 
  Mainz - Neue \"Mutterrolle\" für Veronica Ferres: Die 45-Jährige spielt in dem ZDF-Fernsehfilm \"Mein eigen Fleisch und Blut\" die Karrierefrau Franziska Marbacher, die ihren vor 25 Jahren zur Adoption freigegebenen Sohn (Kostja Ullmann) sucht.

Dabei macht sie nach Senderangaben vom Montag \"die schmerzhafte Erfahrung, dass Mutterliebe allein nicht alle Wunden heilen kann\". Die Dreharbeiten zu dem Film, in dem unter der Regie von Vivian Naefe auch August Zirner und Thomas Sarbacher mitspielen, haben am vergangenen Dienstag (27. Juli) in München und Umgebung begonnen.

Ferres hat in den vergangenen Jahren mehrfach Mütter gespielt. So starteten im Mai die Dreharbeiten zu einem Sat.1-Film über den Jungen Marco aus Uelzen, der wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung 247 Tage in einem türkischen Gefängnis saß - mit Ferres in der Rolle der Mutter. In dem ZDF-Zweiteiler \"Neger, Neger, Schornsteinfeger\" von 2006 spielte sie die Mutter eines dunkelhäutigen Schuljungen aus Hamburg vor und während des Zweiten Weltkriegs.

In dem neuen ZDF-Film \"Mein eigen Fleisch und Blut\" streitet sich Franziska alias Ferres mit ihrem Lebensgefährten Robert (August Zirner). Die 40-Jährige möchte keine Familie mit Robert gründen, weil sie bereits einen Sohn hat, den sie als 15 Jahre alte Schülerin bekam. Wegen des Streits holt die Vergangenheit sie ein, sie sucht und findet ihren Sohn - und trifft auch dessen Vater, ihre Ex- Jugendliebe (Thomas Sarbacher). Ein Sendetermin für die Geschichte, deren Vorlage von Britta Stöckle stammt, steht noch nicht fest.
(mittelhessen.de)
 
 
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 Niedersachsen (28.07.2010, 19:20)
 
  Die Zahl der Adoptionen in Niedersachsen ist leicht zurückgegangen. 350 Kinder und Jugendliche fanden im Jahr 2009 neue Eltern. Dies sind fünf Prozent weniger als 2008. 213 der Kinder wurden von ihren Stiefeltern oder Verwandten adoptiert. Im Säuglings- oder Kleinkindalter waren 91, im Vorschulalter 54 der adoptierten Kinder. 111 Jungen und Mädchen waren bei der Adoption sechs bis zwölf Jahre alt, 94 waren zwischen zwölf und 18 Jahren.

 
 
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 Sachsen - Zahl der Adoptionen leicht gestiegen (28.07.2010, 19:18)
 
  Kamenz (dpa/sn) - Die Zahl der Adoptionen in Sachsen ist 2009 im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. 209 Jungen und Mädchen erhielten ein neues Zuhause, sieben Kinder mehr als 2008, teilte das Statistische Landesamt in Kamenz am Dienstag mit. Davon waren 106 Jungen und 103 Mädchen. Die Mehrheit (57,4 Prozent) der Kinder war zum Zeitpunkt der Adoption unter sechs Jahre alt. 51 Prozent der adoptierten Kinder waren mit den neuen Eltern nicht verwandt, knapp 48 Prozent wurden von ihrem Stiefvater oder ihrer Stiefmutter angenommen. Bei den Vermittlungsstellen lagen im vergangenen Jahr 306 Bewerbungen für eine Adoption, auf ein Kind kamen drei Bewerber.
 
 
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 US-Adoptionsstatistik für das Jahr 2009 (27.07.2010, 19:39)
 
  Im Jahr 2009 kamen 47 % der von US-Amerikanern im Ausland adoptierten Kinder aus Asien, 21% kamen aus Afrika, 18 % aus Europa, 10 % aus Nordamerika und 3 % aus Südamerika.

 
 
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 Weniger Adoption, mehr Pflegefamilie (26.07.2010, 18:11)
 
  Zahl der Adoptierten geht kontinuirlich zurück!

Die Zahl der Adoptionen ist in Duisburg seit Jahren rückläufig. Wurden 2001 noch 36 Kinder adoptiert, waren es 2009 nur noch 18 Jungen und Mädchen. Davon bekamen zehn ein neues Stiefelternteil. Woran liegt dieser Rückgang?

Die NRZ sprach darüber mit Jugendamtsleiter Thomas Krützberg. „Die Verhütung ist auf einem guten Weg“, nennt Thomas Krützberg den ersten Grund für den Adoptionsrückgang. Die meisten jungen Menschen kennen die Methoden, um eine ungewollte Schwangerschaft zu verhindern. Deshalb werden auch weniger Kinder zur Adoption freigegeben. Die meisten Adoptionswilligen wollen „ein ganz gesundes, hübsches Kind, das möglichst nur einen Tag alt sein soll“. Doch diese Neugeborenen gibt es kaum. Stattdessen gibt es „Dreieinhalbjährige, die schon einiges erlebt haben“. Solche Kinder seien für künftige Eltern natürlich schwieriger zu erziehen.

Aber auch die Bereitschaft von Eltern, ihr Kind zur Adoption frei zu geben, ist rapide gesunken, so der Jugendamtsleiter. Stattdessen werde immer häufiger das Instrument Pflegschaft angewandt, bei dem die leiblichen Eltern ihre Rechte und Pflichten nicht gänzlich abtreten.

Die Hollywood-Mode, Kinder aus Dritte-Welt-Ländern zu adoptieren, ist in Duisburg vollkommen out. „Wir hatten vor 20 Jahren mal eine Welle, Kinder aus Vietnam zu adoptieren, vor zehn Jahren war es dann eine Zeit lang Südamerika“, erzählt Krützberg. Aber das sei lange vorbei. „Viele Länder wollen, dass die Waisenkinder im eigenen Land aufwachsen.“ Deshalb werde die Auslandsadoption oft verboten, oder aber zumindest mit immensen Hürden versehen. „Zumal diese Kinder irgendwann wissen wollen, weshalb sie anders aussehen als ihre Freunde. Das kann für die Familien schwierig werden“, weiß Krützberg aus Erfahrung.

Eine weitere Erfahrung hat er ebenfalls gemacht: „Adoptionskinder wollen immer wissen, wo ihre echten Wurzeln sind, wo sie herkommen. Das hat nichts mit der Beziehung zu den Adoptionseltern zu tun, sondern ist ganz natürlich.“

Oft hochdramatisch
Hier wartet auf das Jugendamt ein immer größer werdender Teil der Arbeit. Thomas Krützberg: „Denn diese Begegnungen zwischen Kind und leiblichem Elternteil sind oft hochdramatisch.“
 
 
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 Die Zukunft der Adoption (23.07.2010, 18:32)
 
  Immer mehr Spanier interessieren sich, wegen der ökonomische Krise, für die kostengünstige Adoption eines Embryos. Auch die Nachfrage aus dem Ausland nach der Adoption eines spanischen Embryos steigt.

 
 
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 Steigende Adoptionszahlen in Thüringen (22.07.2010, 20:48)
 
  Im vergangenen Jahr sind in Thüringen die Adoptionszahlen gestiegen. Wie das Landesamt für Statistik am Mittwoch bekannt gegeben hat, fanden im Jahr 2009 insgesamt 98 Kinder und Jugendliche neue Eltern. Das waren immerhin acht Adoptionen mehr als noch ein Jahr zuvor. Das Durchschnittsalter der 48 Jungen und 50 Mädchen betrug 6,5 Jahre.

 
 
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 Weniger Adoptionen in NRW (21.07.2010, 00:55)
 
  Im vergangenen Jahr sind in Nordrhein-Westfalen 441 Jungen und 429 Mädchen adoptiert worden. Wie das Statistische Landesamt in Düsseldorf mitteilte, waren das 10,3 Prozent weniger als 2008, als es 970 Adoptionen) gab. 447 Kinder und Jugendliche wurden von ihren Stiefmüttern oder -vätern und 41 durch Verwandte adoptiert, 382 von Personen, zu denen kein Verwandtschaftsverhältnis bestand. Ende 2009 waren 232 Mädchen und Jungen für eine Adoption vorgemerkt. Ihnen gegenüber standen zum gleichen Zeitpunkt 1911 bei den Adoptionsvermittlungsstellen gemeldete Bewerber, die gern ein Kind adoptieren wollten. Rein rechnerisch ergaben sich damit pro Kind nahezu acht Bewerbungen.

 
 
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 Stark rückläufige Adoptionszahlen in Hessen (21.07.2010, 00:54)
 
  In Hessen werden immer weniger Kinder und Jugendliche adoptiert. Im Jahr 2009 lag diese Zahl bei 327, das waren 64 weniger als im Jahr zuvor. Die seit den 1980er Jahren stark rückläufige Tendenz sei auch auf den Geburtenrückgang zurückzuführen, teilte das Statistische Landesamt am Montag in Wiesbaden mit. Die bislang meisten Adoptionen habe es im Jahr 1955 gegeben, damals lag die Zahl bei 1035.

 
 
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 Social network - Facebook (15.07.2010, 18:14)
 
  Die Vor- und Nachteile der heutigen Computertechnik.

Immer öfter kommt es über sogenannte Social networks wie zum Beispiel Facebook zu einem Zusammentreffen zwischen leiblichen Eltern und Adoptivkindern.
So auch im Fall der 28-jährigen Kathrin Schüll aus Lendershausen, die auf diesem Wege ihre Mutter wieder gefunden hat.

Dramatisch dagegen verlief das Zusammentreffen zwischen Aimee Sword und ihrem leiblichen Sohn. Beide hatten sich auf Facebook kennen gelernt. Danach verführte die Mutter ihren 14-jährigen Sohn und muss nun für mindestens 9 Jahre hinter Gitter.

 
 
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 Die Regenbogenfamilie (14.07.2010, 19:48)
 
  Thomas Welter und Ingmar Zöller ziehen ihre Kinder als schwules Paar groß.

Der fünfjährige Julius und die zweijährige Lucie wachsen in der Nähe des Kollwitzplatzes auf. Im Innenhof des Hauses spielt Julius mit den Nachbarskindern im Sandkasten, in der Wohnung sitzt Tochter Lucie bei „Vati“ Thomas Welter auf dem Arm, während „Papa“ Ingmar Zöller zum Feierabend den Balkon putzt. Jede Menge glückliche Familienfotos hängen an den Wänden. Eine Bilderbuchfamilie, eine Foto-Idylle, die die Botschaft transportiert: Wir sind eine ganz normale Familie.
Doch Thomas Welter, der als promovierter Volkswirt in einem Verband arbeitet, weiß, welche Probleme in den nächsten Jahren auf seine Kinder zukommen werden: Hänseleien von Mitschülern, weil die Eltern schwul sind. Diskriminierung in der Pubertät, weil die Haut der Kinder schwarz ist. Thomas Welter ahnt, dass der Tag kommen wird, an dem sein Sohn berichtet, dass ihn der Türsteher in der Disco wegen seiner Hautfarbe nicht reingelassen hätte. „Darüber mache ich mir eigentlich mehr Gedanken als über die Tatsache, dass wir eine Regenbogenfamilie sind“, sagt Welter.
Die Rollenbilder von Mutter und Vater, sagt Ingmar Zöller, würden auch in heterosexuellen Familien immer mehr verschwimmen: Väter würden mit ihren Kindern kochen, Mütter mit ihnen Fußball spielen. Warum sollte da nicht auch eine Familie mit zwei Vätern funktionieren? Weibliche Bezugspersonen haben Julius und Lucie außerdem täglich: die Erzieherinnen in der Kita und sogar drei Großmütter – Ingmar Zöllers Vater war zweimal verheiratet.
Mit dem Wort „Adoption“ ist Julius groß geworden. Er weiß, dass er in den USA geboren ist und seine Eltern ihn genau wie seine Schwester über eine Agentur in Chicago adoptiert haben. Dort ist es für homosexuelle Paare einfacher, Kinder zu adoptieren, weil nicht alle schwarzen Kinder Adoptiveltern finden.
Doch gemeinsam adoptieren durften Welter und Zöller die Kinder nicht. In Chicago steht die Adoption nur Einzelpersonen und Eheleuten zu; auch das deutsche Adoptionsrecht sieht das so vor. Welter und Zöller sind rechtlich nicht verheiratet, sondern lediglich „verpartnert“. Wenn etwa Zöller, der als Augenarzt arbeitet, plötzlich stürbe, würde sein Mann sämtliche Schulden der Praxis erben und auch auf den Kosten der Eigentumswohnung sitzen bleiben. Aber seine Kinder hätten keinen Anspruch auf Halbwaisenrente. Denn adoptieren durfte nur Thomas Welter. Der Gesetzgeber müsse sie gegenüber heterosexuellen Paaren endlich rechtlich gleichstellen, sagt Welter – zum Wohl der Kinder.
Im Alltag macht die Familie hingegen durchweg positive Erfahrungen. „Zwei weiße Männer, die mit zwei schwarzen Kindern auf dem Fahrrad durch die Gegend fahren – da wissen alle sofort Bescheid, dass wir eine Regenbogenfamilie sind\", sagt Thomas Welter schmunzelnd. Kita-Erzieherinnen und Schulleiterinnen würden viel Toleranz beweisen, die Leute auf der Straße eine große Neugierde. Zwar seien die Fragen manchmal etwas unbeholfen, sagt Thomas Welter, aber nie diskriminierend.
Es war ein Kampf mit den Behörden, die Adoption in Deutschland anerkennen zu lassen. Geglückt ist das bei Lucie erst vor einigen Wochen, hingezogen hat es sich zwei Jahre lang. Sie würden etwas „Illegales“ tun, habe ihnen ein Beamter gesagt. Ob das „zum Wohl des Kindes“ sei, habe eine Richterin zweifelnd gefragt, sagt Welter. In diesem Moment habe er Panik bekommen, dass ihnen das Jugendamt die Kinder wegnehmen könnte.
Wenn man „Papi“ Ingmar beobachtet, wie er vor dem Abendessen liebevoll mit den Kindern auf dem Küchenboden herumtollt und Thomas Welter dann kurze Zeit später beim Fernsehschauen vom Küchentisch aus ermahnt: „Julius, nicht zu nah!“, scheint es unbegreiflich, wie Richterinnen dies anzweifeln können. Und wie ihnen in einer Talkshow, die die beiden Väter besuchten, konservative Politiker ins Gesicht sagen konnten: „Sie sind keine Familie! Familie sind Vater und Mutter.“
Denn in solchen Momenten wird klar: Auch das ist eine Familie. Zwar keine ganz alltägliche – aber eine sehr glückliche.
Jörg Oberwittler (http://www.tagesspiegel.de/berlin/die-regenbogenfamilie/1879906.html)

 
 
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 Kasachstan (14.07.2010, 19:37)
 
  Das US-Außenministerium hat Adoptionsbewerbern gegenwärtig davon abgeraten, neue Bewerbungen in Kasachstan einzureichen. Das Land werde im September 2010 dem Haager Übereinkommen beitreten und es werde dann noch einige Zeit dauern, bis die neuen Adoptionsregelungen in Kraft getreten seien.
http://adoption.state.gov/news/kazakhstan.html
 
 
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 Verdacht auf Kinderhandel - was tun? (12.07.2010, 17:52)
 
  Wie sollten sich Adoptiveltern und Adoptierte verhalten, wenn zu befürchten ist, dass es bei einer Auslandsadoption nicht mit rechten Dingen zugegangen ist? Die australische Regierung hat hier für solche Verdachtsfälle ein mehrseitiges Dokument erarbeitet, in dem sie eine Handreichung gibt, an wen man sich wenden kann und wie man am besten vorgehen sollte.
(siehe International News)!

 
 
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 Äthiopien (10.07.2010, 20:57)
 
  In Australien ist der Leiter einer Adoptionsvermittlungsstelle zurückgetreten, der Kinder aus Äthiopien vermittelt hatte. In der Vergangenheit war von mehreren Adoptiveltern festgestellt worden, dass ihre Adoptivkinder aus ganz anderen Verhältnissen stammten, als es in den Adoptionsunterlagen angegeben war.

 
 
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 Aktuelles Gerichtsurteil (10.07.2010, 20:54)
 
  Hält sich ein Kind, das adoptiert werden soll, mit Zustimmung des Sorgeberechtigten und der zuständigen Adoptionsvermittlungsstelle im Vorfeld der beabsichtigten Adoption längerfristig bei den künftigen Adoptiveltern auf, so sind diese mangels abweichender Regelungen im Einzelfall entsprechend § 1688 BGB befugt, die Angelegenheiten des täglichen Lebens für das Kind allein zu bestimmen; darunter fällt grundsätzlich auch die Vornahme turnusmäßiger Schutzimpfungen. Das lässt die Notwendigkeit, die betreuenden Personen im Hinblick auf derartige Maßnahmen zum Vormund oder Ergänzungspfleger zu bestellen, regelmäßig entfallen. (OLG Dresden vom 07.06.2010)

 
 
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 Teil 2 - Ich habe ihr Baby adoptiert...... (06.07.2010, 02:19)
 
  ... jetzt bin ich seine Herzmama

Zwei Frauen – zwei Schicksale, die miteinander verknüpft sind. Gestern berichtete Marion (33), wie sie ihren Sohn Markus zur Adoption freigegeben hat – wenige Augenblicke nach der Geburt. Heute erzählt Sam (34), wie schmerzvoll es ist, keine Kinder bekommen zu können. Und wie sie zwei Tage nach seiner Geburt Markus adoptierte.

Das Baby in meinem Arm gehört zu mir, auch wenn es nicht meines ist. Ich habe ihm das Braun seiner Augen nicht vererbt, ihm das Lächeln auf seinen Lippen nicht geschenkt, ich habe ihn nicht geboren. Seine leibliche Mutter ist eine andere Frau. Doch ich bin ab sofort seine Mama, seine Herzmama, die Frau, die ihn in den Armen wiegt. Ich habe Markus adoptiert. Ab jetzt heißt er Tyee Lovell Markus.

Ich war 14, als mir die Ärzte sagten, dass ich keine Kinder bekommen könnte. Auch wenn ich damals noch nicht den Wunsch hatte, Mutter zu werden, war mir klar, dass ich etwas im Leben vermissen würde. Obwohl ich so jung war, hat mir das Wort „unfruchtbar“ Schmerzen bereitet. Ich wusste, ich werde nie schwanger sein, werde nie das Mutterglück empfinden.

Mit Anfang 20 kam dann der Kinderwunsch. Ich suchte Ablenkung, stürzte mich in meine Arbeit. Ich machte Musik, schauspielerte, schrieb Texte. Meine Projekte waren meine Babys. Nach außen war ich eine starke Frau. Innerlich war ich zerrissen.

Ich war oft wütend und traurig, weinte häufig und viel. Ich merkte schnell: Arbeit kann keine Kinder ersetzen.

Es hat sieben Jahre gedauert, um diese innere Leere in mir zu begreifen, um zu realisieren, dass ich nie selbst ein Kind unter meinem Herzen tragen werde. Und um zu lernen, dass es eine Alternative gibt: Adoption.

Natürlich wünsche ich mir, dass aus der Liebe zu meinem Mann ein Kind entspringt. Doch um Gene ist es mir nie gegangen. Ich hatte nie den Wunsch, dass mein Kind meine Augen oder seine Haare hat. Ich will einem kleinen Wesen auf den Weg helfen, ihm meine Liebe weitergeben. Auch wenn er nicht aus meiner Liebe entstanden ist.

Ich erkundige mich beim Jugendamt. Besuche Adoptions-Kurse, schicke Mappen mit meiner Geschichte, mit Bildern. Zeige dem Amt, dass es mir ernst ist. Die Mitarbeiter schlagen mir eine halboffene Adoption vor. Eine Form der Adoption, bei der ich mit der leiblichen Mutter Briefe schreiben kann. Briefe, die ich meinem Kind zeigen kann, wenn es irgendwann nach seiner Herkunft fragt.

Im August 2007 kommt der Anruf. „Wir haben eine Mutter, die möchte ihr Kind abgeben, es wird zum Jahresende zur Welt kommen. Und Sie sollen es adoptieren.“ Ich weine vor Glück. Ich werde Mama. Ich bekomme ein Baby.

Oder besser gesagt, eine andere Frau bekommt für mich ein Baby. „Wird es ein Junge?“, frage ich. Ich habe es im Gefühl. „Ja“, antwortet die Dame vom Jugendamt. Ich bin überglücklich. Und dankbar.

In der Zeit, in der das Baby wächst, richte ich sein Zimmer ein. Eine neutrale cremefarbene Tapete, eine beige Holzwiege, eine Elektroschaukel. Ich kaufe ihm eine kunterbunte Patchworkdecke und sein erstes Kuscheltier: einen Esel. Und auch der Name steht schon fest – Tyee Lovell: Häuptling der Liebe.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag 2007 klingelt das Telefon. „Hier ist das Jugendamt Halberstadt. Ihr Sohn ist geboren.“ Ich weine. Vor Freude, vor Erleichterung. Mein Bruder fährt mich ins Krankenhaus. Auf der Babystation liegen sechs Kinder in ihren Bettchen – eines davon ist mein Sohn.

Die Schwester gibt mir das knittrige, schreiende Bündel. Hunderte Gefühle steigen in mir auf. Glück, Demut, Dankbarkeit – aber auch ein kleines bisschen Angst, dieses kleine Leben nicht richtig zu halten, nicht die Mutter sein zu können, die es verdient.

Und die Angst, dass die leibliche Mutter ihre Entscheidung irgendwann bereut, ihr Baby aus meinen Armen entreißen will. Mein Baby.
(Aufgezeichnet von Steffi Morcinek - bild.de)
 
 
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 8000 Menschen warten auf ein Kind (05.07.2010, 15:01)
 
  In Deutschland werden jedes Jahr ca. 800 Kinder zur Adoption freigegeben.

Fast 8000 Menschen warten in Deutschland darauf, ein Kind zu sich nehmen zu können – damit liegt das Verhältnis von Adoptionsbewerbungen zu freigegebenen Kindern bei 10 zu 1.

Etwa 30% der adoptierten Kinder sind unter 3 Jahre alt.

Quelle: Statistisches ­Bundesamt, Jahr 2008
 
 
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 Ich habe mein Baby weggegeben... (05.07.2010, 14:57)
 
  ...damit es ein besseres Leben hat

Sich für immer von seinem Baby trennen – eine unvorstellbar schwere Situation. In der neuen BILD-Serie spricht eine Mutter, die ihr Kind zur Adoption freigegeben hat – und erstmals auch die Frau, die eben dieses Baby an Kindes statt angenommen hat. Heute Marion (33), die sich von ihrem Neugeborenem trennte, um ihm die Chance auf ein besseres Leben zu schenken.

Ich blicke in das zerknautschte Gesicht meines gerade geborenen Sohnes, in seine braunen Augen. Ich kämpfe mit den Tränen, weil in mir der Gedanke aufsteigt: Es könnte das letzte Mal sein, dass ich ihn sehe. Schon morgen wird ihn eine andere Frau in den Armen halten, ihn wickeln, ihm Fläschchen geben, sehen, wie er aufwächst. Mein Sohn, den ich zur Adoption freigebe.

„Herzlichen Glückwunsch, Sie sind schwanger!” Die Worte des Frauenarztes hallen in meinem Kopf: s-c-h-w-a-n-g-e-r. Tränen steigen mir in die Augen, meine Gedanken: ein einziges Chaos. Ich hatte doch verhütet, das darf alles gar nicht wahr sein. Ich kann kein Kind bekommen, nicht jetzt, nicht mit diesem Mann, der keine Kinder will. Nicht in meiner finanziellen Situation. Ein weiteres Kind würde in meiner Welt untergehen. Ich habe doch schon drei kleine Wesen und weiß manchmal nicht, wie ich unser Leben bewältigen soll.
Es geht nicht, sage ich dem Arzt. Ich kann das Kind unmöglich behalten. Er rät mir, über eine Abtreibung nachzudenken. Ich bin am Ende des dritten Monats. Der Arzt gibt mir zwei Tage Bedenkzeit.

Meine Gedanken kreisen um nichts anderes als um den kleinen Wurm in mir. Mein Kind, Abtreibung, Tod? Schnell wird für mich klar, dass ich mein Baby auf keinen Fall abtreiben kann. DOCH WAS SOLL ICH SONST TUN?

Ich vertraue mich meiner Mutter an, telefoniere mehrere Stunden mit ihr. Zu ihr fahren kann ich nicht, sie wohnt 450 km weit weg, das Geld für den Zug habe ich nicht. Mutter rät mir, mich ans Jugendamt zu wenden. Gleich am nächsten Tag bekomme ich einen Termin.
Die Mitarbeiterin des Amtes nimmt sich Zeit. Ich erzähle ihr von dem ganzen Stress zu Hause, mit meinem Partner, mit den Kindern. Ich sage ihr, wie aussichtslos diese Schwangerschaft für mich ist, wie traurig ich bin, diesem kleinen Wurm in mir nichts bieten zu können.

Sie macht mir den Vorschlag: halb offene Adoption. Ich könnte über das Jugendamt Kontakt zu meinem Kind und den neuen Eltern aufnehmen, Briefe schreiben, Bilder bekommen – aber ohne genau zu wissen, wer die neuen Eltern sind und wo sie wohnen. Ich weiß, dass es viele Frauen gibt, die keine Kinder bekommen können, aber viel Liebe geben möchten. Solche Liebe braucht mein Kind – und ein besseres Leben, als ich es ihm bieten kann.

Stockend spreche ich diese Gedanken aus. Adoption also. Auf dem Weg nach Hause stehen mir Tränen in den Augen.

Mein Bauch wird immer runder, die Schwangerschaft verläuft normal. Ich weiß jetzt, dass ich einen Jungen bekomme. Ich merke oft, wie sich mein Sohn in mir bewegt. Mein Sohn. Jeder Tritt von ihm ist wie ein Stich ins Herz. Mit jedem neuen Ultraschallbild wächst die Angst in mir, meinen Jungen abgeben zu müssen.

Mein größtes und einziges Glück in dieser Situation: die täglichen Gespräche mit meiner Mutter. Sie gibt mir Halt und den Mut, keine Reue zu empfinden.

Meine Kinder sind sieben, neun und elf Jahre alt. Sie sind zu jung, um zu begreifen, was in mir vorgeht. Aber alt genug, um zu sehen, wie mein Bauch
wächst. Ich erzähle ihnen, dass ich ihren kleinen Bruder nicht selbst großziehen werde.

Mein ältester Sohn sagt mir, er hätte so gerne einen Bruder. Vorwurfsvoll schaut er mich an. Ich erkläre ihnen in vielen Gesprächen, warum ich mich zur Adoption entschieden habe. Ganz verstehen können sie es nicht.

Mein Baby kommt frühmorgens am 24. Dezember 2007 – Heiligabend! Eine Freundin bringt mich ins Krankenhaus. Auf der Fahrt dorthin reden wir kein Wort. Im Krankenhaus angekommen, fallen wir uns weinend in die Arme. Ich drücke sie fest, habe Angst. Doch ich weiß, dass ich das Richtige tue. Das Richtige für mein Baby – und für mich.

Die Geburt dauert nur ein paar Stunden. Ich erfahre nicht, wie viel mein Kleiner wiegt, wie groß er ist. Es geht alles wahnsinnig schnell. Seinen Namen hatte ich schon vorher festgelegt: Markus.

Die Schwester möchte mir den Kleinen in den Arm legen. Doch das kann ich nicht.

Ich schaue ihm nur ein letztes Mal in seine Augen, dann nimmt die Schwester Markus mit.

Ich habe mich zwar schon die ganze Schwangerschaft über auf diesen Moment eingestellt, doch jetzt fällt mir alles viel schwerer, als ich dachte. Vor allem ein Gedanke spukt mir im Kopf herum: Es kann sein, dass ich mein Kind nie mehr wiedersehe. Die Schwester sagt, dass ich gehen darf.
Ich torkle aus dem Zimmer, auf die Straße, nach Hause. An mir vorbei rauschen die vielen Fenster, hinter denen Familien sitzen und unterm Tannenbaum zusammen feiern.

Aufgezeichnet von Steffi Morcinek - http://www.bild.de/BILD/ratgeber/kind-familie/2010/07/05/mutter-hat-ihr-baby-weggegeben/damit-es-ein-besseres-leben-hat-adoption-serie.html
 
 
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 Tschechien (05.07.2010, 13:15)
 
  Letztes Jahr wurden in Tschechien 500 Kinder zur Inlandsadoption vermittelt. Noch im gleichen Jahr wurden 100 dieser Kinder von ihren Adoptiveltern wieder zurückgegeben. Erheblich besser ist da die Abbruchrate bei Auslandsadoptionen. Von den in den letzten 10 Jahren durchgeführten 323 Auslandsadoptionen scheiterten lediglich drei Adoptionen.
(www.praguemonitor.com)
 
 
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 Rumänien (02.07.2010, 22:46)
 
  Der US-amerikanische Botschafter in Rumänien ist dafür, dass Rumänien bald wieder Kinder ins Ausland vermittelt. Der Nachrichtenagentur AFP sagte er: “Ich würde es gerne sehen, wenn Rumänien seine Adoptionsgesetze bald ändert, damit Kinder schneller und einfacher adoptiert werden können. Ich glaube, dass es nicht gesund für die Kinder ist, wenn sie nicht so früh wie möglich in Familien kommen. Meine Frau arbeitet in einem Zentrum, wo die Kinder ihr erstes Lebensjahr verbringen. Sie sollten bereits in diesem Alter adoptiert werden. Denn je länger sie in solchen Institutionen bleiben, desto mehr sind sie in ihrer emotionalen und intellektuellen Entwicklung beeinträchtigt.“  
 
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 Aktuelles Gerichtsurteil (01.07.2010, 15:50)
 
  Hält sich ein Kind, das adoptiert werden soll, mit Zustimmung des Sorgeberechtigten und der zuständigen Adoptionsvermittlungsstelle im Vorfeld der beabsichtigten Adoption längerfristig bei den künftigen Adoptiveltern auf, so sind diese mangels abweichender Regelungen im Einzelfall entsprechend § 1688 BGB befugt, die Angelegenheiten des täglichen Lebens für das Kind allein zu bestimmen; darunter fällt grundsätzlich auch die Vornahme turnusmäßiger Schutzimpfungen. Das lässt die Notwendigkeit, die betreuenden Personen im Hinblick auf derartige Maßnahmen zum Vormund oder Ergänzungspfleger zu bestellen, regelmäßig entfallen (OLG Dresden vom 07.06.2010 Aktenzeichen: 20 UF 350/10).

 
 
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 China vermittelt weniger Kinder ins Ausland (01.07.2010, 15:48)
 
  Da sich immer mehr Chinesen für die Adoption eines Kindes interessieren, reduziert das Land die Vermittlungen ins Ausland.

http://www.mcclatchydc.com
 
 
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 Deutsche befürworten Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare (01.07.2010, 15:46)
 
  (PA) Ergebnisse der mingle-Trend-Umfrage zum Thema Adoption in gleichgeschlechtlichen Beziehungen

Köln. Auch deutschen, gleichgeschlechtlichen Paaren sollte es möglich sein gemeinsam fremde Kinder zu adoptieren, was zum Beispiel in den USA schon weit verbreitet ist. Zwei von drei Bundesbürgern zeigen großes Verständnis für den Kinderwunsch von lesbischen und schwulen Paaren und befürworten die Einführung eines neuen Adoptionsgesetzes, welches homosexuellen Paaren eine gemeinsame Adoption erlaubt.
Vor allem die junge Generation zeigt sich offen und begrüßt ein solches Gesetz. Auch Frauen und Eltern zeigen sich verständnisvoll, während Männer und Kinderlose sich eher reservierter verhalten und der Gründung von Regenbogenfamilien skeptisch gegenüberstehen.

Insgesamt nahmen 1.000 nach Alter und Geschlecht repräsentativ ausgewählte Personen an der mingle-Trend-Umfrage teil.
 
 
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 Man meint die Lesben und Schwulen und trifft die Kinder (27.06.2010, 21:02)
 
  Das Adoptionsverbot muss fallen

Ledige Lesben und Schwule dürfen adoptieren. Lassen sie ihre Partnerschaft eintragen, dürfen sie nicht mehr. Völlig absurd, diese Rechtslage. Ausserdem trifft sie vor allem die, welche man schützen wollte: Die Kinder

Das absolute Adoptionsverbot für eingetragene Paare ist ein hässlicher Strickfehler im Schweizerischen Rechtssystem. Mit dem Verbot wurde die einzige ausdrückliche Benachteiligung aufgrund der sexuellen Orientierung ins Gesetz aufgeschrieben.
Moël Volken


Wem nützt das etwas?
Eigentlich niemandem.

Wen schützt das?
eigentlich auch niemanden. Manche finden, das sei zum Schutze der Kinder. Welcher Kindern denn? In der Schweiz gibts pro Jahr 700 bis 1000 Adoptionen und vielleicht so 200 bis 300 Kinder, die tatsächlich einen Platz brauchen, d.h. die adoptiert werden können. Auch ohne das Adoptionsverbot ist davon auszugehen, dass bei Fremdadoptionen die Suche nach einem Platz, der für das Kind optimal ist ernst genommen wird. Heterosexuelle Paare werden in der Regel sicher eher berücksichtigt. D.h. eine Hausse von Fremdadoptionen durch eingetragene Paaren wird es nicht geben.

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Wem schadet das Verbot?
Es schadet jenen Kindern, die bereits in eingetragenen Partnerschaften zu Hause sind und das zweite Elternteil nicht mehr haben. Und es schadet Kindern in Notsituationen für welche die Adoption durch eine gute Bezugsperson angezeigt wäre, welche aber in eingetragner Partnerschaft lebt. Diesen Kindern entstehen durch das willkürliche Adoptionsverbot für eingetragene PartnerInnen grosse soziale und rechtliche Nachteile, und zwar immer dann, wenn ohnehin was schief geht: Krankheit, Tod, Trennung.

Falsche Ängste
Adoption durch eingetragene Paare ist nicht eine Alternative zum Aufwachsen mit den leiblichen Eltern. Wenn die leiblichen Eltern beide da sind und ihrer Verantwortung nachkommen können gibts auch keine Adoption.
1 Die Kinder, die in Regenbogenfamilien aufwachsen, gibt es. Es geht darum, ob man sie aufgrund der sexuellen Orientierung ihrer Eltern im Regen stehen lässt oder ob man ihnen die gleichen Chancen gibt wie andern Kinder auch.
2. Wenn ein Kind in eine Lage geraten ist, welche eine Adoption nötig macht, ist es verantwortungslos, ihnen wegen Vorurteilen gegen Lesben und Schwule die Bestmögliche zu verweigern. Die Adoption innerhalb einer eingetragenen Partnerschaft muss nicht die beste Lösung sein, aber sie kann.

Gemäss einer Umfrage des Instituts Isopublic teilt eine Mehrheit der Schweizer Bevölkerung diese Ansicht. 53 Prozent sind für die Freigabe der Adoption, 86.3 Prozent immerhin für verbesserte Regelungen für Regenbogenfamilien.

http://www.nzz.ch/blogs/nzz_votum/nzzvotum_familienrecht/man_meint_die_lesben_und_schwulen_und_trifft_die_kinder_1.6251396.html
 
 
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 Haiti: Illegale Kinderadoptionen (24.06.2010, 22:58)
 
  Vor sechs Monaten wurde der Karibikstaat Haiti von einem Erdbeben schwer verwüstet, noch immer ist die Insel zerstört und die humanitäre Lage katastrophal. Der Weltkirchenrat zeigt sich tief besorgt über die Situation und hat die internationale Gemeinschaft dazu aufgefordert, die Kooperation mit Haiti zu verstärken. Eines der vielen ungelösten Probleme ist das Geschäft mit Kindern, die illegal zur Adoption freigegeben werden. Paolo Ferrara ist der Kinderschutzbeauftragte bei „Terre des Hommes“. Er sagt uns, dass bereits vor dem Erdbeben etwa 300.000 Kinder auf Haiti als eine Art Sklaven in reicheren Haushalten lebten. Seit dem Erdbeben ist es noch schwieriger, die Kinder zu schützen:

„Es haben sich eine Reihe informeller Camps gebildeten, auf die internationale Hilfsorganisationen keinerlei Zugriff hatten. Oftmals gaben sich auch die Personen, die auf ein Kind aufpassten, als dessen Eltern aus – aus Angst, die Personen, die sich um eine Zählung der Kinder kümmerten, hätten keine guten Absichten.“

Das größte Problem Haitis sei die Hoffnungslosigkeit, die viele Eltern zu verzweifelten Maßnahmen verleitet:

„Oftmals „verkaufen“ Eltern ihre Kinder auf dem Adoptionsmarkt in der Hoffnung, dass sie in einer anderen Familie eine bessere Zukunft haben. Sie wissen jedoch nicht, dass ihre Kinder so auf dem internationalen Markt der Pädophilie oder des Organhandels enden können.“

Noch sei es unmöglich, die genaue Anzahl der Kinder, die durch illegale Adoptionen verschwunden sind, zu bestimmen; in manchen Waisenhäusern war es ein Drittel der Kinder, das nach dem Erdbeben nicht mehr auftauchte, berichtet Ferrara von „Terre des hommes“.

„In einigen Fällen wurden Kinder verkauft, um die Waisenhäuser finanziell zu erhalten, oft haben auch Unbekannte die chaotische Situation ausgenutzt und Kinder gekauft.“

(Radio Vatikan)
 
 
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 Adoptionsaufhebung nach Scheidung (23.06.2010, 18:00)
 
  Wenn es nach einer Scheidung zu Beeinträchtigungen des Wohles eines adoptierten Kindes kpmmt, zum Beispiel durch Entfremdung von einem Adoptivelternteil wegen dessen Gewalttätigkeit, dann kann laut des OLG in Köln, eine Adoption auch wieder aufgehoben werden. Dies hat das Oberlandesgericht (OLG) in Köln entschieden.
http://www.kostenlose-urteile.de/OLG-Koeln-Aufhebung-einer-Adoption-bei-Entfremdung-nach-Scheidung-moeglich.news9645.htm

 
 
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 neue Vermittlungsstelle in Irland - Arc Adoption (21.06.2010, 21:03)
 
  Zukünftig soll in Irland eine neue Vermittlungsstelle, die
\"Arc Adoption\",
Adoptionen aus Vietnam, Indien Bulgarien und Mexiko vermitteln.
http://www.irishtimes.com
 
 
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 Togo (18.06.2010, 22:36)
 
  Togo ist dem Haager Übereinkommen beigetreten. Zur zuständigen Behörde wurde das National Committee for the Adoption of the Child in Togo, 01 PC 1402 Lomé - Togo, benannt.

 
 
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 Wachstum und Geschlechtsreife bei Adoptivkindern; hier: Studie der Uniklinik Kopenhagen (16.06.2010, 16:39)
 
  Asiatische, afrikanische oder südamerikanische Frauen sind oft sehr klein. Deshalb hoffen viele Eltern ausländischer Adoptivtöchter darauf, dass die Geschlechtsreife bei ihren Töchtern so spät wie möglich einsetzt, damit das Wachstum nicht zu früh endet. Denn nach der ersten Monatsblutung ist das Wachstum bei Mädchen stark reduziert. Nun haben allerdings Wissenschaftler der Uniklinik Kopenhagen herausgefunden, dass in Nordeuropa die Pubertät immer früher beginnt. Im Jahr 2006 habe die Brustentwicklung bei Mädchen im Schnitt ein Jahr früher begonnen als noch 1991. Das sei ein deutliches Zeichen dafür, dass die Kinder etwas beeinflusst - entweder Fastfood, Umweltchemikalien oder Mangel an körperlicher Aktivität, warnt Studienleiter Anders Juul in der britischen Tageszeitung \"Times\". Eine in der Fachzeitschrift \"Public Health Nutrition\" veröffentlichte Studie liefert ebenfalls Hinweise darauf, dass die Ernährung eine entscheidende Rolle für das Erlangen der Geschlechtsreife spielt. Demnach erreichen Mädchen, die insbesondere viel Fleisch essen, früher die Pubertät als andere.

 
 
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 Nepal (16.06.2010, 16:34)
 
  Zur Zeit überarbeitet Nepal, auf Basis der Haager Konvention, sein Adoptionswesen um das Bestehende zu reformieren. Dies berichtete die Himalayan Times. Zuletzt war es hier Berichten nach zu Unregelmäßigkeiten bei nepalesischen Adoptionen gekommen, so dass nun auch Kanada alle Adoptionen aus Nepal gestoppt hat.
 
 
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 Russland (14.06.2010, 02:25)
 
  Rund 700 000 Waisen hoffen im Riesenreich auf eine neue Familie. Doch die Behörden blocken.
http://www.welt.de
 
 
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 Adoption für Ältere - Ein Gesetz für Zauderer (14.06.2010, 02:01)
 
  Die Gesellschaft bringt immer ältere Eltern hervor. Ein entsprechendes Adoptionsgesetz wäre gerecht - und doch ein Schritt in die falsche Richtung.

Madonna hat es vorgemacht: Eine Adoption sollte keine Frage des Alters sein. Im Fall der Pop-Queen bedurfte es lediglich einer gewissen Penetranz - und der entsprechenden finanziellen Mittel.

Doch sollte man etwas tun, nur weil man es kann? Denn genau das ist der Weg, den die Bundesregierung mit einer Änderung der Adoptionsgesetze beschreitet. Künftig sollen auch über 40-Jährige die Möglichkeit zur Adoption bekommen. Das Argument: dem demographischen Wandel in Deutschland zu entsprechen. Mit anderen Worten: Weil die Menschen immer später Eltern werden, sollen sie auch später adoptieren dürfen.

Ist das wirklich die Lösung für die Tatsache, dass die Bundesbürger sich immer seltener zutrauen, Kinder dann zu bekommen, wenn sie es wollen - und nicht, wenn sie es sich leisten können?

Statt demographischen Trends hinterherzuhecheln, sollte sich die Regierung lieber fragen, warum sich unsere Gesellschaft so konsequent in diese Richtung entwickelt. Was macht es heutzutage so unattraktiv, in jungen Jahren eine Familie zu gründen - und so beängstigend? Woran liegt es, dass wir Kinder zunehmend als Risiko empfinden, das es bis zum Erreichen einer bestimmten Karrierestufe zu minimieren gilt?

Der medizinische Fortschritt und ihr trendiges Pendant, die Fitness- und Wellnessbewegung, mögen zu dem Trugschluss verleiten, dass der Termin für die Familiengründung beliebig verschoben werden kann. Dabei ist die späte Elternschaft nicht immer eine bewusste Entscheidung aus freien Stücken, sondern vielmehr die Summe aus dem Wunsch nach Selbstverwirklichung und Versorgungsängsten. Das alles gebettet in die trügerische Gewissheit: Die Medizin wird\'s schon richten.

Akt der Verzweiflung

Die Medizin richtet aber immer häufiger etwas, das unter Umständen keiner medizinischen Hilfe bedurft hätte - wenn die betroffenen Frauen sich früher zu einer Schwangerschaft entschlossen hätten. Die steigende Zahl der künstlichen Befruchtungen steht nicht nur als Indikator für die zunehmende Unfruchtbarkeit in fortgeschrittenem Alter, sondern für den unerschütterlichen Wunsch, sich dennoch fortzupflanzen. Die Verzweiflung, mit der manche Mütter Mitte 40 jede noch so zermürbende In-vitro-Behandlung auf sich nehmen, nachdem sie zehn Jahre lang dieses Bedürfnis unterdrückt haben, spricht für sich.

Dieses Dilemma kann aber nicht dazu führen, dass wir nun - das gilt für Adoptionen ebenso wie für künstliche Befruchtung - das Höchstalter immer weiter nach hinten schieben. Rein biologisch wird diese Zeit weiterhin begrenzt bleiben - ob wir Gesetze dafür erstellen oder nicht.

Das Recht auf ein Kind

Es steht außer Frage, dass ältere Menschen ein Recht auf Elternschaft haben. Und Frauen ein Recht auf eine künstliche Empfängnis. Doch hier geht es nicht um Recht, sondern um Möglichkeiten. Es geht um die Frage, wann es klug ist, diese Möglichkeiten auszuschöpfen - und wann Dekadenz und Missbrauch beginnen.

Eine Regierung, die nicht imstande ist, das Vertrauen ihrer Bürger in die Familie zu stärken - sei es finanziell, sei es in ihrem Image -, sollte ihre Familienpolitik hinterfragen. Stattdessen erweitert sie die Zuständigkeit und die Verantwortung für Familie lieber um eine Bevölkerungsgruppe, die diese Aufgabe besser erfüllen: den beruflich etablierten, mit Events gesättigten Bürger.

Wenn nicht einmal der eigene Staat seinen jungen Leuten zutraut, eine Familie durchzubringen, wie sollen die jungen Familien selbst sich diesen Schritt zutrauen? Rein ökonomisch betrachtet wäre es durchaus begrüßenswert für den Bundesfinanzhaushalt, wenn Eltern erst dann eine Familie gründen, wenn sie sich etabliert haben - das gilt auch für Adoptiveltern. Aber kann das ein Motiv sein?

Habe ich alles erreicht

Mit dem neuen Vorschlag der Regierung haben wir uns einen weiteren Schritt von dem entfernt, was wir wirklich brauchen: eine gesunde Familienpolitik, die Zuversicht vermittelt und die Menschen dazu ermutigt, Kinder zu bekommen, wenn die Zeit dafür gekommen ist. Und die ist nicht unbedingt abhängig von ökonomischen Aspekten und der Frage: Habe ich auch genug erlebt und alles erreicht, was ich wollte?

Immer mehr Menschen beklagen sich, dass die Gesellschaft beherrscht wird von einem \"Höher-schneller-weiter\"-Mantra. Doch die Gesellschaft, das sind wir. Und deshalb ist nicht nur die Regierung gefragt, die auf diese Entwicklung reagiert. Sondern jeder Einzelne von uns. Wir müssen uns der Frage stellen, warum wir den Glauben daran verloren haben, dass Kinder - wie hieß das noch in den Generationen zuvor - \"mitlaufen\" können.

Die Antwort: Wir sind nicht bereit, Prioritäten zu setzen. Wir wollen alles - und wenn nicht auf einmal, dann hübsch hintereinander. Und am Ende, wenn wirklich alles andere erledigt, ausgelebt und erreicht ist, da steht die Familiengründung. Schließlich ist sie es, die - da sind wir uns ganz sicher - die Luft rausnimmt, und dann geht erst mal nichts mehr.

Doch genau da liegt die Krux: Je älter wir werden, desto schwerer fällt uns der Verzicht. Sind wir erst einmal einen bestimmten Lebensstandard gewöhnt, wollen wir nicht mehr zurück. Und verwechseln das mit \"können nicht zurück\". Kinder kosten Geld, keine Frage. Doch wenn wir nicht allmählich umdenken und bereit sind, für sie zurückzustecken, statt im Vorfeld Geld anzuhäufen, werden sie bald Luxus sein. Und den können sich bekanntlich nur wenige leisten.
sueddeutsche.de
 
 
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 Singapur (14.06.2010, 01:36)
 
  Lt. einer Untersuchung in Singapur, stehen die meisten Singapurer einer Adoptionen offen gegenüber. Allerdings sind 69 Prozent der Meinung, dass man einem adoptierten Kind von der Adoption auch erzählen sollte, hierbei sollte das Kind allerdings mindestens 16 Jahre alt sein. 72 Prozent der Singapurer glauben, dass es am besten sei, gegenüber Freunden und Nachbarn zu verschweigen, dass das Kind adoptiert ist.
http://news.xin.msn.com
 
 
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 News aus Indien (11.06.2010, 01:16)
 
  Am High Court in Bombay wurde diese Woche festgestellt, dass die Vorwürfe gegen das Kinderheim Preet Mandir ernst zu nehmen seien. Untersuchungen hatten zu dem Ergebnis geführt, dass Preet Mandir in betrügerischer Absicht Kinder an ausländische Paare vermittelt hatte. Ebenso war eine provisorische Unterkunft für notleidende Frauen gegründet worden, um an die Kinder von unverheirateten Müttern zu kommen.

 
 
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 Adoption - „Sie bleiben meine Eltern“ (09.06.2010, 03:34)
 
  Isabel und Natalie sind als kleine Kinder adoptiert worden. Darum wurde nie ein Geheimnis gemacht. Dieser offene Umgang mit ihrer Adoption entkrampft viel.

07. Juni 2010 Es ist für mich ja nicht so, dass ich täglich aufwache und mein erster Gedanke ist, dass ich adoptiert bin“, sagt Isabel Voss, die ihre leiblichen Eltern noch nie gesehen hat. Der einzige Anhaltspunkt, den sie hat, ist der Name ihrer leiblichen Mutter. „Von meinen Freunden werde ich oft gefragt, ob es für mich nicht seltsam ist, nicht bei meinen leiblichen Eltern zu leben und sie nicht einmal zu kennen. Auch werde ich dann ungläubig angeschaut, wenn ich antworte, dass ich mich bis zu meinem 17. Lebensjahr mit dieser Frage kaum auseinandergesetzt habe“, sagt Isabel. „Für mich war es völlig normal, mit diesem Wissen aufzuwachsen, und ich bin meinen jetzigen Eltern sehr dankbar, dass sie mir von klein auf nicht verschwiegen haben, dass ich adoptiert bin“, sagt die 18-jährige Schülerin eines Böblinger Gymnasiums, die mit ihren dunklen Augen, dem bräunlichen Teint und den schwarzen gekräuselten Haaren leicht südländisch aussieht.

Voller Hoffnung nach Rumänien
Dass Isabel heute in Deutschland lebt, verdankt sie einer Dokumentation im Fernsehen, in welcher es um Adoption von ausländischen Kindern ging, die ihre Adoptiveltern vor zwanzig Jahren eines Abends eher zufällig gesehen haben. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sich der damals 36-jährige Diplomingenieur Günther Voss und seine 35-jährige Frau Monika Knee-Voss, eine Hauptschullehrerin, immer wieder die Frage gestellt, wie sie ihren Kinderwunsch verwirklichen könnten. Denn selbst konnten die zierliche Frau mit dem mittellangen Haar und ihr Mann, mit Bart und hoher Stirn, keine eigenen Kinder bekommen. Voller Hoffnung machten sie sich auf den Weg nach Rumänien, wo sie in einem Kinderheim Natalie, Isabels ältere Schwester, kennenlernten und adoptierten. Ein Jahr später reisten die Eltern nach Kolumbien, um in Bogotá aus einer Pflegefamilie ein vier Monate altes Mädchen zu adoptieren, das sie Isabel nannten. „Da wir beide keine leiblichen Kinder unserer Eltern sind und sie nie ein Geheimnis aus unserer Herkunft gemacht haben, kamen wir wahrscheinlich gut mit dieser Familiensituation zurecht“, meint Isabel. „Oftmals war es sicher auch für meine Eltern schwierig, die Situation zu erklären. Genauso ist es für viele Freunde und Bekannte generell ungewöhnlich, dass ein Kind oder gar zwei adoptiert werden. Wenn diese dann auch noch aus dem Ausland kommen, empfinden das viele als befremdlich.“ Doch Isabels Eingliederung in den Freundes- und Familienkreis klappte hervorragend.

Den Spuren der Vergangenheit nachgehen
Isabel denkt nicht oft daran, dass sie adoptiert worden ist, gesteht aber, dass sie sich nicht sicher ist, ob sie nicht doch ihre leiblichen Eltern finden will. „Meine jetzigen Eltern werden für mich immer meine Eltern bleiben, und ich werde immer Mama und Papa zu ihnen sagen. Allerdings frage ich mich immer wieder, ob ich meinen leiblichen Eltern ähnlich sehe oder gleiche Charakterzüge besitze“, meint Isabel. Ihre ein Jahr ältere Schwester Natalie ist da anderer Meinung: „Ich mache mir wenig Gedanken zu meiner Adoption und habe bis jetzt auch nicht vor, mein Leben zu verkomplizieren, indem ich nach zusätzlichen Eltern suche.“

Isabel hingegen hat sich fest vorgenommen, nach dem Abitur ein freiwilliges soziales Jahr in Kolumbien zu machen, um dort eventuell den Spuren ihrer Vergangenheit nachzugehen. Vielleicht stößt sie ja dort mit Hilfe des Einwohnermeldeamtes oder eines Privatdetektivs auf ihre leiblichen Eltern oder kann ihre Mutter ausfindig machen. Auf die Frage, wie sie ihnen gegenübertreten würde, antwortet sie nachdenklich. „Ich weiß nicht genau, was ich ihnen als Erstes sagen werde. Doch ich habe nicht vor, ihnen Vorwürfe zu machen, dass sie mich weggegeben haben. Eher empfinde ich Dankbarkeit, dass sie mir die Möglichkeit gaben, ein besseres Leben in Deutschland zu führen, als es für mich in Kolumbien möglich gewesen wäre, denn schließlich ist die Armut in diesem südamerikanischen Land sehr groß.“ Diese Dankbarkeit, die sie ihren Eltern gegenüber empfindet, unterscheidet Isabel genauso wie Natalie von ihren gleichaltrigen Freundinnen, die oftmals schon wegen Nichtigkeiten mit ihrem Leben hadern. Zum Beispiel empfinden viele Mitschüler ihre eigenen Zimmer als viel zu klein.

Von Jessica Schwarz Lise-Meitner-Gymnasium, Böblingen
FAZ.NET
 
 
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 Eine Scheidung hebt eine Adoption nicht automatisch auf! (03.06.2010, 22:01)
 
  Eine Scheidung ist kein genereller Grund dafür, eine Adoption aufzuheben. Das gelte selbst dann, wenn durch die Scheidung der Kontakt des Kindes zu seinem Adoptivelternteil beendet wird. Das geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Köln hervor (Az.: 16 WX 227/08). Eine Adoption werde nur dann aufgehoben, wenn es dem Kindeswohl dient.

 
 
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 Jugendamt nimmt Mutter in der Klinik das Baby weg! (02.06.2010, 02:03)
 
  Das Kinderzimmer ist bereits eingerichtet: ein weißes Bettchen mit rosa Babyhimmel. Rosa Tapeten mit Herzen und „Hello Kitty“-Motiven. Doch die Eltern dürfen ihre Tochter niemals in den Schlaf wiegen. Das Jugendamt hat ihnen das Kind weggenommen – nur vier Stunden nach der Geburt! In der Klinik!

DARF EIN AMT EIN NEUGEBORENES SO FRÜH VON SEINER MUTTER TRENNEN?

Es passierte im Marienhospital in Bottrop (NRW). Vor sechs Tagen brachte Anita M. (19, Hartz-IV-Empfängerin) Töchterchen Emely zur Welt: 51 Zentimeter groß, 3620 Gramm schwer. Die Mutter: „Ein absolutes Wunschkind!“

Vater Jörg H. (39, Installateur im Krankenstand) war bei der Geburt dabei. Er sagt: „Anita war noch durch die Rückenmarksnarkose betäubt, als das Jugendamt im Zimmer stand. Die zwei Mitarbeiter stellten Anita ein Ultimatum – entweder ich oder das Baby. Sie wollten, dass sie in ein Mutter-Kind-Heim zieht, weg von mir.“
Die junge Mutter weigerte sich: „Ich sagte, dass ich mit Jörg UND Emely leben will. Ich stillte mein Baby und bin kurz spazieren gegangen.“ Als sie zurückkam, der Schock: Emely war weg! Sozialarbeiter hatten sie mitgenommen.

In einem Schreiben des Jugendamtes heißt es, die Mutter sei ihrer Rolle nicht gewachsen und „intellektuell auf der Grenze zur geistigen Behinderung“. Der Vater sei „durch seine aggressive und drohende Art“ aufgefallen.

Prof. Hans-Jürgen Schimke (62), Experte für Familienrecht: „Eine Wegnahme ist nur dann gerechtfertigt, wenn Gefahr für das Kind besteht. Dabei muss die Gefährdung nicht von den Eltern ausgehen. Es reicht aus, wenn sie nicht in der Lage sind, Gefahren zu erkennen oder abzuwehren.“
Das Jugendamt will sich bis zur Verhandlung vor dem Familiengericht am 2. Juni nicht äußern.
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Wie schlimm ist die Trennung fürs Kind?Psychologe Christian Lüdke erklärt: „Das Baby kann diese Situation nicht einordnen, merkt das nicht so richtig. Natürlich gibt es eine Bindung zwischen Mutter und Kind. Das Kind wird eine andere Entwicklung nehmen, als wenn es bei der Mutter geblieben wäre. Das muss nicht unbedingt schlecht sein. Wichtig ist jetzt, dass die Pflegeeltern dem Kind eine stabile Bindung geben.“
 
 
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 FDP will Adoptionen erleichtern - auch für Homosexuelle (02.06.2010, 01:35)
 
  Die FDP will angesichts sinkender Geburtenzahlen Adoptionen erleichtern. Bundestags-Fraktionsvize Miriam Gruß plädierte in der \"Welt am Sonntag\" dafür, die starre Altersgrenze abzuschaffen, wonach der Abstand zwischen Eltern und Kind derzeit nicht mehr als 40 Jahre betragen darf.
Dies könne auch dem Trend zur \"Beschaffung\" von Kindern im Ausland entgegenwirken. Auch in Bezug auf Leihmutterschaften solle Deutschland weniger restriktiv sein, verlangte die FDP-Familienexpertin. Die FDP will zudem, dass gleichgeschlechtliche Paare das Recht erhalten sollten, Kinder zu adoptieren.

Flexiblere Altersgrenzen
Auch Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) sprach sich für flexiblere Altersgrenzen aus. Ziel der Adoption sei ein funktionierendes Eltern-Kind-Verhältnis. Das könne aber nicht an starren Altersgrenzen festgemacht werden, sagte die Ministerin der Zeitung.

Adoptionsrecht für Schwule und Lesben
Ein Adoptionsrecht für Schwule und Lesben hält sie ebenfalls für angebracht: \"Wissenschaftliche Untersuchungen beweisen, dass Kinder in einer Lebenspartnerschaft genauso gut aufwachsen und sich entwickeln können wie in anderen Lebensgemeinschaften.\"
t-online.de
 
 
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 Achtung, Nachricht von Papa (30.05.2010, 23:45)
 
  Annäherung per Mausklick: Wenn adoptierte Kinder von ihren leiblichen Eltern per Facebook erfahren, ist die Freude nicht immer groß

Als endloses Spiel mit Masken und Pseudonymen wird die virtuelle Interaktion im Netz oft beschrieben. Wenn Datenschützer besorgt die Stirn darüber runzeln, was Teenager alles auf Facebook und Co. verraten, lachen viele junge Menschen und verweisen darauf, dass das doch alles nichts mit ihrem „echten Leben“ zu tun habe. Die Profilfotos sind bearbeitet, bis man einer Comic-Figur ähnelt. Fähigkeiten und Hobbys werden frei erfunden oder stark geschönt. Statt sich zu präsentieren, wie man ist, präsentiert man sich lieber, wie man sein möchte – eine Fantasiegestalt, ein besseres Netz-Ich.
Dass die Wirklichkeit im Internet aber manchmal auf unerwartete Weise in dieses Identitätenspiel einbrechen kann, zeigt eine aktuelle Debatte in Großbritannien. Dort berichten Jugendämter und Adoptionsagenturen laut Guardian von einem neuen Phänomen: Die leiblichen Eltern von Adoptivkindern, die bisher keinen direkten Kontakt mit ihrem Nachwuchs hatten, melden sich über Facebook. In der Regel läuft der Kontakt bei adoptierten Kindern oder jenen, die das Jugendamt aus Schutzgründen aus ihrer ursprünglichen Familie herausgenommen hat, über den Postweg. Die Adoptions­familie schreibt den leiblichen Eltern jährlich einen Brief, in dem sie über die Entwicklung des Kindes berichtet. Meist werden aktuelle Fotos beigelegt.

-Kurznachrichten mit Brisanz-

Kennt man aber etwa das genaue Geburtsdatum des Kindes, ist es oft ein Leichtes, es über seinen Facebook-Account aufzuspüren. Jugendpsychologen warnen jedoch vor den Folgen, die eine solche unvermittelte Kontaktaufnahme mit sich bringen kann. Die Jugendlichen erwarten in ihrem Postfach kurze Mitteilungen ihrer Freunde und lesen eine Nachricht, deren Tragweite kaum abzusehen ist. Eine Pflegemutter berichtete, dass ihre 16-jährige Adoptivtochter tagelang nicht ansprechbar war, nachdem ihr leiblicher Vater sie unvermittelt auf Facebook kontaktiert hatte. Eine besondere Brisanz bekommt die Debatte, weil etwa zwei Drittel der Kinder, die in anderen Familien leben, Fälle sind, in denen die Kinder von ihren leiblichen Eltern zuvor misshandelt oder missbraucht wurden. Oft können sich die Kinder daran aber nicht mehr erinnern, weil sie zur Zeit der Tat zu klein waren.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg könnte also nicht nur deutsche Datenschutzfreaks besänftigen, als er nun in der Washington Post Fehler eingestand. In den kommenden Wochen werde der Datenschutz verschärft, die Kontrolle der Nutzer vereinfacht, kündigte er an. Wie genau dies aussehen soll, ließ er ­allerdings erstmal offen.
(freitag.de)
 
 
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 Kasachstan (30.05.2010, 23:36)
 
  Das Erziehungsministerium in Kasachstan hat mitgeteilt, dass man vorerst keine neuen Adoptionsbewerbungen mehr akzeptieren will. Der Stopp solle so lange andauern, bis ein neues Adoptionssystem implementiert sei, welches sich an den Vorgaben des Haager Übereinkommens orientiere. Man rechnet damit, dass dies bis zum September 2010 geschehen sein wird. Laufende Adoptionsverfahren sind von dieser Regel nicht betroffen.
(kasachstannews)

 
 
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 Indische Leihmutter-Zwillinge dürfen nach Deutschland (29.05.2010, 03:03)
 
  Die kleinen Zwillinge einer indischen Leihmutter dürfen endlich nach Deutschland. Damit findet der juristische Kampf eines bayerischen Ehepaares nach mehr als zwei Jahren das erhoffte Ende. \"Die Visa sind heute ausgestellt worden\", bestätigte die Deutsche Botschaft in Neu Delhi. Das ARD-Hörfunkstudio Südasien hatte unter Berufung auf die Anwältin des bayerischen Ehepaares berichtet, die deutschen Behörden würden eine Einreise ermöglichen.

-Deutsche Staatsbürgerschaft nach Adoption-
Die Zwillinge waren Anfang 2008 in Indien von einer Leihmutter geboren worden. Die deutschen Behörden verweigerten den Kindern Reisepässe, da Leihmutterschaften nach deutschem Recht verboten sind. Die Behörden in Indien, wo Leihmutterschaft legal ist, stellten den Kindern nach monatelangen Debatten Reisedokumente aus, die nun von der Botschaft mit deutschen Visa versehen wurden. Anwältin Kamini Jaiswal sagte, sobald die Zwillinge in Deutschland seien, könnten die Eltern das Adoptionsverfahren beginnen. Nach einer Adoption würden die Kinder automatisch die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten.
\"Einmalige Aktion aus humanitären Gründen\"
\"Ich fühle Erleichterung für die beiden Kinder, deren Schicksal lange in der Luft hing\", sagte Jaiswal der ARD. \"Ich bin sehr glücklich, dass die Bundesregierung positiv reagiert hat, indem sie die Visa ausgestellt hat. Das wird eine Menge Probleme lösen.\" Sie hoffe, dass die Kinder schnell sesshaft würden. Mitte März hatte das Oberste Gericht in der Hauptstadt Neu Delhi das zuständige Ministerium für Frauen und Kinder dazu aufgefordert, alle \"Möglichkeiten zu prüfen\", um der Familie aus Bayern zu helfen. Die Richter machten jedoch deutlich, es sich dabei um eine \"einmalige Aktion aus humanitären Gründen\" handele.

Eltern hatten Gesetzeslage falsch interpretiert
Der Vater, der anonym bleiben wollte, hatte der ARD im März gesagt, er habe die Gesetzeslage vor der Geburt der Kinder so interpretiert, dass Leihmutterschaft in Deutschland verboten sei. Seine Kinder seien aber im Ausland zur Welt gekommen. Das Auswärtige Amt weist auf seiner Homepage allerdings ausdrücklich darauf hin, dass Kinder von Leihmüttern im Ausland mit deutschen \"Wunscheltern\" keine deutsche Staatsangehörigkeit durch Geburt erwerben.

Die Schuldgefühle bleiben
Der Vater hatte seit der Geburt der Kinder in Indien um deren Ausreise nach Deutschland gekämpft. Mitte März hatte er in einem ARD-Interview mit Blick auf die Leihmutterschaft vor Nachahmung gewarnt. Wenn er damals gewusst hätte, was er heute wisse, wäre er nie nach Indien gereist. \"Die Schuldgefühle sind natürlich immer da. Diese zwei Jahre, das möchte ich keinem wünschen, was wir da durchgemacht haben und immer noch durchmachen.\" Allein die Kinder gäben ihm und seiner Ehefrau Kraft.
t-online.de
 
 
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 Heimkinderschicksale in der DDR (29.05.2010, 01:52)
 
  Heimkinderschicksale in der DDR
Suhl - Mit einem Vortrag unter dem Titel \"Sehnsuchtsfetzen\" und einer Ausstellung greift die Suhler Außenstelle der Birthler-Behörde am kommenden Montag ein unrühmliches Kapitel DDR-Geschichte auf - das Schicksal der ehemaligen Heimkinder. Manfred May, Mitarbeiter der Thüringer Beratungsinitiative, hat seit Juni 2009 im Auftrage des Thüringer Ministeriums für Soziales, Familie und Gesundheit mit sehr vielen Betroffenen gesprochen. In seinem Vortrag wird er die Eindrücke schildern und Tendenzen aufzeigen. Gleichzeitig werde eine Ausstellung gezeigt, die das Einzelschicksal von fünf Heimkindern dokumentiert, gibt Monika Aschenbach, die kommissarische Leiterin der Suhler Außenstelle, Auskunft.
Vortrag und Ausstellung finden vor dem Hintergrund der im Mai vergangenen Jahres gefällten Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes statt. Das Gericht sah grundsätzlich die Anwendbarkeit des Strafrechtlichen Rehabilitierungsgesetzes auch auf Heimeinweisungen der ehemaligen DDR als gegeben an, wenn damit aus Gründen politischer Verfolgung oder anderen sachfremden Zwecken eine rechtsstaatswidrige Freiheitsentziehung angeordnet worden war. Im Gegenzug gaben damals sehr viele Heimkinder ihr jahrzehntelanges Schweigen auf. \"Dabei trat in Dimension und Intensität unerwartet ein Problem zutage, dem sich die Gesellschaft stellen muss\", so Monika Aschenbach.
Zum Vortrag, der 19 Uhr beginnt, laden Birthlerbehörde, VHS und das Thüringer Archiv für Zeitgeschichte alle interessierten Bürger in die Außenstelle, Weidbergstraße 34, ein.
 
 
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 Resolution zu Missbrauch (29.05.2010, 01:45)
 
  Resolution zu Missbrauch
Caritas zieht zurück

Im Grund waren sich alle einig: \"Wir sind zutiefst bestürzt über die schrecklichen Fälle von sexuellem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen sowie Kindesmisshandlungen, begangen durch Vertrauenspersonen unter dem Dach von Kirchen, Schulen oder Kinderbetreuungseinrichtungen\", heißt es im Entwurf zu einer Resolution, der der Frankfurter Rundschau vorliegt. Um die Verurteilung sexueller Übergriffe jeglicher Art geht es in dem Papier; darum, dass betroffene Institutionen für eine rasche und rückhaltlose Aufklärung zu sorgen haben und überführte Täter nicht mehr in der Kinder- und Jugendarbeit eingesetzt werden sollen.

Unterzeichnen sollten das Papier die Träger der Jugendhilfe, Träger stationärer Betreuungseinrichtungen sowie die Kirchen im Main-Taunus-Kreis. Der CDU-Kreisbeigeordnete und Jugenddezernent Michael Cyriax hatte dazu alle an einen Tisch geholt - \"um ein kraftvolles Zeichen in der Öffentlichkeit zu setzen\", wie er sagt. Gemeinsam war der eineinhalb Seiten lange Text ausgearbeitet worden. Doch dann machte die Caritas Frankfurt einen Rückzieher.

Die Organisation, die das Vincenzhaus in Hofheim betreibt, in dem es in den 1950er und 60er Jahren Fälle von Misshandlungen und Missbrauch an Heimkindern gab, klinkte sich aus der Runde aus. Begründung: Der Verband habe im April im Zuge konkreter Missbrauchsvorwürfe ehemaliger Heimkinder ausführlich in der Öffentlichkeit über sein Vorgehen in diesen Fällen, seine Präventionsrichtlinien und die konkreten Maßnahmen im Kinderheim berichtet.

Vorwürfe, die Caritas wolle \"Gras über die Sache wachsen lassen\" und die Vorfälle verschweigen und in Vergessenheit geraten lassen, wie dies in einem anonymen Schreiben an die FR angedeutet wird, weist Caritasdirektor Hartmut Fritz mit aller Entschiedenheit zurück. Fritz ist überzeugt: \"Die Mehrheit der Teilnehmer an der Runde konnte unsere Argumentation nachvollziehen.\" Für die katholische Kirche bestätigt dies der Dekan Andreas Unfried.

Anders sein Amtskollege Dekan Eberhard Kühn von der evangelischen Kirche: Er bedauere es zutiefst, dass keine Einigung über die Veröffentlichung zustande kam und die Resolution am Ende durch einen anonymen Briefeschreiber der Presse zugespielt wurde, sagte Kühn der FR. Umso mehr als es in der Sache an sich nicht den Hauch eines Dissenses gegeben habe. \"Ich bin absolut sicher, dass alle in der Sache völlig einer Meinung sind.\" Kühn hält es für wichtig, \"dass die Öffentlichkeit erfährt, wie die Kirche - die evangelische und die katholische - mit dem heißen Eisen Missbrauch umgeht.\"
Quelle: Frankfurter Rundschau/fr-online.de

 
 
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 Nepal - Warnung des US-Außenministeriums (27.05.2010, 00:24)
 
  Schwerwiegende Bedenken gegen die Zuverlässigkeit des nepalesischen Adoptionssystems äußerte das US- Außenministerium und warnte am 26.5.10 “dringend” vor Adoptionen in Nepal.  
 
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 Guatemala (26.05.2010, 03:45)
 
  Bei allen Auslandsadoptionen wird Guatemala zukünftig einen DNA- Abstammungsnachweis der Kinder einholen. (The Washington Post)
 
 
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 Warum kein Kind adoptieren? (25.05.2010, 02:19)
 
  Nach dem neuem Bevölkerungsbericht der Vereinten Nationen steigt die Zahl der Adoptionen kontinuierlich an. Jährlich werden für 260.000 Kinder neue Eltern eingetragen. Allein 127.000 dieser - und damit die hälfte aller - Adoptionen zählten die Statistiker in den USA. China folgt mit 48.844 und Russland mit 23.108. Deutschland liegt mit 5668 Fällen auf Platz sechs zwischen Großbritannien und Spanien. Insgesamt konzentrieren sich mehr als 86 Prozent aller Adoptionen auf gerade einmal zehn Länder. Internationale und nationale Adoptionen
Ein Drittel der Fälle in Deutschland waren, laut den UN-Zahlen von 2002, internationale Adoptionen. Dabei seien die meisten Kinder aus Russland gekommen. Bei den 3749 nationalen Adoptionen haben in 3489 Fällen ein Stiefvater oder eine Stiefmutter den Antrag gestellt. Mit 797 Adoptionen auf 100.000 Geburten liegt Deutschland zwar deutlich über dem Durchschnitt, aber weit hinter dem Spitzenreiter USA mit 3156.
Wenn ein neuer Partner ein Kind annimmt
Bei den meisten Adoptionen - international wie national - wird das Kind von seinem Stiefvater oder seiner Stiefmutter angenommen. Dabei handelt es sich beispielweise um Kinder aus der ersten Ehe eines neuen Partners. Knapp 85 Prozent der Adoptionen spielten sich innerhalb eines Landes ab. Internationale Adoptionen gewännen aber gerade in den Industriestaaten an Bedeutung. Das habe auch damit zu tun, dass die Zahl der Waisen in den entwickelten Ländern abnehme und die Zahl der Paare, die nach einem Kind suchen, steige.
Wunschalter und -geschlecht
Die meisten Kinder werden nach dem UN-Bericht aus Asien und Osteuropa nach Nordamerika und Westeuropa vermittelt. Internationale Adoptionen seien auch deshalb so beliebt, weil die vermittelbaren Kinder in den eigenen Ländern selbst zumeist älter seien als von Paaren gewünscht. Die künftigen Eltern seien in der Regel im Alter zwischen 30 und 44 Jahren, die Kinder in knapp zwei Drittel der Fälle jünger als fünf. Weltweit werden dem Bericht zufolge mehr Mädchen als Jungen vermittelt. Zum einen werden in einigen der Länder verstärkt Mädchen zur Adoption freigegeben. Zum anderen sei es so, dass viele Eltern Mädchen für leichter erziehbar halten. Manche Eltern würden aber auch erwarteten, dass ein Mädchen ihnen mehr im Haushalt hilft.
T-online.de
 
 
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 Kuckuckskinder – Eine Lebenslüge fliegt auf (25.05.2010, 02:15)
 
  \"Mother’s baby, father’s maybe“ - das englische Sprichwort bringt die Situation zweifelnder Väter auf den Punkt. Ein Kuckuckskind großzuziehen, über Jahre angelogen und getäuscht zu werden, diese Vorstellung ist furchtbar und schmerzt. Sind die Zweifel einmal da und werden genährt durch eine andere Haar- oder Augenfarbe oder Aussagen von Bekannten wie: \"Na, der sieht dir aber gar nicht ähnlich, ganz die Mama, oder?“ lassen sich diese Zweifel auch so schnell nicht wegwischen. Was können zweifelnde Väter tun? Wie läuft ein Anfechtungsverfahren und welche Rechte haben Sie, wenn ihre Zweifel bestätigt werden?
Purer Zufall führt Alptraum ans Licht

Häufig sind die Zweifel von Vätern unberechtigt – doch manchmal eben auch nicht. Der Alptraum dieser Männer kommt häufig durch einen puren Zufall ans Licht. Es soll eine mögliche Erbkrankheit ausgeschlossen werden oder eine Knochenmarks- oder Organspende passt nicht, weil keine Verwandtschaft vorliegt. Es gibt zwar keine genauen Zahlen, wie viele Väter „fremde“ Kinder aufziehen, Schätzungen von der \"Interessengemeinschaft für Abstammungsgutachten\" in Dortmund gehen jedoch davon aus, dass jedes zehnte in Deutschland geborene Kind nicht vom angenommenen Vater ist. In Berlin, so mutmaßen Experten, könnte gar jedes fünfte Neugeborene ein Kuckuckskind sein. Eine britische Studie aus dem Jahr 2005 besagt, dass in Europa eine „Kuckuckskinder“-Rate von 3,7 Prozent bestehe. Ist der Verdacht bestätigt, bricht für die Väter eine Welt zusammen. Neben dem enttäuschten Vertrauen geht es für sie auch um viel Geld, da oft jahrelange Unterhaltsleistungen erfolgt sind.
Vaterschaftstest nicht gleich Vaterschaftstest

Die beruhigende Nachricht vorweg: Nur rund 20 Prozent der durchgeführten Vaterschaftstests bestätigen eine Scheinvaterschaft. Trotzdem ist die Zahl der durchgeführten Tests hoch. Pro Jahr werden etwa 10.000 bis 15.000 Tests von Gerichten zur Klärung in Auftrag gegeben. Eine Statistik, wie viele private Vaterschaftstests in Auftrag gegeben werden, gibt es nicht. Die Schätzung liegt bei etwa 40.000 bis 50.000 pro Jahr, mit oder ohne Einwilligung der Mutter oder des Kindes. Doch auch, wenn manche Väter so verzweifelt sind, dass sie heimliche Tests durchführen lassen, vor Gericht zählen sie nicht. Das neue Gendiagnostikgesetz vom April 2009 verbietet heimliche Vaterschaftstests sogar - wer sie durchführt, macht sich einer Ordnungswidrigkeit schuldig, die mit bis zu 5000 Euro bestraft wird. Doch die Rechte der Väter wurden mit einem vorangegangenen Gesetz gestärkt. Um nicht jeden zweifelnden Vater in Konflikt mit dem Gesetz zu bringen, erleichterte der Bundestag mit dem \"Gesetz zur Klärung der Vaterschaft unabhängig vom Anfechtungsverfahren\" den Anspruch auf Vaterschaftstests. Das im April 2008 in Kraft getretene Gesetz ermöglicht es, die genetische Abstammung eines Kindes unabhängig vom Willen der Mutter oder des (volljährigen) Kindes feststellen zu lassen. Die Rechte der Väter wurden gestärkt, da der Gesetzgeber die Frage, von wem ein Kind abstamme für eine Familie von existentieller Bedeutung ansah. Der rechtliche Vater möchte wissen, ob er auch der biologische Vater ist. Das Kind möchte wissen, von wem es abstammt, und zuweilen möchte auch die Mut­ter Klarheit schaffen. Zum Schutz des Kindes wurde allerdings eine Härtefallregelung eingebaut. So kann in Ausnahmefällen die Überprüfung der Abstammung ausgesetzt werden, wenn das betroffene Kind nicht der psychischen Belastung eines solchen Vaterschaftstests ausgesetzt werden soll.
Scheinväter auch Zahlväter?

Kinder sind teuer. Bis zum 18. Lebensjahr kommen nach Richtlinien der Düsseldorfer Unterhaltstabelle selbst bei Geringverdienern über 50.000 Euro zusammen. In vielen Fällen ist die Vater-Kind-Beziehung so stark, dass der Scheinvater den gezahlten Unterhalt nicht zurückfordert und Papa bleiben möchte. Doch manche Männer fühlen sich belogen und betrogen und brechen die Beziehung zum Kind ab - und fordern das geleistete Ziehgeld vom leiblichen Vater ein. Das geht erst, wenn aufgrund einer Anfechtung rechtskräftig festgestellt ist, dass der Ehemann nicht der Vater des Kindes ist - dann erlischt die Vaterschaft und mit ihr die Unterhaltspflicht. Ein „neuer“ Vater muss festgestellt werden, der künftig und rückwirkend für sein Kind Unterhaltszahlungen leisten soll. Dem Scheinvater steht somit Anspruch auf einen sogenannten „Scheinvaterregress“ gegen den leiblichen Vater zu. Auch Unterhaltsleistungen, die dem Kind in Form von Wohnraum und Betreuungsleistungen gewährt wurden, werden dabei in Geld geschätzt.
Vater bleiben trotz negativem Test?

Eine weitere wichtige Änderung brachte das \"Gesetz zur Klärung der Vaterschaft unabhängig vom Anfechtungsverfahren\" für Väter und Kinder. Bis dahin zerriss die Bindung des Scheinvaters und des Kindes. Der Vater verlor automatisch seine Rechte und Pflichten, wenn sich herausstellte, dass er nicht der leibliche Vater des Kindes war. Auch für das Kind hatte dies dramatische Folgen. Es verlor den Unterhaltsanspruch, konnte sich nicht mehr über den Vater krankenversichert und hatte auch keine Ansprüche auf Waisenrente oder das Erbe. Mit der aktuellen Gesetzeslage bleibt es dem Mann überlassen, wie er auf ein negatives Testergebnis reagiert. Entscheidet er sich aufgrund der engen Beziehung dafür, Vater für das Kind zu bleiben, ist das problemlos möglich. Der Scheinvater kann die gesetzliche Vaterschaft aber auch aufheben, wenn sich im Verfahren herausstellt, dass er nicht der leibliche Vater des Kindes ist. Dann stehen ihm keinerlei Rechte als Vater mehr zu, er muss aber auch keine Pflichten (zum Beispiel Unterhaltszahlungen) mehr erfüllen.
T-online.de
 
 
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 Russland (20.05.2010, 01:52)
 
  Auch russische Medien berichten über das Strafverfahren gegen Verantwortliche der Vermittlungsstelle ICCO. Dabei prognostiziert der Kinderrechtsbeauftragte des russischen Präsidenten das kommende Ende von Adoptionsvermittlungen russischer Kinder ins Ausland. In 5-10 Jahren würden wohl keine Vermittlungen ins Ausland mehr durchgeführt.

http://www.trud.ru
 
 
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 Stellungnahme von ICCO (20.05.2010, 01:47)
 
  Auf seiner Internetseite nimmt der ICCO Stellung zur Frage, ob im Falle von Vermittlungen aus Russland illegaler Kinderhandel vorgelegen habe.
Näheres unter: http://www.icco.de/icco/Startseite.html
 
 
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 Das Leben! - Enisas Sehnsucht - Tagebuch eines Wiedersehens (18.05.2010, 16:54)
 
  Als Enisa elf Jahre alt war, wurde ihre ganze Familie im Morgengrauen nach Montenegro abgeschoben - nach zwölf Jahren Aufenthalt in Deutschland.
Enisa konnte in Nordhorn bleiben, denn sie war von Heidi und Dieter K. adoptiert worden, während ihre minderjährigen Brüder Schule und Ausbildung für immer verloren. Sie arbeiten nun auf einer Müllhalde, um zu überleben. Enisa kann das Leben eines deutschen Kindes aus dem Mittelstand weiterführen. Das deutsche Paar und Enisas Familie waren zehn Jahre lang fast so etwas wie eine Großfamilie - Heidi K. hatte die erst 23-jährige allein erziehende fünffache Mutter lange unterstützt und alle Kinder gefördert und gefordert. Das kinderlose Ehepaar hatte die fünf hübschen Roma-Kinder und die junge Mutter wie eigene Familienmitglieder angenommen, die Kinder wuchsen mit zwei Müttern auf: der Eigenen und Heidi.

Als der Balkankrieg zu Ende war, wurde dann die Abschiebungsbedrohung immer stärker - die junge Mutter zerbrach daran und musste in die Psychiatrie. Enisa, das kleinste Kind und einzige Mädchen, wurde vom Ehepaar K. rechtmäßig adoptiert. \"Wenn wir jünger gewesen wären, hätten wir sie alle adoptiert: ALLE!\" wiederholen Dieter, 60 Jahre, und Heidi K., 63 Jahre, oft. Sie engagierten sich sehr stark politisch und in der Flüchtlingsarbeit - doch alles war vergebens: Die Abschiebung wurde umgesetzt - ein Schock, der für alle immer noch tief sitzt. Fünf Jahre nach der Trennung sehen Heidi, Dieter und Enisa \"ihre Familie\" zum ersten Mal wieder.

\"Enisas Sehnsucht - Tagebuch eines Wiedersehens\" ist das ergreifende Protokoll einer Reise an den Rand Europas, die Chronik eines Wiedersehens Enisas mit ihrer Mutter an einem Ort, wo kein \"Weißer\", wie die Nicht-Roma genannt werden, normalerweise seinen Fuß hinsetzt. Es war eine bewegende Begegnung zwischen Hoffnung und Verzweiflung, zwischen Glück und Trauer - denn alle wussten: Sie hatten nur eine Woche Zeit zusammen.
 
 
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 Adoptionsvermittlung wegen Kinderhandels angeklagt (18.05.2010, 16:45)
 
  NDR exklusiv
Eine Hamburger Adoptionsvermittlung steht im Verdacht, widerrechtlich Kinder aus Russland nach Deutschland vermittelt zu haben. Nach vierjähriger Ermittlung hat die Staatsanwaltschaft Hamburg nach Informationen von NDR 90,3 und NDR Info jetzt Anklage gegen drei Hauptverantwortliche des Vereins International Child\'s Care Organisation (ICCO) wegen gewerbsmäßigen Kinderhandels erhoben.

In dem Fall geht es um kleine Kinder aus Russland, die zwischen 2003 und 2006 von Paaren in Deutschland adoptiert wurden. \"Die Staatsanwaltschaft hat Anklage erhoben wegen 30 Fällen von verbotener Kindervermittlung. Hierbei handelt es sich überwiegend um Mädchen und Jungen, die heute schätzungsweise zwischen fünf und zehn Jahre alt sind. Diese Kinder stammen nach unseren Erhebungen entweder aus sozial schwierigen Verhältnissen oder waren Waisenkinder\", sagte der Sprecher der Hamburger Staatsanwaltschaft, Wilhelm Möllers. Die Kinder waren Möllers zufolge zwar zur Adoption freigegeben, dem Verein habe jedoch die notwendige Erlaubnis der russischen Behörden gefehlt. \"Zum einen hatte der Verein keine Lizenz, in Russland selbst tätig zu werden, und zum anderen war es dem Verein nach unseren Erkenntnissen und nach unserer Beurteilung verboten, über die Zwischenschaltung einer dritten Person, hier eines amerikanischen Unternehmens, Adoptionen durchzuführen.\"

Kinder dürfen bei Adoptiveltern bleiben
Die adoptionswilligen Eltern zahlten für ein Kind zwischen 10.000 und 20.000 Euro, nach Informationen des NDR manchmal sogar mehr. Für die deutschen Familien hat das Verfahren nach Angaben der Staatsanwaltschaft keine Auswirkungen, sie dürfen ihre Kinder behalten. Möllers: \"Die Adoptionen sind rechtswirksam, die Kindern leben bei ihren Adoptiveltern in Deutschland, und wir hoffen, dass es den Kindern gut geht.\"
Zweifel an Seriosität der Vermittlungspraxis von ICCO
Das hofft Rolf Bach von der Gemeinsamen Zentralen Adoptionsstelle in Norddeutschland auch. Für den Behördenleiter ist ICCO seit Langem ein rotes Tuch. Er entzog dem Verein bereits vor vier Jahren die Lizenz. Mehrfach hatten sich adoptionswillige Eltern über die Praktiken des Vereins gewundert. \"Und wir haben aus verschiedenen Herkunftsstaaten - Nepal, Haiti, Vietnam, Madagaskar, Südafrika - Beschwerden von örtlichen Gerichten, Regierungsstellen, aber auch von Kinderheimen, zum Teil auch von leiblichen Eltern erhalten, die große Zweifel an der Seriosität der Vermittlungspraxis von ICCO begründet haben\", sagte Bach.

Angeklagten drohen Haftstrafen bis zu zehn Jahren
ICCO darf zwar keine Kinder mehr vermitteln, aber Eltern können sich theoretisch nach wie vor an den Verein wenden. Bach: \"Die werbliche Adoptionsvermittlung ist verboten. Beratung, Information kann jeder Mann, jede Frau anbieten, auch gegen Entgelt.\" Den drei Angeklagten, die alle ihre Schuld bestreiten, droht eine Haftstrafe zwischen sechs Monaten und zehn Jahren.

Autorin/Autor: Kathrin Erdmann
Stand: 17.05.2010 19:45
 
 
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 Prozess im Landgericht Hildesheim (18.05.2010, 16:23)
 
  Vater missbraucht Tochter bei 1. Treffen nach 10 Jahren

Von MIRKO VOLTMER
Was hat dieser Vater seinem Kind angetan! Erst hatte er jahrelang keinen Kontakt zu seiner Tochter. Und als sie endlich ihren leiblichen Vater kennen lernen wollte, fiel er über sie her: Beim Wiedersehen versuchte er, sein eigenes Kind zu vergewaltigen!

Das Familien-Drama – gestern vorm Landgericht Hildesheim. Äußerlich ungerührt betritt der Vater (52) den Saal, hört sich die Anklage an. Der Vorwurf: sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen.
Opfer Steffi M. (20, Name geändert) hatte ihren Vater zuletzt 1997 gesehen. Zehn Jahre später, im November 2007, fasste die damals 17-Jährige spontan den Entschluss, ihn übers Wochenende in seiner Wohnung in Gifhorn zu besuchen.
Steffi M. zu BILD: „Er war sehr nett, wir unterhielten uns.“ Für die Nacht bietet der Vater sein Bett an, will auf der Couch schlafen. Arglos nimmt das Mädchen das Angebot an. „Abends kam er ins Zimmer, setzte sich aufs Bett“, schildert die 20-Jährige. Die Stimmung kippt. Angetrunken von ein paar Flaschen Bier, fragt er nach dem Sexualleben seiner Tochter, stellt Pornosender im TV an.
Der Vater zieht sich aus, begrapscht seine Tochter. Verzweifelt wehrt sie sich.
Nach der Schreckensnacht tut der Vater so, als wäre nichts geschehen: „Er sagte zu mir: „Guten Morgen, mein Engel.“ Steffi M. zeigte ihn noch am selben Tag an.
Im Prozess räumte er gestern über seinen Verteidiger die Vorwürfe ein: „Ich hatte Medikamente genommen, ein Alkoholproblem. Ich möchte mich entschuldigen.“

Mildes Urteil für den gelernten Tischler: 18 Monate Haft auf Bewährung, 1400 Euro Geldbuße.

Steffi M. trug einen seelischen Knacks davon. Die angehende Erzieherin konnte ihre Ausbildung nicht fortsetzen: „Aus mir wurde ein Hartz-IV-Fall.“ Jetzt ist sie in Therapie, hofft auf einen Neustart. Mit ihrem Vater hat sie abgeschlossen: „Ich will nichts mehr mit ihm zu tun haben.“
Bild.de
 
 
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 Zahl der Geburten weiter gesunken (18.05.2010, 01:12)
 
  Wiesbaden/Hamburg. Der Geburtenrückgang in Deutschland hat sich auch 2009 fortgesetzt. Die Zahl der lebend geborenen Kinder sank um 24 000 oder 3,6 Prozent im Vergleich zu 2008. Das gab das Statistische Bundesamt am Montag bekannt.
Insgesamt kamen nach den noch nicht endgültigen Zahlen im vergangenen Jahr 651 000 Kinder in Deutschland zur Welt.
Für Familienministerin Kristina Schröder (CDU) sind die Zahlen kein Grund zur Beunruhigung.
«Entscheidend für die Einordnung der aktuellen Geburtenzahlen ist, dass es heute weniger Frauen gibt - und damit natürlich auch weniger Geburten», erläuterte Schröder in einer Mitteilung.
Berechnungen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden zeigen, dass in den vergangenen zehn Jahren die Zahl Frauen im Alter von 15 bis 50 Jahren um fast eine Million zurückgegangen ist.
Trotz des Geburtenrückgangs bleibt der Ministerin zufolge die Geburtenrate, also die Zahl der Kinder pro gebärfähiger Frau, weitgehend stabil. Das sei eine gute Nachricht, sagte sie. Eine Nachricht, die das Statistische Bundesamt jedoch noch nicht bestätigen kann. «Zum jetzigen Zeitpunkt auf Geburtenraten zu schließen, ist verfrüht», sagte ein Mitarbeiter am Montag. Endgültige Zahlen liegen erst im August vor.

Im Jahr 2008 lag die Geburtenrate bei 1,38. Der Wert wuchs im Jahr 2008 um 0,01 im Vergleich zum Vorjahr. Höher war die Rate zuletzt 1990, als sie bei 1,45 lag.

Die Sterbefälle sind 2009 etwa auf dem Stand des Vorjahres geblieben. Die Statistiker verzeichneten einen geringfügigen Rückgang um 0,2 Prozent oder 2000 auf 842 000 Tote. Damit wurden im vergangenen Jahr rund 190 000 Kinder weniger geboren, als Menschen gestorben sind. Dieser sogenannte Saldo aus Geburten und Sterbefällen hatte 2008 noch 168 000 betragen.

Konstant geblieben ist nach den Angaben der Statistiker auch die Zahl der Eheschließungen. 376 000 Paare haben 2009 in Deutschland geheiratet, im Jahr zuvor waren es etwa 1000 weniger. Insgesamt gab es Anfang 2009 in Deutschland 82 002 356 Einwohner.
Frankfurter Neue Presse -
http://www.fnp.de/fnp/welt/vermischtes/zahl-der-geburten-weiter-gesunken_rmn01.c.7698051.de.html

 
 
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 Bulgarien - 62-Jährige bekommt gesunde Zwillinge (18.05.2010, 00:40)
 
  Eine 62-jährige Bulgarin hat Zwillinge zur Welt gebracht. Sie ist damit die älteste Mutter in ihrem Heimatland. Eine Adoption war der Psychiaterin aus Altersgründen zuvor verboten worden.

Sofia - Die Mädchen Mary und Jacqueline wurden in der nordbulgarischen Stadt Plewen per Kaiserschnitt auf die Welt geholt. Die gesunden Säuglinge würden 500 und 900 Gramm wiegen, berichtete die Zeitung \"24 Tschassa\".
Die 62-Jährige war per künstlicher Befruchtung schwanger geworden. Sie hatte sich befruchtete Eizellen einer anderen Frau einsetzen lassen. Ursprünglich hatten sich drei Embryonen entwickelt, einer habe im vierten Schwangerschaftsmonat operativ entfernt werden müssen.

Der Psychiaterin aus der Donaustadt Russe war zuvor die Adoption eines Kindes wegen ihres Alters verweigert worden. Deshalb hatte sie sich zu der künstlichen Befruchtung entschieden. Nun wolle sie \"in Rente gehen\", hieß es in dem Bericht.
Ähnlich späte Geburten nach künstlichen Befruchtungen hatte es zuvor unter anderem in Rumänien, Großbritannien, Spanien, Indien und in der Türkei gegeben. Den Weltrekord als späte Erstgebärende hatte 2006 die Spanierin Maria del Carmen Bousada aufgestellt. Sie brachte mit 67 Jahren Zwillinge zur Welt. Bousadas Schwangerschaft hatte weltweit eine Ethik-Diskussion darüber ausgelöst, wie weit mit medizinischer Hilfe natürliche Grenzen verschoben werden dürfen. Im Sommer 2009 starb die Frau, ihre Kinder sind Vollwaisen.
Spiegel.de
 
 
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 Exportgut Kind (16.05.2010, 22:15)
 
  „Eine Familie in Äthiopien hat viele Kinder und kein Geld, um sie zu ernähren. Eine deutsche Familie hat Geld und will ein Kind. Ein Geschäft mit Kindern, welches von den Menschenrechtsaktivisten kritisiert wird. Zu recht, denn es ist ein Geschäft mit der Hoffnung.
taz.de
 
 
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 Achtung - Adoptiveltern für TV-Reportage gesucht (16.05.2010, 00:42)
 
  Annina Harstick arbeitet als Redakteurin für eine TV-Produktionsfirma mit Sitz Köln und sucht für eine RTL-Reportage mit Katia Saalfrank („Die Super Nanny“) Familien, welche bereit dazu wären sich medial begleiten zu lassen. Das Thema der Reportage ist „Adoption“. Im Rahmen der TV-Reportage soll der Alltag der Familien und Paare, die schon ein Kind adoptiert haben, begleitet und über ihre Erfahrungen berichtet werden. Des Weiteren möchte die Redaktion auch Familien und Paare kennen lernen, die schon eigene Kinder haben und ein weiteres Kind adoptieren möchten. Wie kann ich ein Kind adoptieren? Welche Anforderungen werden an die Adoptiveltern gestellt? Wie alt dürfen Adoptiveltern sein? An wen welche Stellen und Behörden muss ich mich wenden? Wie lange dauert eine Adoption und was kostet sie? Wo kommt mein Kind her? Welche Ängste und Sorgen haben die zukünftigen Eltern? Wie kommen sie mit ihrem plötzlichen Zuwachs zurecht? Der Fokus der Reportage liegt darauf, den Alltag der Adoptivfamilien kennen zu lernen. Besucht werden die Familien von Katia Saalfrank, die ihre Adoptionsgeschichte in einem Gespräch kennen lernt und das Familienleben mit ihrem Adoptivkind miterlebt. Annina Harstick freut sich sehr über Antworten, gerne auch nur zu einem unverbindlichen Vorab-Gespräch: E-Mail: anninah@tresor.tv, Telefon: +49 221 91246823.  
 
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 Dänemark erlaubt Homo-Paaren Adoption (16.05.2010, 00:40)
 
  In Dänemark dürfen künftig gleichgeschlechtliche Paare gemeinsam Kinder adoptieren. Das hat das Parlament gegen den Willen von Ministerpräsident Lars Lökke Rasmussen und Justizminister Lars Barfoed beschlossen. Für den Gesetzesvorschlag der Liberalen Allianz war nicht nur die gesamte linke Opposition, auch fünf Abgeordnete der rechtsliberalen \"Venstre\"-Partei des Ministerpräsidenten stimmten gegen ihren Chef. Damit sind in Dänemark künftig hetero- und homosexueller Paare im Adoptionsrecht gleichgestellt. Die Stiefkindadoption ist in Dänemark schon seit März 2009 möglich.  
 
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 terre des hommes fordert entschiedenes Handeln gegen Ausbeutung von Kindern (16.05.2010, 00:38)
 
  Das internationale Kinderhilfswerk terre des hommes beteiligte sich an einer Konferenz zu ausbeuterischer Kinderarbeit in Den Haag am 10. und 11. Mai. Dort haben die Internationale Arbeitsorganisation (IAO), Regierungen, Arbeitgeber und Gewerkschaften zu einem verstärkten Kampf gegen die schlimmsten Formen der Kinderarbeit aufgerufen.
Im Jahr 2000 hatte die IAO die Konvention 182 verabschiedet, um Kinder vor gefährlicher Arbeit, Sklaverei, Prostitution und Rekrutierung als Soldat zu schützen. Nach Angaben der IAO gibt es inzwischen einige Fortschritte, allerdings arbeiten weltweit immer noch etwa 200 Millionen Mädchen und Jungen unter ausbeuterischen Bedingungen. terre des hommes fordert entschiedenes Handeln gegen die Ausbeutung von Kindern und begrüßt, dass die IAO-Konferenz die öffentliche Aufmerksamkeit auf diesen Skandal lenkt. „Die Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft müssen sich entschiedener gegen die Ausbeutung von Kindern engagieren. Kinder, die verkauft, versklavt und ausgebeutet werden, leiden Tag für Tag. Alle, die an dieser unerträglichen Situation etwas ändern können, müssen jetzt gemeinsam dafür sorgen, dass Mädchen und Jungen in Würde aufwachsen können“, sagte Barbara Küppers, Kinderarbeitsexpertin bei terre des hommes. Als Folge der Wirtschaftskrise und des drastischen Anstiegs der Lebensmittelpreise in Entwicklungs- und Schwellenländern können immer mehr Familien sich den Schulbesuch ihrer Kinder nicht mehr leisten. Weltweit können 72 Millionen Kinder keine Grundschule besuchen, und müssen mit ihren Familien jede Arbeit annehmen, um zu überleben. terre des hommes appelliert an die Bundesregierung, bei der Entwicklungszusammenarbeit einen deutlichen Schwerpunkt auf die Förderung von Grundbildung zu legen. Gefordert ist zudem ein Aktionsplan zur Integration von Sozialstandards, wie das Verbot von Kinderarbeit, in das öffentliche Beschaffungswesen von Bund, Ländern und Kommunen. Für Rückfragen und Interviews: terre des hommes-Pressereferat, Tel.: 05 41 / 71 01-126; Barbara Küppers mobil: 01 71 / 3 70 55 33. Weitere Informationen unter: http://www.tdh.de/content/presse/pressemeldungen/detail.htm?&view=detail&id=316&year=2010.
 
 
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 Adoption und Scheidung (14.05.2010, 23:31)
 
  Sandra Bullock: Kann ein Baby Ehemann Jesse James ersetzen?
Ehe kaputt, Scheidung eingereicht und nun ein Kind: In dieser Woche überraschte die Oscar-Preisträgerin mit der Nachricht, dass sie den drei­einhalb Monate alten Louis adoptiert hat. Ein Star auf der Suche nach einem Winzchen Trost!
Zwei Monate hat sie sich unsichtbar gemacht und zu den Schlagzeilen über ihren untreuen Mann geschwiegen. Doch was Sandra Bullock am heutigen Sonntag macht, lässt sich recht genau sagen, sie hat es gerade voller Stolz dem US-Magazin „People“ erzählt: „Du wachst auf, du fütterst, machst Bäuerchen, spielst, wäschst Wäsche...“

Überraschung! Sandra Bullock (45) hat ein Baby. Und was für ein süßes! Auf dem Cover des US-Magazins „People“ sieht man sie diese Woche strahlen wie schon lange nicht mehr. Zärtlich hält sie einen pausbäckigen Jungen hoch, der verwundert in die Kamera guckt. Der kleine Louis ist dunkelhäutig, dreieinhalb Monate alt, hat runde Bäckchen und jede Menge schwarzer Locken. Ein Adoptivkind aus New Orleans.
Und noch eine Überraschung hat sie parat: „Ja, ich habe die Scheidung eingereicht.“ Obwohl Bullock in dem Interview kein schlechtes Wort über ihren Noch-Ehemann Jesse James (40) verliert, lässt sie keinen Zweifel daran, dass sie auf ihn nach seinem Liebesverrat, der sie öffentlich demütigte, gut verzichten kann.

Kleine Erinnerung: Mitte März hatte ein sogenanntes Tattoo-Modell ausgeplaudert, dass es eine heftige Affäre mit dem Motorradmechaniker gehabt hätte. Die Enthüllung erwischte die Schauspielerin kalt und auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs. Sie hatte gerade den Oscar gewonnen, dankte ihrem Mann auf der Bühne überschwänglich für seine Unterstützung und muss sich für die glücklichste Frau der Welt gehalten haben. Der Tiefschlag saß. In den Wochen danach meldeten sich weitere angebliche Geliebte.
Nun hat Sandra Bullock eine neue Liebe gefunden, und wie man sieht, trocknet diese bereits ihre Tränen. Ein Baby gegen den Blues. Aber kann ein Kind die Liebe zu einem Mann ersetzen?
Dr. Drew Pinsky, ein Therapeut aus Hollywood, äußert sich diese Woche zu der Frage und unterstellt der Schauspielerin eine Art Liebessucht. Sie brauche das Gefühl, geliebt zu werden, diese Rolle komme jetzt dem Baby zu. Vielleicht ist da sogar etwas Wahres dran. Bullock hat selbst mal gesagt: „Ich fühle mich immer zu der Person am meisten hingezogen, die mich am meisten braucht.“

Jetzt braucht Louis sie am meisten - vier Jahre lang hatten Bullock und ihr Mann sich um ein Adoptivkind bemüht, mit allem, was dazugehört: Papierkram, Anhörungen, Prüfung der familiären Situation. Ausgerechnet im Januar, wenige Wochen vor der hektischen Oscar-Verleihung, kam das Okay. Bullock geriet in Panik. Wie sollte sie das Baby und ihre Familie vor dem Medienansturm bewahren? Nur wenige Freunde und ihre Familie wurden eingeweiht, sie verhängte absolutes Redeverbot.
Dann der Augenblick in New Orleans, als Bullock den Kleinen zum ersten Mal sah. Alles, was sie sagen konnte, war: „Oh, da bist du ja. Es war so, als wäre er schon immer Teil unseres Lebens gewesen.“ Sie nannte ihn Louis – „Louis Armstrongs Song ,What A Wonderful World‘ ging mir dauernd durch den Kopf.“ In einer perfekt geplanten Geheimaktion wurde der Kleine nach Hause geholt.
 
 
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 Wenn Liebe alleine nicht ausreicht..... (12.05.2010, 17:30)
 
  Ellen McDaniels adoptierte 2001 ihre Tochter in Russland. Das Kind hatte zuvor fünf Jahre in einem Waisenheim gelebt und war auch bereits zuvor schon von 2 Ehepaaren adoptiert worden, die leider jedoch nicht mit ihm zurechtkamen. Später fanden die McDaniels heraus, dass das Kind sexuell missbraucht worden war und an schweren Persönlichkeitsstörungen litt. Eines Tages sagte die Adoptivtochter: “Stimmen in mir sagen mir, dass ich Sex mit kleinen Kindern haben soll und sie töten soll.“ Die McDaniels sagen heute: „Wir erlebten die Hölle“.

Mehr zum Thema hier: http://www.thespec.com/go/living/article/756991
 
 
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 Adoptierte treffen sich..... (11.05.2010, 22:47)
 
  Vom 28. September bis 02. Oktober 2010 treffen sich in Hongkong erwachsene chinesische Adoptierte.
Mehr dazu unter: http://www.adoptionsinfo.de/AdoptiertentreffenChina.jpg
 
 
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 Russland vermittelt weiterhin in die USA (11.05.2010, 22:43)
 
  Das russische Parlament hat einen Gesetzesvorschlag abgelehnt, nach dem Adoptionen von russischen Kindern in die USA gestoppt werden sollten.
http://www.nytimes.com
 
 
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 Selbsthilfegruppe für erwachsene Adoptierte (07.05.2010, 15:43)
 
  Im Zentrum Familie in Frankfurt gründet sich eine Selbsthilfegruppe für erwachsene Adoptierte. Der Treff soll ein regelmäßiges Forum bieten für alle Fragen rund um das Thema Adoption. Eine Sozialpädagogin, die selbst adoptiert wurde, leitet die Treffen.
***************************
Selbsthilfegruppe für erwachsene Adoptierte
Miteinander reden und gegenseitig unterstützen
Adoption ist ein lebenslanges Thema und in bestimmten Phasen erscheint es
existentiell wichtig. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft kann belastend
sein oder die Suche nach den leiblichen Eltern braucht Begleitung von
Gleichbetroffenen.
Unser offener Treff soll ein regelmäßiges Forum bieten für alle Fragen rund um das
Thema Adoption. Gleichbetroffene können einander zuhören und Anteil nehmen, sie
können aus der eigenen Erfahrung heraus Tipps geben oder konkrete
Unterstützungen bieten.
Eine Sozialpädagogin, die selbst adoptiert wurde, leitet die Treffen. Sie moderiert die
Gespräche und bietet ihr Fachwissen an, um persönliche Fragen zu bearbeiten.
Ambivalente Gefühle zur Herkunftsfamilie oder zu den Adoptiveltern, immer
wiederkehrende soziale Konflikte oder andere Aspekte, die in Zusammenhang
stehen mit der Adoption können zusammen betrachtet werden. Dabei geht es nicht
um Bewertungen, sondern um Akzeptieren des eigenen Lebenswegs. Denn jeder
Weg ist richtig und jede Lebensgeschichte ist wertvoll und wichtig.
Nähere Infos erhalten Sie über Frau Tepper unter der Tel-Nr.: 069/1501-139.
kostenfrei
Leitung: Yvonne Scholl, Sozialpäd. Familientherapeutin, selbst Adoptierte
Mittwochs von 20 – 22 Uhr
Die Termine: 16.06., 14.07., 18.08., 15.09., 6.10., 30.10., 17.11., 15.12. 2010.07.10 -
15.12.10
Nähere Infos unter 069 – 1501 139 (Maria Tepper)
Im
Zentrum Familie
Eschenheimer Anlage 21
60318 Frankfurt
Tel.: 069 1501 138
Fax 069 1501 203
Zentrum.familie@hdv-ffm.de
 
 
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 Mother and Child (07.05.2010, 15:40)
 
  In den amerikanischen Kinos läuft diese Woche das Adoptionsdrama Mother and Child an. In dem Film kreuzen sich die Wege dreier Frauen, deren Leben alle vom Thema Adoption geprägt sind.  
 
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 Dänemark und Brasilien erlauben Homo-Adoption (07.05.2010, 15:39)
 
  Homosexuelle Paare dürfen künftig in Dänemark gemeinsam Kinder adoptieren. Und in Brasilien hat der Oberste Gerichtshof ein zukunftsweisendes Urteil gefällt: Die Richter entschieden, dass ein lesbisches Paar zwei Kinder adoptieren darf.

 
 
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 Auch Volljährige geben bei Adoption ihren Geburtsnamen ab (04.05.2010, 18:55)
 
  Bei einer Adoption gibt der Adoptierte seinen Geburtsnamen zugunsten des neuen Familiennamens ab. Das gilt auch für Volljährige, erläutern die Notarkammern der fünf ostdeutschen Bundesländer außerhalb Berlins.

Ein Beispiel: Lässt sich ein Mann namens Klaus Heckel im Alter von 37 Jahren von einem Ehepaar Kirchner adoptieren, so ändere sich sein Name in Klaus Kirchner. Ist der Adoptierte verheiratet, erstreckt sich der neue Name nur auf den Ehenamen, wenn der Partner damit einverstanden ist. Lebt Klaus Heckel mit Hertha Heckel, geborene Nolde zusammen und schließt sie sich der Namensänderung an, so heißt sie fortan Hertha Kirchner, geborene Nolde. Lehnt sie die Namensänderung ab, ändere sich nur der Geburtsname von Klaus Heckel, nicht aber der Ehename, erläutern die Notarkammern. Die Eheleute heißen dann nach der Adoption des Mannes weiterhin Heckel.

Außerdem sei es möglich, aus dem alten und dem neuen Familiennamen einen Doppelnamen zu bilden. Klaus Heckel könne sich nach der Adoption also Klaus Kirchner-Heckel oder Klaus Heckel-Kirchner nennen. Voraussetzung dafür sei, dass der Adoptierte schwerwiegende Gründe anführen kann, erläutern die Notarkammern. Bei Volljährigen reiche es in der Regel, wenn sie belegen können, dass ihr bisheriger Name einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht hat.
http://www.maerkischeallgemeine.de
 
 
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 Verein Puente Peru (01.05.2010, 23:21)
 
  Puente Peru ist ein Verein für Menschen, die einen emotionalen Bezug zu Peru haben. Im Vordergrund der Vereinsarbeit steht die Hilfe für besondere Projekte, die Information über eines der vielseitigsten Länder der Erde und die Vernetzung von Eltern peruanischer Kinder. Adoptionen aus Peru sind nach der Haager Konvention möglich mit Hilfe der zentralen Adoptionsstellen der Landesjugendämter oder der anerkannten Auslandsvermittlungsstelle \"Eltern für Kinder\". Puente Peru vermittelt keine Adoptionen, bietet aber Informationen zum Thema Adoption aus Peru und koordiniert Kontakte von potenziellen Adoptiveltern, die ein Kind aus Peru adoptieren möchten mit Eltern, die bereits in der Vergangenheit aus Peru adoptiert haben. Außerdem bietet der Verein die Möglichkeit durch ein Forum und/oder durch direkte Kontakte mit Adoptivfamilien oder Adoptierten sich über Erfahrungen, Probleme oder adoptionsspezifischen Fragestellungen auszutauschen. http://www.puente-peru.de/  
 
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 Grönland: Haager Adoptionsübereinkommen (01.05.2010, 23:15)
 
  Ab dem 1.Mai 2010 gilt das Haager Adoptionsübereinkommen auch für Grönland. Das Auswärtige Amt teilt mit, dass Dänemark dem Niederländischen Außenministerium als Depositar des Haager Adoptionsübereinkommens von 1993 notifiziert hat, dass am 28.01.2010 der Geltungsbereich des Übereinkommens auf Grönland erstreckt wurde. Nach Artikel 46 des Übereinkommens tritt das Übereinkommen für Grönland am 1. Mai 2010 in Kraft.
 
 
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 Haiti akzeptiert wieder Adoptionsbewerbungen (01.05.2010, 00:01)
 
  Haitis Adoptionsbehörde, das Institut du Bien-être Social et de Recherches (IBESR) akzeptiert wieder Adoptionsbewerbungen für Kinder, die entweder vor dem 12. Januar 2010 als Waisen dokumentiert waren oder deren Eltern sie nach dem Erdbeben zur Adoption freigegeben haben.

 
 
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 Russland - Mehr Waisen als nach dem zweiten Weltkrieg (30.04.2010, 23:48)
 
  Jedes dritte Adoptivkind, so die Vorsitzende des Duma-Ausschusses für Frauen-, Kinder- und Familienangelegenheiten, Jelena Misulina, werde von seinen russischen Pflegeeltern ins Heim zurückgegeben. Derzeit sind es jährlich über 30 000. Die Zahl der Rückgaben liege höher, als die der Neu-Adoptionen. Das sei für die Kinder, von denen sich zuerst die Eigenen und dann auch noch die Adoptiveltern trennen, die blanke Katastrophe und eine moralische Bankrotterklärung der russischen Gesellschaft. Nicht die einzige übrigens, denn derzeit, so Misulina, gäbe es in Russland mehr Waisen als nach dem Zweiten Weltkrieg und viermal so viel, wie in Westeuropa.

www.maerkischeallgemeine.de
 
 
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 OLG München (29.04.2010, 22:32)
 
  Spricht das Amtsgericht die Adoption eines Volljährigen aus und lehnt es dabei zugleich den Antrag ab, die Wirkungen der Minderjährigenadoption auszusprechen, so ist diese Ablehnung - trotz der Unanfechtbarkeit des Adoptionsdekrets als solches - mit der Beschwerde anfechtbar. § 1772 Abs. 1 Satz 1 lit. b BGB setzt voraus, dass der Anzunehmende als Minderjähriger tatsächlich in der Familie des Annehmenden gelebt hat. Der Fall, dass dies gewollt, aber aus tatsächlichen oder rechtlichen Gründen nicht möglich war (hier: aus Gründen des Asylverfahrensrechts), steht dem nicht gleich (OLG München vom 08.04.2010 31 Wx 030/10, 31 Wx 30/10)

 
 
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 Russland erlässt Adoptionsverbot für US-Eltern (26.04.2010, 19:42)
 
  Moskau. US-Bürger können vorerst keine russischen Kinder mehr adoptieren. Mit dem Moratorium reagierte Moskau auf die skandalöse „Abschiebung“ eines sieben Jahre alten Jungen durch seine amerikanische Adoptivmutter.

Wie ein Sprecher der Behörde erklärte, gilt das Adoptions-Moratorium bis zum Abschluss eines bilateralen Vertrags mit den USA, in dem die Auslandsadoptionen detailliert geregelt werden. Dies soll vor allem die weitere Überprüfung und Beobachtung des Schicksals der Kinder bei ihren neuen Familien betreffen.

-Zahlreiche Todesfälle in Amerika-

Vor 2006, als Russland die Regeln für Auslandsadoptionen verschärfte, starben insgesamt zwölf russische Kinder an ihren neuen Wohnorten in den USA – meist durch Gewalt in den Familien. Seither wurden drei weitere Todesfälle gezählt.

Nach Angaben des US-Botschafters in Moskau werden über diesen Fragenkreis schon länger Verhandlungen mit Russland geführt. Eine Neuregelung sei in der Tat überfällig, so der Diplomat.

-Adoptivkind alleine zurückgeschickt-

Beim jüngsten Skandal ist niemand ums Leben gekommen – aber einem Adoptivkind wurde schwerer psychischer Schaden zugeführt: Die Mutter des sieben Jahre alten Artjom Saweljow setzte diesen in New York einfach in ein Flugzeug nach Moskau, weil sie mit dem Kind nicht klar kam.
Auf einem Zettel, den der nur noch schlecht russisch sprechende Junge bei sich hatte, stand, dass sie auf die Adoption verzichte. Artjom war von ihr vor fünf Monaten aus einem Kinderheim in Partisansk bei Wladiwostok adoptiert worden.

Gegenwärtig befindet sich das Kind in einem Moskauer Krankenhaus. Nach Angaben von Pawel Astachow, dem Kinderrechtsbeauftragten des russischen Präsidenten gibt es mehrere Familien, die sich bereits zur Adoption bereit erklärt haben - darunter auch eine russische und eine amerikanische Diplomatenfamilie, die beide zweisprachig seien.

-Unklarer Rechtsstatus des kleine Artjom-

Vor einer weiteren Entscheidung über sein Schicksal müsste aber erst die vorherige Adoption gerichtlich für ungültig erklärt werden.
Gegenwärtig gehört das Kind weiterhin offiziell der US-Familie Hansen. Diese lehnt aber bisher jeden Kontakt mit den Behörden ab.

Nach amerikanischer Sichtweise ist \"Justin Hansen\" inzwischen auch US-Bürger, ungeachtet seines noch vorhandenen russischen Passes.
Russland-Aktuell

 
 
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 Russland: Immer mehr Adoptivkinder zurück ins Heim (26.04.2010, 19:35)
 
  Moskau. In den letzten zwei Jahren hat sich die Zahl der Kinder, die von ihren Adoptiveltern zurück ins Heim gegeben werden, verdoppelt. Ein Grund dafür ist die „Kommerzialisierung“ dieser Sphäre.

Jelena Misulina, Vorsitzende des Duma-Ausschusses für Fragen von Familie, Frauen und Kindern, warnte am Freitag im russischen Parlament vor „gefährlichen Tendenzen“. Ihren Angaben zufolge sind in den letzten beiden Jahren 30.000 adoptierte Kinder von ihren Pflegeeltern zurückgegeben worden.
„Experten bezeichnen diesen Rückgabe-Boom als humanitäre Katastrophe, denn so ein Kind wird zwei Mal verstoßen – erst von den eigenen Eltern und dann von den Adoptiveltern“, so Misulina. Dies hätte sehr ernste Folgen auf die Persönlichkeitsentwicklung der betroffenen Kinder.

Diese massenhafte Rückgabe läge zum einen an der mangelnden Ausbildung und Anleitung der Pflegeeltern. Zum anderen nutzten viele die finanziellen Vorteile einer Adoption, wie sie in dem 2008 angenommenen neuen russischen Adoptionsgesetz festgeschrieben sind.
Kinder würden „wegen der materiellen Vorteile angenommen, und wenn die Vorteile ausgenutzt sind, ist es ein leichtes, das Kind abzuschieben“, erklärt Misulina. Laut der Ausschussvorsitzenden gibt es in Russland vier bis fünf Mal mehr Waisenkinder als in Westeuropa oder den USA.

Das Ausmaß der Tragödie belegen folgende Zahlen: Heute gibt es in Russland 697.000 Waisenkinder, in den vier Kriegsjahren 1941-1945 waren es insgesamt 678.000. In den letzten zehn Jahren wurden in Russland 1,5 Millionen elternlose Kinder gezählt.
Russland-Aktuell
 
 
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 Die Wirtschaftskrise läßt die Zahl der Adoptionen steigen (26.04.2010, 19:27)
 
  Steigende Adoptionsrate in der Region Rostock.

GÜSTROW/ROSTOCK - Die Zahl der Adoptionen in der Region steigt. \"Mit Hartz IV und in der Krise nehmen die Ängste zu\", sagt Marlene Hensel von der Rostocker Adoptionsvermittlungsstelle, die auch zuständig ist für die Landkreise Güstrow und Bad Doberan. Zur Zeit gebe es mehr Adoptionsfreigaben als noch in den 90er-Jahren, beobachtet Hensel. Soziale Härte und Verunsicherung bewegen Mütter dazu, ihre Säuglinge abzugeben.
Im Landkreis Güstrow wurden 2009 elf Kinder in Adoptivfamilien vermittelt, ein Jahr zuvor waren es sieben. Im gesamten Zuständigkeitsbereich der Rostocker Adoptionsvermittlungsstelle wurden im vergangenen Jahr 26 Säuglinge zur Adoption freigegeben. Bundesweit sinkt die Zahl seit Jahren kontinuierlich. 4200 Kinder wurden 2008 in Deutschland adoptiert, sieben Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor.
Die Zahl der Bewerber um ein Adoptivkind dagegen steigt. \"Bundesweit sind es derzeit weit über 10 000 Paare\", sagt Marlene Hensel. In der Rostocker Adoptionsvermittlungsstelle gehen täglich Bewerbungen von Paaren ein. Hauptgrund sei die eigene Kinderlosigkeit.
Für die leiblichen Eltern, meist die Mütter, spielen vor allem materielle Überlegungen eine Rolle, ihre Säuglinge zur Adoption freizugeben. \"Sie wünschen sich für ihre Kinder das, was sie selbst nicht haben, finanzielle Absicherung und eine harmonische Partnerschaft\", sagt Marlene Hensel. Diese Mütter sollten daher auch nicht an den Pranger gestellt werden. \"Sie sorgen mit ihrer Entscheidung dafür, dass ihre Kinder einen angemessenen Weg gehen können\", so Hensel.

-Menschen haben ein Recht auf Ihre eigene Identität-

Als Adoptiveltern kämen deshalb auch nur Paare in Frage, \"die sich ein Kind auch leisten können\". Nach deutschem Gesetz hätten zwar auch Alleinstehende das Recht, ein Kind zu adoptieren. Aber die Chancen für Einzelbewerber stünden auch aus finanzieller Sicht deutlich schlechter. \"Uns ist wichtig, dass ein Elternteil gerade am Anfang viel Zeit für das Kind hat, notfalls seinen Beruf zeitweise aufgibt\", sagt Marlene Hensel. Psychologen wissen heute, dass selbst Neugeborene durch die Trennung von der leiblichen Mutter ein Trauma erleiden. \"Sie spüren, dass sie nicht da ist. Das speichert sich ins Unterbewusstsein\", so Hensel. Um so wichtiger sei es, dass Adoptiveltern akzeptieren, dass das angenommene Kind zwei Elternpaare habe. Dazu gehöre auch, dass Adoptiveltern die moralische Pflicht haben, ihr Kind über seine Herkunft nicht zu belügen, sondern aufzuklären. Bewerber würden in Gesprächen und Seminaren darauf vorbereitet. In manchen Fällen gebe es auch Kontakt zu leiblichen Müttern.
Heute seien Eltern in diesem Punkt ohnehin offener. Es gebe aber immer noch Erwachsene, die nicht wissen, dass sie adoptiert sind. \"Diese Lüge ist, wenn sie rauskommt, das schlimmste für die Adoptierten. Jeder Mensch hat ein Recht auf seine eigene Identität\", sagt Hensel. Eine Hauptarbeit der Adoptionsvermittlungsstelle sei, bei der Identitätsfindung zu helfen. Mit 16 hätten Jugendliche das Recht, ihren Geburtseintrag einzusehen. Der werde spätestens bei einer Eheschließung ohnehin benötigt. Hensel und ihre Kollegen vermitteln Kontakte zu leiblichen Eltern und Geschwistern. Auch sie hätten ein moralisches Recht darauf, ihre zur Adoption freigegebenen Angehörigen zu treffen - in diesem Fall aber nur nach Zustimmung der Adoptierten.
Die Rostocker Behörde vermittelt ausschließlich Säuglinge. Später stimmten Eltern, auch bei Entzug des Sorgerechts, kaum noch Adoptionen zu, auch Waisen würden häufig zu Pflegekindern.

SVZ.de
 
 
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 Informationen zur Volljährigenadoption (24.04.2010, 02:19)
 
  Spricht das Gericht die Adoption eines Volljährigen aus und lehnt es dabei zugleich den Antrag ab, die Wirkungen der Minderjährigenadoption auszusprechen, so ist diese Ablehnung - trotz der Unanfechtbarkeit des Adoptionsdekrets als solches - mit der Beschwerde anfechtbar. Die Annahme eines Volljährigen mit den Wirkungen einer Minderjährigenannahme kann ausgesprochen werden, wenn der Anzunehmende bereits als Minderjähriger in die Familie des Annehmenden aufgenommen worden ist. Notwendig ist dafür zum einen die räumliche Aufnahme, zum anderen, dass bereits während der Minderjährigkeit faktisch ein Eltern-Kind-Verhältnis entstanden ist. Der Fall, dass dies gewollt, aber aus tatsächlichen oder rechtlichen Gründen nicht möglich war (hier: aus Gründen des Asylverfahrensrechts), steht dem nicht gleich (OLG München, Beschluss vom 08.04.2010, Az. 31 Wx 30/10)

 
 
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 ICCO - Adoptionstreffen (20.04.2010, 23:52)
 
  Die ehemalige Vermittlungsstelle ICCO veranstaltet vom 10.9.10 bis 12.9.10 ein Adoptivelterntreffen in Köln / Riehl.

 
 
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 Buchtipp: Jedes Kind ist ein Geschenk (20.04.2010, 23:49)
 
  Elisabeth Stenmans ist eine beeindruckende Frau. Sie hat es gewagt, wovor die meisten Menschen zurückschrecken würden. Neben zwei leiblichen Kindern hat sie im Laufe der Jahrzehnte 32 Kinder von vier Kontinenten angenommen, etliche behindert oder traumatisiert adoptiert. In ihrem Buch erzählt sie eindringlich und auf berührende Weise, wie sie ihre Kinder gefunden hat, mit welchen Schwierigkeiten sie zu kämpfen hatte, wie das Zusammenleben in einer so großen Familie funktioniert, und nicht zuletzt davon, wie bereichernd das Leben mit Kindern sein kann.

 
 
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 Adoptiveltern und ihre depressiven Symptome (16.04.2010, 01:35)
 
  Viele Mütter und auch Väter leiden nach der Geburt ihres Nachwuchses an einer Depression. Was viele nicht wissen, auch viele Adoptiveltern verfallen nach der Aufnahme eines Kindes in niedergeschlagene Stimmung. Die Ursache hierfür liegt einer Studie zufolge, oft an übersteigerten und unrealistischen Erwartungen an die Elternschaft. Die Forscher der Purdue Universität im US-Staat Indiana befragten neben Experten, auch 21 Elternpaare. Diese hatten nach einer Adoption depressive Symptome wie Schwermütigkeit, Interesselosigkeit, Müdigkeit oder Schuldgefühle entwickelt. \"Man hört viel über die Kindbettdepression nach einer Entbindung, aber das emotionale Wohl von Adoptiveltern nach der Aufnahme eines Kindes wird nicht thematisiert\", sagte Studienleiterin Karen Foli. Wie die Forscherin im \"Western Journal of Nursing Research\" berichtete, haben viele Eltern überhöhte Erwartungen - an sich selbst, an ihre Freunde und Verwandten und nicht zuletzt auch an das Kind. \"Manche Eltern rechnen nicht damit, dass die Bindung zum Kind zum Kampf werden kann oder dass Verwandte und Freunde ihnen bei eventuell auftretenden Problemen viel weniger Unterstützung anbieten als leiblichen Eltern\", sagt Foli. Trotz der rigorosen Vermittlungsverfahren stellt sich immer wieder heraus, dass manche Adoptiveltern nicht ausreichend auf die Bedürfnisse der Kinder vorbereitet sind. Stellt sich dann auch noch vollkommen unvorbereitet Enttäuschung ueber das Adoptivkind ein, reagieren manche Väter und Mütter mit Schuldgefühlen, über die viele dann auch aus Scham nicht reden. Dabei sei es gerade dann wichtig, mit Freunden oder Experten über solche Probleme sprechen zu können, betont Foli.

 
 
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 Russland will Adoptionen erschweren (15.04.2010, 01:37)
 
  Der Fall Artjom zwingt Moskau zum Handeln

Moskau/Berlin - Der Fall Artjom, oder Justin, wie er in den USA hieß, hat die Geduld Russlands aufs Äußerste strapaziert. Daran lässt der russische Außenminister Sergej Lawrow keinen Zweifel. Ein in die USA adoptierter russischer Junge, der wie ein Paket postwendend und allein im Flugzeug wieder in seine alte Heimat zurückgeschickt wird, nachdem er seiner neuen amerikanischen Familie zu sehr zugesetzt hatte, das kann Russland nicht auf sich sitzen lassen. Nach dem Vorfall vom vergangenen Donnerstag will Moskau deshalb jetzt Adoptionen russischer Kinder durch US-Bürger vorerst einfrieren.
Bevor ein russisches Kind je wieder das Land in Richtung USA verlässt, darauf besteht Moskau, muss ein zwischenstaatliches Abkommen her, das die Verpflichtungen von Adoptiveltern peinlich genau regelt. Moskau, so Außenminister Lawrow, bemühe sich seit langem um ein derartiges Abkommen. Denn Artjom ist nicht der erste Fall, der für Schlagzeilen sorgte. Bereits mehrfach hatten Medien von russischen Kindern berichtet, die nach ihrer Adoption in den USA schwer misshandelt wurden, es gab sogar Todesfälle. Moskau, sagte Präsident Dmitri Medwedew in einem Interview mit einem amerikanischen TV-Sender, könnte weitere Adoptionen in die USA verbieten. Schärfe Auflagen, strengere Gesetze und gründlichere Prüfungen könnten die Folgen sein. Auch für adoptionswillige Paare in europäischen Staaten. Deutsche Adoptionsagenturen, die Kinder aus Russland vermitteln, sehen auf jeden Fall härtere Zeiten für potenzielle Adoptiveltern hierzulande kommen; wie etwa Valentin Sorg, Vize-Vorsitzender der staatlich anerkannten Vermittlungsagentur „Zukunft für Kinder“. „Solche Vorkommnisse ziehen immer Folgen nach sich: mehr Bürokratie, härtere Auflagen, mehr Anforderungen an die Adoptiveltern“, sagt Sorg. Schließlich wolle der russische Staat die Kinder schützen. Deshalb, so befürchtet er, würden jetzt die Gesetze strenger gefasst. Aber nicht nur die politische Ebene werde reagieren. Auch in den russischen Richterbeschlüssen, die für eine Adoption nötig sind, werde man in Zukunft wohl „strengere Auflagen“ finden. Die Agentur „Global Adoption Germany“ sieht sogar jetzt schon direkte Auswirkungen des Falls Artjom in Deutschland. Deutsch-amerikanische Ehepaare, sagt der Vorsitzende des Trägervereins Stefan Duenschede, seien vom Stopp gleichfalls betroffen. Und auch er geht davon aus, dass die jährlich 200 bis 300 Adoptionen russischer Kinder nach Deutschland komplizierter werden. Eigentlich seien Deutsche zwar gut gelitten. „Aber künftig werden wohl noch mehr Gutachten und noch mehr Überprüfungen gefordert.“ Möglicherweise würden auch die staatlichen Auflagen von deutscher Seite noch verschärft. Eine verunglückte Adoption wie im Fall Artjom schade auf jeden Fall allen Seiten. Auch den vielen Kindern in den russischen Heimen.
Aus der Tagesspiegel.de

 
 
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 Kinder in Haiti (14.04.2010, 01:28)
 
  Weggegeben, verkauft, getauscht
Ein Bericht von Klaus Ehringfeld, veröffentlicht am 12.04.2010 in Panorama der STUTTGARTER ZEITUNG

Port-au-Prince - Da ist dieser verräterische Satz. \"Timoun se ti bête.\" Kinder sind Tiere. Vladimir Nevers sagt ihn mit einer Mischung aus Fassungslosigkeit und Scham. Denn der Satz wurde in seiner Sprache geboren. Im Kreolischen. In seinem Land: Haiti. Das Land, wo Kinder keine Rechte, sondern nur Pflichten haben. Das Land, das sich mehr als 200 Jahre nach der Abschaffung der Sklaverei noch moderne Kindersklaven leistet. Es sind die sogenannten Restavecs. Das Wort kommt vom Französischen \"rester avec\" - bei jemandem bleiben. In Haiti bedeutet es: für jemanden knechten. \"Wasser holen, saubermachen, Kinder hüten\", sagt Monsieur Nevers. Er ist Psychologe und arbeitet für die Duisburger Kindernothilfe in Haiti. Er betreut Restavecs. Ein Job mit viel Arbeit. 300.000 Kinder leben in dem karibischen Staat nicht bei ihren Ursprungsfamilien, sondern sie werden weggegeben, verkauft oder unter Verwandten getauscht. Und fast immer geschlagen.
Ein Morgen im April in Wharf Jeremie, einem der traurigsten Slums von Haitis Hauptstadt Port-au-Prince. Eingeklemmt zwischen Hafen und Container-Terminal. Vladimir Nevers geht durch die Rue Chopin, eine schmale Gasse, die nicht hält, was der Name verspricht. Hier reiht sich Blechhütte an Müllberg, Holzhütte an Erdbebentrümmer. Die Rue Chopin ist noch der bessere Teil von Wharf Jeremie.
Weiter unten, am Wasser, sind die Hütten auf Exkremente und Unrat gebaut. In Wharf Jeremie lebt in zwei von drei Familien ein Restavec. Bei dem Beben vor genau drei Monaten sind viele der armseligen Hütten umgefallen wie Kartenhäuser. Auch das Haus von Valentine Eska hat den Erschütterungen des Jahrhundertbebens nicht standgehalten. Das achtjährige Mädchen blieb unversehrt, weil es schnell aus dem Haus lief, als die Erde bebte. Seine \"Tante\" aber wurde von den Trümmern erschlagen. \"Tanten\" sind die Frauen, die fremde Kinder aufnehmen.
In der Schule gab es wenigstens Zuneigung.
Seither wohnt Valentine Eska bei einer anderen Tante in einem der Hunderten von Flüchtlingscamps, die es in Port-au-Prince seit dem Erdbeben gibt. Ihr neues Zuhause ist die Landebahn des alten, stillgelegten Flughafens, sie wohnt auf zehn Quadratmetern in einem Viereck aus Wellblech und Sperrholz. Ein schiefer Stock stützt die blaue Plane, die als Vordach dient. Vier weitere Kinder leben mit Valentine in der Hütte. Aber sie hat jetzt ein Bett, das sie sich mit einem anderen Kind ihrer neuen Tante teilt. In ihrer alten Familie schlief sie auf dem Boden.
Für die meisten Kinder von Wharf Jeremie war der tägliche Gang zur Schule die einzige Freude im traurigen Leben. Denn es gab Aufmerksamkeit, Zuneigung und eine warme Mahlzeit täglich. Und auch ein bisschen Unterricht. Seit dem 12. Januar, dem Tag des Bebens, gibt es in ganz Port-au-Prince praktisch nichts mehr davon, weil die Mehrzahl der Gebäude zerstört ist und das Erziehungsministerium
\"keinen Plan und keine Ideen\" hat, wie Vladimir Nevers sagt: \"Schöne Reden, leere Versprechen, mehr nicht.\" Seit Anfang April haben nur 15 Prozent der Schulen in der Millionenstadt wieder den Unterricht aufgenommen.
Die Zukunft sieht für die meisten Kinder düster aus.
Auch die Kinder von Wharf Jeremie warten noch, dass sie endlich wieder zur Schule dürfen. Bis es soweit ist, kümmert sich eine Kindertagesstätte, die von der evangelischen Kirche geführt und von der Kindernothilfe unterstützt wird, die Betreuung. 200 Kinder zwischen drei und 13 Jahren sitzen bei Saunatemperaturen dicht gedrängt unter einem Wellblechdach. Die Mädchen haben kleine Schleifen im Haar, die Jungs stecken in blauen Stoffhosen. Als der Besuch hereinkommt, schmettern die Kinder zur Begrüßung ein Lied, in das sie ihren ganzen Lebensmut und ihre ganze Lebenswut stecken. \"150 unserer Kinder sind Restavecs\", sagt die Betreuerin Rosanna Museau. \"Wir singen, tanzen und erzählen viel, um den Kindern über das Trauma des Erdbebens zu helfen. Viele kapieren noch immer nicht, was am 12. Januar passiert ist, warum sie ihre Eltern oder ihre Tanten verloren haben.\"
Auch Valentine hat lange gebraucht, um zu verstehen, warum sie eine neue Familie, ein neues Zuhause, aber die gleichen alten Aufgaben hat. \"Sie ist ihrem Lebensalter in der Entwicklung drei Jahre hinterher\", sagt Vladimir. Das Mädchen kam als Einjährige aus der Provinz in die Stadt und lebt seither als Restavec in Wharf Jeremie - über Valentines Schicksal hat die StZ bereits Anfang Februar berichtet. \"Sie malocht ihr ganzes Leben. Sie weiß nicht, was eine normale Kindheit ist.\" Aber was ist schon eine normale Kindheit in Haiti. Die Zukunft für Valentine, acht Jahre aus Wharf Jeremie, malt Nevers düster aus: \"Eine Schwangerschaft mit 13 oder 14, wenn sie vielleicht gerade ihren Namen schreiben kann. Eine Arbeit als Näherin oder Verkäuferin auf einem Markt\", sagt der Psychologe. \"Wenn sie Glück hat.\" Oder als Prostituierte. Wenn sie Pech hat.
 
 
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 Russland - USA (14.04.2010, 00:38)
 
  Wegen des Skandals um ein ohne Begleitung von den USA nach Russland zurückgeschicktes Adoptivkind werden diese Woche noch mehrere hochrangige US-Beamte nach Russland reisen, um zu verhindern, dass Auslandsadoptionen in die USA gestoppt werden. Währenddessen hat die Adoptivmutter des Kindes ihr Verhalten damit begründet, dass der Junge unberechenbar und gestört gewesen sei. Sie seien von dem russischen Waisenhaus über den Jungen belogen worden. Der Junge habe eine Liste von Menschen gemacht, die er verletzen wollte. Ganz oben auf der Liste: Seine Adoptivmutter.

 
 
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 Russland (12.04.2010, 19:53)
 
  US-Pflegeeltern schieben 7-Jährigen nach Russland ab.

Moskau - Ein neuer Pflegekinder-Skandal erschüttert die russisch-amerikanischen Beziehungen. Eine Pflegemutter hatte keine Lust mehr, sich um ihren siebenjährigen Sohn zu kümmern und setzte ihn ins Flugzeug nach Moskau.
Der siebenjährige Artjom Hansen (Solowjow) steht unter Schock. Vor fünf Monaten war er von einer US-Familie adoptiert worden. Nun hat ihn seine Pflegemutter einfach „weggeworfen“. Sie setzte ihn allein in ein Flugzeug nach Moskau. Dabei hatte er einen Rucksack, einen Lolli und einen Zettel. Auf dem Zettel stand, dass die „Mutter“ auf ihr Pflegekind verzichte, um ihre Nerven zu schonen und ihre Familie zu bewahren.
Einfach weggeworfen - Der kleine Artjom wusste bei seinem Transatlantik-Flug noch nicht, dass er abgeschoben wurde. Auf dem Moskauer Flughafen wurde er von einem Mann erwartet, der ihn zum russischen Bildungsministerium brachte. Dort war man sichtlich überrascht über diesen Gast.
Der Mann erklärte später, die (Pflege-)Großmutter habe ihn per E-Mail darum gebeten, den Jungen doch bitte abzuholen und ins Ministerium zu bringen. Genaue Einzelheiten wisse er nicht.
In Moskau sorgt dieser Fall für Schlagzeilen und Empörung. Sich auf diese Weise von einem Kind loszusagen, es einfach „wie ein Kätzchen auszusetzen“, sei zumindest grausam, urteilte der russische Kinderrechts-Beauftragte Pawel Astachow.
Das Kind ist schwer getroffen - Artjom wurde zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht.
„Körperlich geht es dem Jungen gut, aber moralisch ist er natürlich schwer mitgenommen, weil er allein reisen musste und nicht einmal wusste, dass die Familie auf ihn verzichtet“, teilte Larissa Bondarewa, Leiterin der Kinderfürsorge im Stadtbezirk Twerskaja in Moskau, mit. Nach Angaben der Behörden spricht der Junge nur noch sehr schlecht russisch. Es scheine, als habe er während seines mehrmonatigen Aufenthalts in den USA die Sprache fast völlig vergessen, erklärte Bondarewa. Nun wird eine neue Pflegefamilie für Artjom gesucht – allerdings in Russland. Das Ermittlungskomitee der Staatsanwaltschaft hat unterdessen die Untersuchungen aufgenommen, ob die Adoption überhaupt rechtens war.
Eine Debatte über ausländische Adoptiveltern ist nun auf geflammt -
Russland diskutiert derweil, ob es nicht ein generelles Adoptionsverbot für Ausländer geben solle. Die Debatte ist nicht allein durch diesen Fall ausgelöst worden. In den letzten Jahren sind immer wieder russische Adoptivkinder Misshandlungsopfer in US-Pflegefamilien geworden.
Erst vor einem Monat war der grausame Tod des siebenjährigen Wanja Skorobogatow aus Tscheljabinsk bekannt geworden. Der Junge war 2003 von dem amerikanischen Ehepaar Michael und Nanette Craver adoptiert worden. Der Junge starb im August letzten Jahres an Unterernährung und Misshandlungen.

Ein Bericht aus Russland-Aktuell vom 09. April 2010

 
 
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 Indien (09.04.2010, 21:37)
 
  Umorientierung von Adoptionswünschen bei adoptionswilligen Indern.

Immer mehr indische Paare adoptieren neuerdings ein Mädchen. Vor wenigen Jahren betrug die Warteliste für einen indischen Jungen noch 4-5 Jahre, während ein Mädchen schon oft nach zwei Wochen adoptiert werden konnte. Doch hier hat anscheinend ein Umdenkungsprozess statt gefunden, denn mittlerweile sind bereits 25 - 30 % der im Inland adoptierten Kinder, Mädchen.
 
 
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 China plant eine neue Adoptionsbehörde (09.04.2010, 21:29)
 
  Die chinesische Adoptionsbehörde, das \"China Center for Adoption Affairs\" soll Teil einer neuen Organisation werden, nämlich dem \"China Child Welfare Center (CCWC)\", das unter der Leitung des Ministeriums für Civil Affairs stehen soll. Das besondere an der neuen Organisation CCWC soll sein, dass sie nicht nur für Waisenkinder, sondern auch für Kinder mit speziellen Bedürfnissen, Kinder von Wanderarbeitern, Kinder von Alleinerziehenden und Kinder aus verarmten Familien zuständig sein wird. Allerdings steht noch nicht fest, wann diese Änderung umgesetzt werden soll.

 
 
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 Vortbestand des Verwandtschaftsverhältnis (23.03.2010, 18:59)
 
  Der BGH hat mit Urteil vom 11.11.2009 entschieden, dass bei der Adoption eines Volljährigen durch den Ehegatten des überlebenden Elternteils das Verwandtschaftsverhältnis zu der Familie des verstorbenen Elternteils fortbesteht.
 
 
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 Guatemala (21.03.2010, 23:06)
 
  Guatemala wird im Juni diesen Jahres, nach einer zweijährigen Unterbrechung, wieder Kinder ins Ausland vermitteln.
 
 
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 Indien (19.03.2010, 23:57)
 
  Die 18-jährige Anisha Mortel lebt alleine in Deutschland, nachdem sich ihre deutschen Adoptiveltern getrennt haben. Und ihre indische Mutter behauptet, Anisha sei vom Kinderheim ins Ausland verkauft worden, nachdem man ihr ihre Tochter gestohlen habe.

Mehr dazu hier: http://www.timesnow.tv/Debate-Children-or-commodities---1/videoshow/4340839.cms
 
 
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 PFAD FÜR KINDER seit 20 Jahren aktiv (19.03.2010, 23:47)
 
  PFAD FÜR KINDER setzt sich regional und landesweit für Pflege- und Adoptivfamilien ein.

PFAD FÜR KINDER ist Ansprechpartner für Politiker, Gesetzgeber, Behörden, Institutionen und alle Personen

Mehr dazu unter:
http://www.pfad-bayern.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=57&Itemid=83
 
 
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 Wochenendseminar für Adoptivfamilien am 18.-20.06.2010 (19.03.2010, 23:45)
 
  Vom 18.06.–20.06.2010 veranstaltet der PFAD FÜR KINDER Landesverband Bayern e.V. ein Wochenende für Adoptivfamilien im Tagungshaus St. Albert in Reimlingen, Landkreis Donau-Ries. Die Teilnehmer werden sich mit dem Thema \"Pubertät in Adoptivfamilien\" beschäftigen. Das Seminar trägt den Titel \"Wenn die Eltern nur noch peinlich sind – Aufbruch zu neuen Ufern\".
In diesem Seminar wird das Thema Pubertät in all seinen Facetten beleuchtet. Insbesondere wird der Frage nachgegangen, welche Besonderheiten die Pubertät von adoptierten Jugendlichen aufweist.
Um Anmeldung bis zum 21.05.2010 wird gebeten. Da die Teilnehmerzahl für die Seminare begrenzt ist, werden die Teilnehmer in der Reihenfolge der Anmeldung berücksichtigt.

Anmeldung unter: http://www.pfad-bayern.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=250&Itemid=1


 
 
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 Seminartag (18.03.2010, 01:06)
 
  Global Adoption veranstaltet am 19.6.2010 einen Seminartag zum Thema „Die Anstrengungsverweigerung – eine der häufigsten und gleichzeitig gravierendsten Folgen einer Frühtraumatisierung“. Referentin: Fr. Dr. Bonus. Ort: Rosengarten Obrigheim, Hauptstraße 15, 67283 Obrigheim/Pfalz, Dauer 10.00 – 18.00 Uhr. Weitere Informationen unter: Mail
meli.krueger@web.de
 
 
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 Die 6000 vergessenen Kinder der Slowakei (17.03.2010, 01:08)
 
  Heimkinder in der Slowakei fristen ein trostloses Dasein - Adoptionen scheitern oft an der Bürokratie
Bratislava. \"Es gibt durchaus Ausländer, die ein Kind aus einem slowakischen Heim adoptieren wollen. Wenn sie sich aber erstmal eine Woche dort umgeschaut haben, sind sie total abgeschreckt.\" Das Urteil des Kinderrechtsaktivisten Marek Roháceks über die Kinderheime in seinem Land fällt denkbar hart aus, zumal er auch noch auf eine Langzeitstudie slowakischer Soziologen verweist, bei der die Schicksale von Heimkindern über vier Jahrzehnte hinweg nachvollzogen wurden.
Mehr dazu hier: http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3941&Alias=wzo&cob=479523
 
 
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 Fortbildungsveranstaltung in Velbert (17.03.2010, 01:04)
 
  „Da kommt was in Bewegung\" unter diesem Thema führt die Stadt Velbert am 20.3.2010 eine Fortbildungsveranstaltung für Pflege – und Adoptiveltern und solche, die es werden wollen, durch.
Die dreistündige Veranstaltung findet im Familienzentrum in Velbert-Neviges, Schillerstraße 1a statt und beginnt um 10 Uhr.
 
 
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 Großbritanniens Schande (15.03.2010, 23:42)
 
  Tausende Heimkinder nach Übersee verschleppt - Entschuldigung Browns

London - Drei Monate nach dem australischen Regierungschef Ken Rudd hat gestern auch Großbritanniens Premier Gordon Brown sich offiziell entschuldigt für eines der dunkelsten Kapitel der jüngeren britischen Geschichte - die forcierte Kindermigration in den Subkontinent und andere Commonwealth-Staaten. Bis zu Beginn der 70er-Jahre des vorigen Jahrhunderts hatte England Tausende von in Heimen oder bei Pflegefamilien lebende Kinder aus armen Verhältnissen abgeschoben, allein nach 1945 noch einmal 7000 nach Australien, oft mit der Lüge, die Eltern seien gestorben, eine Adoption stehe bevor, einfach eine \"schöne Zukunft\".

Die sah in Wirklichkeit ganz anders aus. Auf die Kinder warteten unsägliche Härtebedingungen, oft wurden sie wie Sklaven behandelt und malträtiert.

Sexueller Missbrauch war in vielen Fällen an der Tagesordnung. So wuchsen sie heran als \"die verlorene Generation\", ohne Wurzeln und Geborgenheit. \"Es tut uns leid\", sagte Brown gestern, auch namens früherer Regierungen, \"dass unser Land, statt sich um diese Kinder zu kümmern, ihnen einfach den Rücken kehrte.\" Die Praxis kam der damaligen australischen Politik entgegen, den weißen Bestand der Bevölkerung aufzustocken, nach dem Motto: \"Der beste Immigrant ist ein Kind.\" TK

(weltonline) die welt.de
 
 
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 KINDERHANDEL (12.03.2010, 00:32)
 
  Illegale Adoptionen, Pornografie, satanische Rituale: Der Markt fordert ständig Nachschub und schreckt vor keinem Verbrechen zurück. Internationale Drehscheibe ist Guatemala.

Der Rheinische Merkur berichtet unter dem Titel \"Die Baby - Mafia\" über Adoptionen aus Guatemala.

VON TOBIAS KÄUFER,GUATEMALA-STADT 11.03.2010

An den gelb gestrichenen Wänden hängt Kinderspielzeug, ein bunter Bär aus Pappe lässt Luftballons steigen. Die lustigen Motive helfen, Frauen und Kinder zu beruhigen, die sich in das Stiftungsgebäude gerettet haben. Die Endstation der Verzweiflung hat ockerfarbene Wände und vergitterte weiße Türen. Die Zentrale der Stiftung „Sobrevivientes“ (Überlebende) mitten in der Zona 1 von Guatemala-Stadt ist Anlaufstelle und emotionaler Bunker zugleich für die hoffnungslosen Mütter, die nicht mehr wissen, wohin in ihrer Wut.

Geleitet wird diese Oase der Hoffnung von Norma Cruz, einer im ganzen Land verehrten Menschenrechtsaktivistin. An den Wänden ihres Büros hängen Bilder von Opfern des täglichen Wahnsinns in dem mittelamerikanischen Land. Fotos von Frauen, die getötet, vergewaltigt, verprügelt, gequält oder deren Kinder einfach entführt worden sind. Die zierliche Frau Anfang 50 kann sich an jeden Namen, an jeden Fall genau erinnern. Jedes Foto, sagt sie, erzählt eine Geschichte über die schier unglaubliche Gewalt gegen Frauen in Guatemala.


Und berichten kann Norma Cruz von unzähligen Geschichten: „In den vergangenen fünf Jahren haben mehr als 27 000 Jungen und Mädchen das Land verlassen“, rechnet die Mittelamerikanerin nüchtern vor. Wie viele davon auf illegalem Wege über die Grenzen Guatemalas gebracht wurden, kann auch die international ausgezeichnete Stiftungsdirektorin nicht genau sagen. Ihre von Spenden finanzierte Organisation ist so etwas wie das soziale Gewissen des bettelarmen Landes. Der Kampf gegen die Kinderhandelmafia, die mit illegalen Adoptionen viel Geld verdient, ist eine der zentralen Aufgaben der Mitarbeiterinnen von Sobrevivientes.
Guatemala hat sich in den letzten Jahren zu einem Zentrum des internationalen Kinderhandels entwickelt: Vor allem zahlungskräftige Kunden aus den USA, aber auch aus Europa und zu einem kleinen Prozentsatz aus Deutschland versuchen hier die hohen Hürden einer Adoption zu umgehen und greifen dabei auf die Dienste der Mafia-Organisationen zurück.


Die Banden gehen immer nach dem gleichen Schema vor. Geländewagen mit getönten Fenstern fahren durch die engen Gassen und Straßen abgelegener Dörfer oder der Armenviertel der Hauptstadt. Die Häscher sprechen die Kinder an und locken sie unter falschen Versprechungen ins Fahrzeug. Sind die Jungen und Mädchen erst einmal hinter den dunklen Scheiben verschwunden, liegt ihr Schicksal in den Händen skrupelloser Menschenhändler. Der Markt giert nach Kindern: Illegale Adoptionen, Kinderpornografie oder satanische Rituale verlangen ständig nach frischem Nachschub. Zudem verkaufen einige der bettelarmen Eltern ihre Kinder an die Banden. Das ist zwar illegal, wird aber geduldet.
Bei der Durchsuchung eines Kinderheims im vergangenen Jahr entdeckten die Behörden fast 50 verwahrloste Kinder. Die völlig verängstigten Jungen und Mädchen waren fast durchweg entführt oder mit Gewalt den Armen ihrer Eltern entrissen worden. Das „Casa Quivira“, so der Name des vermeintlichen Kinderheims in der Kolonialstadt Antigua, war von einem US-Bürger und dessen Frau geleitet worden, ergaben später die Ermittlungen der Beamten. Säuglinge bis hin zu Kindern im Alter von drei Jahren warteten dort auf zahlungskräftige Kundschaft aus den USA. Auf die Spur kamen die Behörden den dunklen Machenschaften, weil immer wieder Ausländer in dem Heim auftauchten und mit Kindern verschwanden. Da konnte selbst die Polizei nicht mehr wegsehen.

Letzte Anlaufstelle

Norma Cruz ist für Mütter entführter Kinder in Guatemala oft die letzte Anlaufstelle. Die Guatemaltekin erhielt vor wenigen Monaten in Washington neben sieben weiteren Frauen aus anderen Ländern den Internationalen Preis für Frauen mit Mut 2009. Die Auszeichnung „Women of Courage“ wird seit wenigen Jahren von der US-Regierung an Frauen vergeben, die ihr Engagement mutig und trotz heftiger Widerstände verfolgen. US-Außenministerin Hillary Clinton, die den Preis im Beisein von Präsidentengattin Michelle Obama übergab, betont: In einem Land, in dem Frauen so viele Aggressionen erlebten, sei der Weg, den Norma Cruz eingeschlagen habe, von größter Wichtigkeit. Mehr als die Reden half Norma Cruz jedoch die Berichterstattung im eigenen Land. Damit war sie endgültig zur sozialen Ikone Guatemalas aufgestiegen.

Mut braucht Norma Cruz jeden Tag. Mit ihrem tapferen Engagement ist sie zur verhassten Spielverderberin der organisierten Kriminalität geworden. Erst vor wenigen Wochen erhielt sie eine unmissverständliche Morddrohung. Nachts meldete sich eine männliche Stimme auf ihrem Handy, dessen Nummer sie normalerweise geheim hält: „Ich erwarte, dass du den Fall X (Name ist dem RM bekannt) nicht weiter verfolgst. Du hast acht Tage Zeit, ihn einzustellen. Oder du kannst dich auf große Probleme gefasst machen. Ich werde dir den Kopf deiner Tochter oder deines Sohnes übergeben, du Miststück.“


Wer sich mit der Mafia anlegt, die Kinder wie Kokain über die Grenzen schmuggelt, lebt gefährlich: „Ja, meine Familie und ich sind ständigen Bedrohungen ausgesetzt. Ich werde beschattet, und es gibt immer wieder Einschüchterungsversuche. Aber auch die Mütter der Kinder, die wir suchen, sind das Opfer solcher Bedrohungen.“

Mit der Bedrohung zu leben erfordert viel Kraft, nicht nur mental, sondern auch körperlich. Die Angst, dass es jederzeit vorbei sein kann, muss Norma Cruz täglich verdrängen. Denn die Statistik in Guatemala spricht eine deutliche Sprache. Demnach werden in dem kleinen Land täglich 17 Morde verübt. Die Dunkelziffer ist weitaus höher. Immer mehr Kinder und Jugendliche werden nach einer Untersuchung des Erzbistums von Guatemala-Stadt Opfer von Gewalt und Kriminalität. Wie dessen Menschenrechtsbüro (ODHA) erst vor kurzem mitteilte, sind allein in den ersten neun Monaten 2009 über 400 Minderjährige ermordet worden. Etwa die Hälfte der Opfer kam durch Schusswaffen ums Leben. ODHA-Koordinator Carlos Chacón klagt resigniert: „Eigentlich gehören die Kinder doch in die Schule und nicht auf die Straße.“ All das, sagt Norma Cruz, seien die Konsequenzen des langen Bürgerkrieges in ihrem Heimatland. Der Konflikt, der 36 blutige Jahre andauerte, zählte zu den mörderischsten in Lateinamerika.


Der Rest der Welt schaute weg, als Armee und Todesschwadronen in der Zeit zwischen 1960 und 1996 nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen mindestens 200 000 Menschen ermordeten. Dieses traumatische Erlebnis hat sich tief in die Seele des ganzen Volkes eingegraben. Fast jede Familie hat in der Verwandtschaft ein Opfer zu beklagen. Wenn der gewaltsame Tod zur Normalität wird und von einer durch Korruption und Angst verseuchten Polizei und Justiz nicht geahndet wird, dann bleiben die Opfer hilflos zurück.


Alleinstehende Frauen, die am Rande des Existenzminimums leben, haben kein Geld für rechtlichen Beistand, und der Polizei machen sie nur noch mehr Arbeit. Sie stehen am Ende der Gerechtigkeitskette. Nicht zuletzt deshalb werden sie immer wieder Opfer von Gewaltverbrechen.
Kraft zieht Norma Cruz aus den Momenten, in denen sie der Gerechtigkeit doch zum Sieg verhelfen kann. Wie im Oktober letzten Jahres: Im Gerichtssaal treffen zwei Welten aufeinander. Angeklagt ist der Rechtsanwalt Jorge Mario Sun Santiago. Dem Juristen im feinen Zwirn wird zu Last gelegt, Kopf einer Kinderhändlerbande zu sein. Amanda Escobar, deren sechs Monate alte Tochter Ester Sulanita gewaltsam in die Fänge seiner kriminellen Organisation geriet, sitzt zitternd im Gerichtssaal. Als die Richterin das Urteil verkündet, bricht Jubel aus: 16 Jahre Haft für Jorge Mario Sun Santiago. Es ist das erste Mal, dass in Guatemala ein Rechtsanwalt des Kinderhandels überführt und verurteilt wird.

„Ich danke Norma Cruz so sehr“

Vor den Türen des Saales warten die Journalisten auf die junge Mutter, die mit ihren Gefühlen kämpfen muss: „Ich danke Norma Cruz so sehr. Sie hat nie aufgehört, mich zu unterstützen“, sagt Amanda und streichelt dabei zärtlich über die Wange ihrer in der Nähe stehenden Helferin. „Sie hat mich nie alleingelassen.“ Dann versagt Amanda die Stimme, die Frauen umarmen sich.


Der erste Sieg gegen die Kinderhandelmafia bildet nur den Auftakt eines Kampfes gegen eine bestens organisierte Organisation: Über 500 Anwälte seien in das grausame Geschäft verwickelt, hat Cruz zuvor in den Fernsehnachrichten verkündet. Sie bilden ein fein abgestimmtes Netzwerk, indem sich problemlos gefälschte Dokumente ausstellen lassen, mit denen die Säuglinge, Babys oder Kleinkinder ausgestattet werden, um sie gefahrlos außer Landes zu bringen. Die Szene arbeitet geräuschlos, effektiv und skrupellos. Wer sich in den Weg stellt, riskiert sein Leben.


Cruz’ Waffe ist die Öffentlichkeit: Als sie mit drei verzweifelten Frauen auf dem Platz der Menschenrechte ausgerechnet vor den Türen des Obersten Gerichtshofes mitten in der Hauptstadt ein blaues Zelt aufschlägt, um in den Hungerstreik zu treten, verfolgen die Medien des Landes die Aktionen intensiv. Gemeinsam mit den Müttern Angelica López, Raquel Par und Lorena Rodríguez will sie durchsetzen, dass deren bereits 2006 entführte und in den USA illegal adoptierte Kinder zurück zu ihren Familien kommen. „Ich bitte die Familie inständig, ihr Herz in die Hand zu nehmen und mir mein Kind zurückzugeben“, fleht Angelica López in die Kameras. Die Aktion der Frauen und das mediale Interesse hinterlassen Eindruck. Der Präsident des Gerichtshofes empfängt die Aktivistinnen ebenso wie einige Abgeordnete.


Der Fall hat in Guatemala hohe Wellen geschlagen, ein entführtes Kind war gerade mal 27 Tage alt. Derart junge Kinder erzielen den höchsten Preis, weil sie noch keine Bindung zu ihren leiblichen Eltern hergestellt haben. Trotz heftiger Proteste der Eltern hatte ein Richter festgestellt, dass die Mädchen von ihren Angehörigen verlassen worden seien. Nun wollen die Eltern vor ein US-Gericht ziehen und verlangen vom Staat juristischen Beistand: Ein Prozess in den USA würde den Kinderhandelmarkt empfindlich treffen. Dort warten unzählige kinderlose Paare auf die neuesten Angebote auf dem Kindermarkt. Per Mausklick können sie sich im Internet bei privaten Adoptionsagenturen bedienen. In einer „Bildergalerie der Engel“ werden die Säuglinge und Babys aus Guatemala angeboten wie Schnäppchen im Supermarkt. Einige Agenturen beschäftigen sogar Krankenschwestern, die sich um abgekaufte oder entführte Säuglinge und Babys kümmern. Per Webcam wird das Kindergeschrei in die USA oder an jeden anderen Ort übertragen, der Kunde wünscht schließlich eine möglichst realistische Präsentation.




Ein Sohn für 35 000 Dollar
Eines der Kinder aus der Bildergalerie war der dreijährige Hosnan. Der Sohn eines Busfahrers wurde mithilfe von korrupten Anwälten und einem bestochenen Richter zur Adoption freigegeben. Mehr als 35 000 US-Dollar zahlten die Eltern für den importierten Sohn: ein Vermögen im bettelarmen Guatemala. Amtlich beglaubigt und richterlich bestätigt ging die Adoption über die Bühne, obwohl der Vater beteuerte, die Vorwürfe seien falsch. Doch allein gegen die Mafia hatte er keine Chance. Jedes Mal, wenn sein Sohn Geburtstag hat, brechen die Wunden wieder auf. „Manchmal frage ich mich, ob das überhaupt noch Sinn hat. Ob mich mein Sohn überhaupt noch erkennt“, seufzt er.


Genau diese Argumente benutzen auch die Agenturen mit den Kontakten in die USA: Den Babys und Kindern gehe es in den Vereinigten Staaten doch besser. Sie seien dort in besseren Schulen untergebracht, hätten Eltern, die für die Erziehung und Bildung aufkommen könnten. Solle man diese Kinder nun aus ihrem Umfeld reißen und sie in eine ungewisse Zukunft nach Guatemala zurückschicken? Busfahrer Gustavo hält dem entgehen: Gibt es eine größere Liebe als die der Eltern?


Zwei Jahre lang waren Adoptionen in Guatemala offiziell verboten. Ende November gab die Regierung von Präsident Álvaro Colom Caballeros wieder grünes Licht für den lukrativen Markt. Die Befürworter begrüßen die Entscheidung, weil damit die Adoption aus der Illegalität herausgeholt werde. Norma Cruz ist entsetzt: Solange die vielen ungeklärten Fälle nicht lückenlos aufgearbeitet sind, sollte das Verbot bestehen bleiben, fordert sie. „Wir brauchen verbindliche Normen und Richtlinien, die mit der Zivilgesellschaft abgestimmt sind.“


Viele Mütter fürchten jetzt um das Leben ihrer Heldin. Die offizielle Wiederbelebung des Adoptionsmarktes wird die kriminellen Kräfte ermutigen, das Geschäft auszubauen: „Ich habe Angst um Norma. Ich hoffe, dass dieser Engel noch lange lebt“, sagte Amanda Escobar. „Sonst gibt es ja niemanden, der uns und unsere Kinder beschützt.“






 
 
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 Eltern unbekannt (10.03.2010, 23:13)
 
  Die Geschichte einer adoptierten Frau
Weinend kam die kleine Sarah aus dem Kindergarten. Ihre blonde, blauäugige Mama sei gar nicht ihre echte Mutter, sagten die anderen Kinder. Tatsächlich ist das mandeläugige Mädchen adoptiert. Doch die Herkunft ihrer leiblichen Mutter fehlt in den Adoptionsunterlagen.

\"Ätsch - ich hab zwei Mütter!\" Mit diesem Satz konnte die kleine Sarah Fischer die Hänseleien im Kindergarten beenden. Doch für sie selbst begann damit alles erst.
Wer ist die zweite Mutter - die, von der sie ihr Aussehen geerbt hat? Der Blick in den Spiegel wirft seit diesem Zeitpunkt Fragen auf. \"Ich wurde offiziell adoptiert. Da gab es dann auch eine Adoptionsurkunde und alle Unterlagen, die man dazu braucht. Nur die Herkunft meiner leiblichen Mutter, die ging aus den Papieren nicht hervor. Da gab es wohl ursprünglich mal eine Passkopie über ihre Nationalität, die nicht mehr existiert. Das heißt, ich hatte keine Anhaltspunkte woher ich komme\", erklärt sie.

Eine vergebliche Suche

Herkunft - unbekannt. Mit dieser Aussage konnte und wollte die Frau aber nicht leben. Als Erwachsene fing sie an nachzuforschen. Doch wo soll man suchen, wenn man keine Ahnung hat, aus welchem Land - ja von welchem Kontinent - die Ahnen abstammen? Die Suche in Deutschland war jahrelang vergeblich. So fing Sarah Fischer an zu reisen - aufs Geratewohl besuchte sie asiatische Länder: Burma, Thailand, China, die Philippinen. Vielleicht würde sie ja in einem der Länder für eine Einheimische gehalten. \"Das Zweite war, dass ich mir dachte, vielleicht schmeckt es mir irgendwo besonders gut. Oder ich lerne die Sprache recht schnell und fühle mich vertraut mit der Sprache\", berichtet sie. So war der Plan. Doch nichts davon trat ein.

Eine Wahlheimat gefunden

Eigentlich hatte sie schon aufgegeben. Da führt sie ein Zufall in die Mongolei. Und dann passiert das Unfassbare: Man hält sie für eine Einheimische. Sarah lernt die Sprache und das Leben der mongolischen Nomaden. Schon bald fühlt sie sich in der Steppe wie zu Hause. Sie verbringt die Sommer in der Mongolei, fotografiert und lebt mit den Nomaden zusammen.

In Deutschland hält sie dann Vorträge zum Thema, macht das sogar zu ihrem Beruf. Doch wo ist nun ihre Heimat? \"Heimat ist da, wo mein Herz ist, ist gar nicht geografisch abhängig. Die Mongolei ist meine Wahlheimat. Deutschland ist meine Heimat, weil ich hier aufgewachsen bin\", sagt sie. Eine mongolische Bayerin, die mitten in München lebt.

Der Gentest

Doch ob das nun die ganze Wahrheit ist? Diese Frage brannte der jungen Frau immer noch auf der Seele. Denn egal, wo sie sich heimisch fühlt: Ob die Mongolei ihre wirkliche Herkunft ist, das war nach wie vor nicht hundertprozentig belegt. So entschloss sich Sarah Fischer für eine genetische Untersuchung. Die Abstammung ihrer Mutter sollte über eine Speichelprobe geklärt werden.
Vier Tage lang hat sie sich nicht getraut, den Umschlag mit dem Ergebnis zu öffnen. Dann die Überraschung: Das Ursprungsvolk ihrer Mutter ist Ozeanien, das Ursprungsland: die Philippinen. Sarah Fischer war schon auf den Philippinen aber heimisch fühlte sie sich dort ganz und gar nicht.

Frieden geschlossen

Und doch: Die Frage nach ihrer Herkunft ist geklärt. Und irgendwie scheint die Münchnerin damit ganz schnell Frieden geschlossen zu haben. \"Ich bin am gleichen Tag in ein Taxi gestiegen. Und es war die klassische Situation die ich schon fünfhunderttausendmal vorher hatte. Der Taxifahrer hat zu mir gesagt: Sind Sie eine Thai, oder? Und ich habe nur gesagt: Nein, ich bin Philippina. Und das kam so wie aus der Pistole geschossen.\"

http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/lavita/lavita-wurzeln-adoption-ID1268174191525.xml
 
 
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 Bizarrer Streit um ein Kleinkind (10.03.2010, 22:52)
 
  Zwei befreundete homosexuelle Paare wollten gemeinsam ein Kind großziehen. Inzwischen streiten sie um Vaterschaft, Adoption und Umgangsrecht - der kleine Max ist ein juristischer Präzedenzfall.
Ein Bericht von Helmut Frangenberg ksta.de

Köln - Max ist einmalig: Als er am 21. Juli 2008 das Licht der Welt erblickt, hat der Junge zwei Mütter und zwei Väter. Mittlerweile hat er sogar drei. Das Baby ist das Produkt einer ungewöhnlichen Verbindung: Zwei befreundete homosexuelle Paare hatten sich verabredet, gemeinsam ein Kind großzuziehen. Max ist jedoch noch in einer weiteren Hinsicht einmalig: Der Kleine ist ein juristischer Präzedenzfall. Die Paare streiten mittlerweile über Vaterschaft, Adoption und Umgangsrecht. Das schwule Paar sieht sich als Opfer eines mehrfachen Betrugs, ausgetrickst von zwei Justizbeamtinnen, deren Trauzeugen sie waren - ein bizarrer Streit auf dem Rücken eines Kindes.
Mehr dazu hier: http://www.ksta.de/html/artikel/1264185927404.shtml
 
 
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 Thailand - Kinderzahl für Auslandsadoptionen rückläufig (09.03.2010, 19:13)
 
  Nach Informationen des Bundesamtes für Justiz, hat die thailändische zentrale Behörde mitgeteilt, dass in Thailand die Zahl der Kinder, die für eine Auslandsadoption in Frage kommen, weiter rückläufig sei. Gleichzeitig liegen aber noch eine Vielzahl von Adoptionsbewerbungen vor. Aus diesem Grunde werden im laufenden Jahr 2010 keine neuen Bewerbungen mehr angenommen.

 
 
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 Informationsveranstaltung - Auslandsadoption (09.03.2010, 18:59)
 
  Die Vermittlungsstelle
„Zentrum für Adoptionen“ startet eine Veranstaltungsreihe in verschiedenen Städten mit dem Titel: „Ein Kind aus dem Ausland – ist das wirklich so schwierig? Die erste Veranstaltung hierzu wendet sich an alle Interessierte, die sich zunächst über die Möglichkeiten, Probleme und Chancen einer Auslandsadoption konkret und unverbindlich informieren wollen. Diese erste Veranstaltung findet am Samstag, den 17.04.2010 von 14.00 – 18.00 Uhr in Oberursel, nahe Frankfurt am Main, statt. Weitere Städte sollen/werden wie bereits erwähnt folgen. Die Teilnahmekosten zur Veranstaltung betragen 25 Euro.
Nähere Informationen unter E-Mail: zentadopt@zentadopt.de
 
 
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 Skandalöse Zustände bei Adoptionen aus Äthiopien (07.03.2010, 22:18)
 
  In Australien hat eine Untersuchung von Adoptionen aus Äthiopien erschreckende Zustände aufgedeckt. In zahlreichen Fällen waren Urkunden gefälscht und wahrheitswidrige Behauptungen über die Herkunft der Kinder aufgestellt worden.

http://www.theaustralian.com.au/news/nation/forgeries-and-lies-in-australian-adoptions-of-ethiopian-children/story-e6frg6nf-1225836278309
 
 
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 Adoptionen in Swasiland (Südafrika) gestoppt (07.03.2010, 22:14)
 
  Die Regierung von Swasiland hat am 24.2.2010 alle Auslandsadoptionen bis zu einer Neufassung der Adoptionsregelungen gestoppt.  
 
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 Adoption - Chance auf ein besseres Leben (06.03.2010, 19:17)
 
  Eine Adoption ist immer auch mit einer ganzen Menge Emotionen verbunden. Da sind einmal die Eltern, die sich oft schweren Herzens entscheiden, ihr Kind in andere Hände zu geben und damit komplett loszulassen. Da sind diejenigen Menschen, die diesem Kind ein neues Zuhause schaffen und natürlich die Kinder selbst, die ihr Leben lang damit klarkommen müssen, dass ihre leiblichen Eltern sie weggegeben haben. Eltern.t-online hat sich mit Menschen unterhalten, deren Leben durch eine Adoption eine neue Wendung erfahren hat.

Es kann nur eine Mutter geben

„Ich bin froh, dass ich genau diese Eltern habe. Ich möchte gar keine anderen. Sie waren immer für mich und meinen ebenfalls adoptierten Bruder da, haben uns alles ermöglicht und alles dafür getan, dass es uns gut geht. Und jetzt beginnt die Zeit, in der ich ihnen all das Liebevolle Stück für Stück zurückgeben kann.“ So fasst Rocco die Beziehung zu seinen Adoptiveltern zusammen. Der Vierzigjährige kam bereits mit vier Tagen zu seiner neuen Familie, die von Anfang an, wie es Fachleute auch raten, kein Geheimnis aus der Adoption machte. So handhaben es auch Nicole und Mark, die vor knapp drei Jahren ein Neugeborenes adoptiert haben. „Wir sagen ihm immer, dass er in einem anderen Bauch gewachsen ist und direkt nach der Geburt in unsere Arme kam.“ Doch früher oder später tauchen meist die Fragen nach der tatsächlichen Herkunft auf. „Wirklich registrieren kann man das Ganze erst in einem Alter, in dem man es auch verarbeiten kann“, erklärt Rocco. „Ich habe mich gleich mit achtzehn aufgemacht, um meine Erzeugerin und meinen Erzeuger zu suchen. Ich wollte meine Neugier stillen, meine vielen Fragen beantwortet haben. Warum haben sie mich weggegeben, woher habe ich bestimmte Charaktereigenschaften, das Aussehen? Meine Mutter weinte in dem Moment, in dem ich ihr erklärte, dass ich mich auf die Suche nach meinen Wurzeln machen möchte. Sie hatte Angst, mich zu verlieren. Aber ich habe ihr gesagt, dass man nur eine Mama und einen Papa haben kann in seinem Leben und dass ich das Treffen nur aus reinem Interesse heraus möchte und das hat sie beruhigt.“

Die Suche nach den leiblichen Eltern kann schmerzhaft sein

Weil er bei seinen Nachforschungen alleine nicht weiterkam, hat Rocco den Weg über eine Talkshow gewählt. „Es war schon seltsam zu hören, dass ich Geschwister habe, die erst einen Tag vor der Sendung erfahren haben, dass es mich überhaupt gibt. Auf meine Frage nach dem \'Warum\' sagte diese Frau, sie hätte kein Geld gehabt und hätte mich ja nicht verhungern lassen können. Für mich klingt das ziemlich nach Ausrede, schließlich hatte sie schon drei Kinder vor mir und die hat sie auch nicht weggegeben, nur mich!“ War diese Tatsache schon verletzend genug, so hat es Rocco als besonders schlimm empfunden, dass seine leibliche Mutter kein Wort über den Vater sagen wollte. Damit bleibt nach wie vor ein weißer Fleck in Roccos Lebenspuzzle.

Wartezeiten sind oft nervenaufreibend

Genauso wird es wohl auch einmal Grace gehen. Das Mädchen, das inzwischen von seinen Adoptiveltern den Zweitnamen Stella, also \"Stern\", bekam, war vier und lebte nach einer anonymen Geburt in einem indischen Waisenhaus, bevor sie von Andrea und Harald adoptiert wurde. Die beiden konnten keine eigenen Kinder bekommen und nach neun künstlichen Befruchtungen ohne Erfolg gaben sie zunächst die Hoffnung auf. „Aber der Gedanke an ein Kind, dem ich meine Liebe schenken kann und das \'Mama\' zu mir sagt, hat mich nie ganz losgelassen“, erinnert sich Andrea und sie ist sich sicher: „Es war die beste Entscheidung unseres Lebens.“ Da beide zu diesem Zeitpunkt bereits etwas älter waren und ihre Chancen auf ein kleines Kind in Deutschland nicht besonders hoch einschätzten, entschieden sie sich für eine Auslandsadoption. „Die Länder stellen zum Teil sehr unterschiedliche Voraussetzungen an die Bewerber. Wir haben uns für Indien entschieden, weil wir bereits vorher eine Affinität zum indischen Kulturkreis hatten. Aber auch hier werden Altersgrenzen gesetzt, gemeinsam durften wir das Alter von neunzig Jahren nicht überschreiten.“ Auch eine Auslandsadoption geht nicht von heute auf morgen. Andrea und Harald mussten insgesamt zwei Jahre auf Stella warten. „Unsere lange Bewerberzeit und die oft nervenaufreibende Wartezeit, in der es immer wieder Verzögerungen gab, die wir nicht nachvollziehen konnten, war für meinen Mann und mich unsere \'Schwangerschaft\'. Wir haben in der Zeit oft versucht, uns unser zukünftiges Kind vorzustellen. Wird es ein Junge sein oder ein Mädchen, wie alt wird es sein, wie wird es aussehen, ist es gesund und werden wir uns im wahrsten Sinne des Wortes \'riechen\' können?“, erzählt Andrea, die ihre Erfahrungen in einem Buch mit dem Titel \"Stella, unser Stern aus Indien\" verarbeitet hat.

Aller Anfang ist schwer

Hinzu kam die Befürchtung, zu einem adoptierten Kind vielleicht gar nicht so eine Beziehung aufbauen zu können wie zu einem leiblichen sowie die Angst, vom Kind abgelehnt zu werden. Und tatsächlich war das Mädchen zunächst sehr zurückhaltend. „Wir hatten so lange gewartet, gehofft, gebangt und wollten ihr so viel Liebe geben und \'unser\' Kind wies uns ab. Aber ihre Schüchternheit und Vorsicht uns gegenüber haben wir als große Charakterstärke gesehen. Sie musste erst beobachten, abwägen, sich sicher sein, bevor sie sich auf ihr neues Leben einlassen konnte. Das kleine Mädchen hat unglaublich schmerzhaft mit sich gekämpft.“ Und auch, wenn Andrea und Harald das Verhalten des Kindes nachvollziehen konnten, hat es ihnen weh getan. „In unseren ersten schwierigen Tagen haben wir oft geweint! Aber heute ist die Kleine acht Jahre alt, besucht die zweite Klasse und unsere Beziehung zueinander ist so eng und herzlich, dass Stella mir ganz oft sagt, sie wäre am liebsten in meinem Bauch gewesen. Sie freut sich über jede Ähnlichkeit, die sie bei uns beiden entdeckt.“

Ganz der Papa

Auch Nicole bestätigt diese Erfahrung. „Wir sind als Familie zusammengewachsen. Und immer wieder passiert es uns, dass jemand, der nichts von der Adoption weiß, uns zum Beispiel im Urlaub sagt, der Kleine sehe ja aus wie der Papa. Wir lächeln dann einfach nur.“ Nicole, die bereits mit 15 Jahren wusste, dass sie keine leiblichen Kinder bekommen könne und für sie nur eine Adoption in Frage käme, freut sich darüber, dass alles unproblematisch verlief. „Wir haben insgesamt nur 14 Monate auf einen Säugling in Deutschland gewartet. Wir hatten wohl einfach Glück. Und wir haben uns immer gesagt, die Leute vom Amt sind auch nur Menschen, die ihren Job machen und das ist nun mal so, um uns zu prüfen. Dabei haben wir die Hoffnung nie aufgegeben, dass es klappen wird. Und dann wurde ja auch der lang ersehnte Wunsch wahr.“ Zur leiblichen Mutter besteht kein Kontakt, aber Tim hat es besser getroffen als Rocco und Stella. „Wir haben Bilder von seiner Mutter und dem Vater. Und einen Brief für den Kleinen und einen für uns. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir ihm das später zeigen können. Schließlich ist es normal, wenn er mal wissen möchte, wie seine leiblichen Eltern aussehen.“


Die Frage nach einem weiteren Kind will gut überlegt sein

Bis vor kurzem hätte Nicole die Frage nach einem weiteren Kind noch mit einem glatten \"Ja\" beantwortet. Heute ist sie sich da nicht mehr so sicher. „Wir hatten so viel Glück mit dem Kleinen. Was man so manchmal von anderen hört, da bekommt man schon Angst. Und wir haben Bedenken, wie es für ihn wäre. Schließlich ist eine Adoption keine Schwangerschaft, in der man Zeit hat, das Kind vorzubereiten. Damals gab es ja nur uns zwei, aber inzwischen müssen wir auch Rücksicht auf den Kleinen nehmen.“ Doch die beiden sind noch auf der Liste der Adoptionswilligen. Und letztendlich geht es ihnen wie vielen Eltern, die sich überlegen, noch ein Kind zu bekommen, egal auf welchem Weg. „Wir sind zufrieden mit dem, wie es ist und nehmen, was kommt.“

Simone Blaß/t-online,de
 
 
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 Keine heile Adoptions-Welt (05.03.2010, 23:52)
 
  Von SZ-Redakteurin Cathrin Elss-Seringhaus (Saarbrücker Zeitung)

Saarbrücken. Katastrophen sind Adoptions-Motoren. Zeitgleich zu den TV-Bildern aus Haiti häuften sich die Nachfragen im Landesjugendamt. Auch der Tsunami hatte diesen Effekt: 46 Kinder wurden 2004 vermittelt; laut interner Statistik sind es im Schnitt nur 30. Wobei diese Angaben ihre Tücken haben, wie die Leiterin des Landesjugendamtes Marlies Blum und ihre beiden Mitarbeiter Rüdiger Hilpert und Dorothea Dörr erläutern. Denn eine Vermittlung findet mit erheblicher Zeitverzögerung zur Bewerbung statt. Zwischen zwei und sieben Jahren dauert ein Verfahren.
Nimmt man die Bewerberzahlen von 2009, dürfte sich der rückläufige Trend allerdings dramatisch verschärfen. Statt der üblichen drei Vorbereitungs-Seminare kam nur noch eins zu Stande. Teilnehmerzahl: fünf Paare. Ein krasser Einbruch um mehr als Zweidrittel. Was ist los?

Die Adoptions-Zahlen sinken allgemein: von 8687 im Jahr 1993 auf 4509 in 2007, rund ein Drittel davon sind Auslands-Adoptionen. Blum, Dörr und Hilpert tragen im Gespräch folgendes Ursachen-Mosaik zusammen: Die Medien sensibilisierten in der Vergangenheit für Kinderhandel, die Länder selbst legten die Latte höher. Das Internet sorgte zudem für Kontakt-Netze und Foren mit Warn-Wirkung. So sprach sich herum, dass es etwa bei rumänischen Kindern oft Probleme gibt. Ein Hauptgrund dürfte auch in den Fortschritten der Fortpflanzungsmedizin liegen und in der Leihmutterschaft. Manche Paare \"kaufen\" sich eine Mutter, bringen sie schwanger nach Deutschland. Der Ehemann erkennt nach der Geburt die Vaterschaft an, die leibliche Mutter fliegt nach Hause, die Ehefrau \"adoptiert\" das Stiefkind. Auch schrecken die Kosten ab. Bis zu 20 000 Euro kann eine Auslands-Adoption durch mehrfache Abwicklungs-Reisen kosten, allein die bundeseinheitlichen Jugendamt-Gebühren betragen 2000 Euro. Denn die Herkunfts-Nationen verlangen nicht nur einen Eignungsbericht und Nachbetreuungs-Dokumentationen, sie lassen Eltern umfangreiche Leistungs-Listen abarbeiten - bis hin zum Gesundheits-Check durch acht Fachärzte. Das Amt unterstützt die Eltern, tritt aber ungern als alleiniger Vermittler auf. Man verweist auf 14 darauf spezialisierte und weltweit bestens vernetzte Adoptionsstellen in freier Trägerschaft, die sich auf ganz bestimmte Länder spezialisiert haben. Doch wer die Wahl hat, hat die Qual: Eltern müssen entscheiden, aus welcher Nation ihr Kind stammt. Bundesweit wie auch im Saarland werden zur Zeit Kinder aus Russland, der Ukraine und Kolumbien bevorzugt. Grund: die Hellhäutigkeit. \"Die Hälfte der Eltern wünscht sich ein Kind, das nicht-ausländisch aussieht. Man fürchtet Diskriminierungen, auch Nicht-Akzeptanz in der Verwandschaft\", sagt Hilpert. Er, Dörr und Blum sind weit davon entfernt, eine heile Adoptionswelt herbei zu reden. Die Eltern seien keine Gutmenschen, die ein Kind aus der Not retten wollten, die Kinder keine Überflieger, sondern höchst fragile Persönlichkeiten, die überdurchschnittlich oft in psychiatrischer Behandlung landeten. Denn sie seien bei ihrer Ankunft nicht mehr jung, hätten Beziehungsabbrüche hinter sich oder extremste Armut. Dies führe zu einem Nachholbedarf (Ergotherapie, Logopädie). Zudem müssten die Kinder, so Blum, eine doppelte Identität verkraften,das breche oft in der Pubertät auf, ebenso wie frühe Traumata. Dörr ergänzt: \"Die meisten Kleinkinder sind überangepasst, die Eltern sind stolz auf ihr superbraves Kind. Doch die Unauffälligkeit ist ein Alarmzeichen. Wenn ein Zweijähriges nachts nicht mal aufsteht, weiß man, welchen Heim-Drill es ausgehalten hat.\"
 
 
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 Rumäniens verschwundene Kinder (05.03.2010, 23:47)
 
  Ein Bericht von Andreea Pocotila und Dan Alexe

Als die Zwillinge Zoe und Mikaela Radford 1991 in einer Entbindungsstation der kleinen rumänischen Stadt Puciosa von ihren leiblichen Eltern zurückgelassen wurden, waren sie erst wenige Tage alt. Sie wurden adoptiert und zogen mit ihren Pflegeeltern nach Kanada – heißt es.

Der kleine Jonathan Yourtee wurde von seinen Eltern in einem Krankenhaus in Constanta abgeliefert. 1991 übernahm ihn eine Familie aus den USA. Später adoptierten die neuen Eltern auch Jonathans Bruder Matthew. 1995 verließ er die Heimat, Zielort unbekannt.

Kinder-Handel wurde zum internationalen Geschäft

Vergeblich haben Reporter der rumänischen Zeitung Romania Libera versucht herauszufinden, was aus Zoe und Mikaela, Jonathan und Matthew wurde. Sie sind nur vier von Tausenden von Fällen, von denen keiner weiß, wie sie schließlich aufwuchsen und wo genau sie leben.

Heute müssten sie junge Erwachsene sein – Rumäniens vergessene Kinder, die nach dem Zerfall des Kommunismus vor über 20 Jahren aus den überfüllten Waisenhäusern des Landes verschwanden.

Damals wurde der Handel mit den Kindern zum internationalen Geschäft. Jeder konnte sich in Rumänien ein Kind holen, wenn er wollte. Ohne großen bürokratischen Aufwand und lange Wartezeiten, wie es sonst bei Adoptionen der Fall ist.

Sobald die Kinder die rumänische Grenze hinter sich gelassen hatten, verloren sich ihre Spuren. Nicht wenige, so steht zu fürchten, könnten in die Hände von Menschenhändlern gefallen und zur Prostitution gezwungen worden sein.

16 041 Adoptionen in acht Jahren

Der einzige Weg, über den Verbleib der Kinder Auskunft zu erhalten, führt über die Bezirksgerichte und die Waisenhäuser. Jede Adoption musste von einem Richter des Verwaltungsbezirks genehmigt werden, zu dem das jeweilige Waisenhaus gehörte. \"Wenn Sie Auskunft über ein bestimmtes Kind haben wollen, sollten Sie wissen, in welcher Stadt es zur Welt kam. Dann gehen Sie zum entsprechenden Gericht und bitten um Erlaubnis, Einsicht ins Archiv zu nehmen\", erklärt Gabriela Petrescu, Generalsekretärin des rumänischen Adoptionsamts.

Doch auch dann sind die Chancen, mehr über das Schicksal eines Verschwundenen zu erfahren, äußerst gering. Vor 1997 wurden nämlich keine Namen, sondern nur Zahlen adoptierter Kinder erfasst.

Genau 16 041 Fälle sollen es 1990 bis 1997 gewesen sein. Doch die offizielle Zahl der Kinder, die in den 1990er Jahren zur Adoption freigegeben wurden und mit ihren neuen Eltern das Land verließen, spiegelt ein exaktes Wissen vor, das es nicht gibt. Theodora Bertzi, früher als Staatsekretärin zuständig für das Adoptionsamt, wundert sich: \"Die Adoptionen wurden zu dieser Zeit nicht zentral erfasst, es kann keine genauen Zahlen geben. Ich schätze, dass es mindestens 30 000 waren, die zwischen 1991 und 2001 in Rumänien adoptiert wurden.\"

 
 
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 Wunschkind aus Spanien - Eisgekühlte Hoffnung (03.03.2010, 15:04)
 
  Das erzkatholische Spanien hat eines der liberalsten Gesetze zur Reproduktionsmedizin in Europa. Eine Vielzahl von Kinderwunsch-Kliniken locken deutsche Paare mit Techniken die im Heimatland verboten sind. Spanien ist für viele Deutsche mit Fruchtbarkeitsproblemen die erste Wahl. Wie Ruth Schmieder (Name geändert) kennen sie es aus den häufigen Urlaubsreisen nach Mallorca oder an die Küste oder besitzen sogar ein Ferienhaus. Schmieder sprach aus beruflichen Gründen sogar sehr gut Spanisch, als sie mit der Behandlung begann. „Das ist bei dieser psychologisch schwierigen Behandlung wichtiger als man glaubt.“ Außerdem: In Deutschland ist eine Eizellenspende verboten, im erzkatholischen Spanien dagegen nicht, das war für die unfruchtbare Schmieder entscheidend bei der Wahl der Klinik „Zwar ist das Land immer noch sehr traditionell, dennoch verfügt es seit Jahren über einer der liberalsten Biomedizingesetze“, erklärt die Italienerin Elisabetta Ricciarelli von der Reproduktionsklinik FIV Madrid. Das habe dazu geführt, dass es inzwischen über 200 auf künstliche Fortpflanzung (In-Vitro-Fertilisation, IVF) spezialisierte Kliniken gibt, die meisten davon in der spanischen Haupstadt Madrid, Barcelona und Valencia. Und demnächst auch auf Mallorca. Der dort niedergelassene deutsche Arzt Peter Hermann will von der sehr guten gesetzlichen Lage in Spanien profitieren, das gilt auch für den Patienten- und Spendenschutz: „Hier sind Eizellenspenden anonym und es ist auch klar, dass sich eine Ausländerin nicht strafbar macht, weil nach dem spanischen Gesetz nur die austragende Mutter ein Recht und auch die Verantwortung für das Kind hat. In keinem anderen Land sind Spenderin und Empfängerin so gut abgesichert.” Zudem dürfen in Spanien Embryonen eingefroren, nicht überlebensfähige Embryonen getötet werden, was die passive Selektionsmethode ermöglicht, das heißt nur die überlebensfähigsten Embryonen werden eingesetzt. Bis zu sieben Eizellen kann man für die Entwicklung eines Embryo verwenden, drei Embryos können in die Gebärmutter eingepflanzt werden. Für Hermann, der seit Jahren in Spanien in der Reproduktionsmedizin in verschiedenen Kliniken arbeitet, ein ganz wichtiger Schritt zur behaupteten Erfolgsquote: „Im Bereich IVF mit eigenen Eizellen kann man davon ausgehen, dass durch die besseren passiven Selektionsoptionen von Embryonen und durch die Erfahrung der hiesigen Labors Schwangerschaftsraten im Bereich von 50 bis 60 Prozent je Transfer erreicht werden. Davon sind maximal 17 Prozent Aborte. Die „baby take home“-Rate liegt also bei ca. 40 Prozent. Im Vergleich zu Deutschland, wo diese Rate 16 Prozent erreicht, ist das ein gewaltiger Unterschied,“ glaubt Hermann. Und auch mit der Moral sind die Spanier gelassener als die Deutschen. Auch Singles können ihren Mutterwunsch verwirklichen. Seit 2006 wird sogar die Adoption von Embryonen in spanischen Kliniken praktiziert. Rund 200 Paare nehmen dieses Angebot in Spanien jährlich wahr, die Hälfte davon sind Ausländer, vor allem Deutsche und Briten, die damit nicht selten einen Urlaub verbinden.
In Deutschland kennt man vor allem das private Klinikzentrum Instituto Bernabeu, das verschiedene Niederlassungen an der valenzianischen Küste besitzt sowie das Instituto Valenciano de Infertilidad (IVI). Hier verbinden Patientinnen nicht selten die Behandlung mit Urlaub in Alikante oder Bernidorm, spanienweit werden in den angeschlossenen Kliniken mit Abstand die meisten internationalen Paare behandelt. Schon auf der Webseite kann man im internationalen Bereich zwischen sechs Sprachen wählen. Im vergangenen Jahr wurden im Instituto Bernabeu 2000 künstliche Befruchtungszyklen absolviert, 42 Prozent der Patienten waren Ausländer, die meisten kamen aus dem deutschsprachigen Raum. Auch das private Instituto Valenciano de Infertilidad ist sehr bekannt in Deutschland, es ist eindeutig die größte spanische Klinik in diesem Bereich. Hier werden jährlich rund 19 000 Behandlungen unternommen, um eine Schwangerschaft zu erzielen. Auf der Internetseite werben sie damit, dass von 100 Patientinnen 52 schwanger werden. Dennoch wollte die 37jährige Schmieder dort nicht hin, als sie erfuhr, dass sie unfruchtbar ist: „Ich wollte so etwas Wichtiges nicht mit einem Urlaubsfeeling vermischen. Mir waren die Professionalität der Klinik und die Diskretion viel wichtiger.“ Aber Hermann weist auf einen wichtigen Vorteil dieser Urlaubs-Standorte hin: „In den stark besiedelten Küstenorten haben wir ein enorm großes Angebot an unterschiedlichen Eizellenspendern.“ Im Sommer verdoppeln sich hier in dem meisten Städten die Einwohnerzahlen, viele davon sind Einwanderer oder Ferienhausbesitzer. Damit hat man Zugriff auf genetische Eigenschaften wie blaue Augen und blonde Haare, die normalerweise in einer spanischen Stadt nicht verfügbar sind. Die Wartezeiten für die Patientinnen, viele davon Ausländer, sind geringer. Auch ein Grund, warum Hermann plant, die erste Klinik in diesem Bereich auf Mallorca zu eröffnen, der Lieblingsinsel der Deutschen.
Für Schmieder wäre eine Klinik an der Küste jedoch nicht in Frage gekommen: „Ich wollte die Urlaubsstimmung gerade nicht. Sie erkundigte sich und gelangte auf indirekte Empfehlung von einem deutschen Arzt nach Barcelona, in die Klinik Dexeus, eine der renommiertesten Adressen in Sachen Reproduktionsmedizin in Spanien.

Hier wurde vor 25 Jahren die erste erfolgreiche spanische Invitro-Schwangerschaft eingeleitet. „Wir legen sehr viel Wert auf die Vorgespräche mit den Patienten und nehmen eine detallierte Untersuchung vor”, sagt die in Deutschland studierte Gynäkologin Ana Chueca. Für die Eizellenspenderinnen gelten klare gesetzliche Regeln, darunter unter anderem, das sie keine Rechte an dem Kind hat, was aus ihrer Eizelle entsteht und sie anonym bleibt. Dexeus hält sich kleinlichst an die Vorgaben des suchenden Paares. Ist nach vielen Gesprächen jemand gefunden, kann alles sehr schnell gehen für die Empfängerin.

Und genau das war es, was Schmieder von Anfang an gefiel: „Professionalität und Pragmatismus.“ Der Preis habe bei der Standortwahl nie eine Rolle gespielt: „Dafür ist mir meine Gesundheit zu wichtig.“ Ihr war schnell klar, dass Spanien im europäischen Vergleich nicht die billigste Adresse ist. Dexeus, wo bereits 8000 Kinder durch künstliche Befruchtung gezeugt wurden, gehört sogar eher zu den teureren Kliniken, verfügt über einen eigenen Vip-Bereich und eine sehr individuelle Betreuung. Die gesamte Behandlung mit Eizellenspende und Befruchtung hat Schmieder rund 8000 Euro gekostet, in anderen spanischen Kliniken ist es billiger.
Dafür ist die Deutsche aber auch direkt beim ersten Mal schwanger geworden: „Ein enormes Glück, dass ich diese Hormonbehandlung nicht noch einmal durchmachen mußte.“ Nur noch zwei Monate dann kommt ihr erstes Kind auf die Welt: „Man steht sehr stark unter Druck, wenn man Bescheid bekommt, dass eine Spenderin gefunden wurde und dann – wie diese Frau auch – mit starken Hormonen auf die Spende vorbereitet wird. Es nicht sicher, dass die Behandlungen anschlagen und die Befruchtung durchgeführt werden kann. Als es dann klar war, dass es zur Punktion kommen kann, waren wir froh, dass wir in Barcelona ein eigenes Appartment von der Klinik vermittelt bekommen haben, wo wir es uns einigermaßen wohnlich einrichten konnten”, sagt Schmieder.

Aber nicht nur die Professionalität von Kliniken wie Dexeus und detaillierte Gesetzgebung haben das Land in Sachen künstlicher Fortpflanzung nach vorne gebracht, auch die Spanierinnen, die ihren Lebensstil drastisch geändert haben. „Heutzutage will hier doch kaum jemand vor 35 Jahren Kinder haben“, sagt die Madrider Ärztin Ricciarelli von de Klinik FIVMadrid. Deswegen gehört die Geburtenrate des früher kinderreichen Landes inzwischen zu der niedrigsten der Welt.

http://www.wiwo.de/technik-wissen/wunschkind-aus-spanien-421857/2/








 
 
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 Adoptionen in/aus Nepal (03.03.2010, 14:39)
 
  Am 9. Februar 2010 fand aufgrund der besorgniserregenden Ermittlungsergebnisse und Berichte der deutschen Botschaft in Nepal und des Ständigen Büros der Haager Konferenz ein Treffen mit Vertretern der für Nepal zugelassenen Vermittlungsstellen wie dem Diakonisches Werk, Eltern-Kind-Brücke und Help a Child, sowie der aufsichtsführenden Zentralen Adoptionsstellen aus Mainz und Stuttgart, des Auswärtigen Amts und der Bundeszentralstelle für Auslandsadoption statt. Ergebnis der Sitzung ist die Suspendierung des Adoptionsverkehrs mit Nepal mit sofortiger Wirkung. Entsprechende Bescheide der Zentralen Adoptionsstellen an die betroffenen Auslandsvermittlungsstellen werden in nächster Zeit erwartet. Der Bericht kann über folgenden Link auf der Internetseite der Haager Konferenz aufgerufen werden: http://www.hcch.net/upload/wop/nepal_rpt09.pdf.  
 
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 VG Dresden entscheidet: Keine Reittherapie für Pflegekind (02.03.2010, 02:54)
 
  Ein Jugendamt hatte in seinem Hilfeplan empfohlen, dass aufgrund der besonderen Verhaltensauffälligkeiten eines Pflegekindes (erlebte biografische Erfahrungen und der daraus resultierenden Traumata), im Rahmen der Eingliederungshilfe ein zusätzliches Angebot unumgänglich sei. In Form von einer Reittherapie sollte das Kind lernen, seine übergroße Ängstlichkeit zu überwinden und den eigenen Körper besser zu erfühlen und zu beherrschen.

Das therapeutische Reiten sei lt. Jugendamt von großer Bedeutung, da diese Form des Trainings gerade für solche gehemmten und verunsicherten Kinder einen geeigneten Rahmen bilde. Später jedoch, wollte das Jugendamt die Kosten nicht mehr übernehmen.

VG Dresden 1. Kammer vom 13.01.2010
 
 
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 Eva Hofer ist wieder da.... (02.03.2010, 02:37)
 
  Eva Hofer, die Ex-Vorsitzende der ehemaligen Adoptionsvermittlungsstelle ICCO hat eine neue Internetseite.

http://www.adoption-information.de/evahofer/Startseite.html
 
 
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 Nepal: Ein Gastbeitrag von Anamaria T. Immler (26.02.2010, 18:24)
 
  Ein Bericht von Anamaria T. Immler zu den Folgen des Stopp’s nepalesischer Adoptionen. Sie hat das Land mehrmals bereist und stand kurz vor der Adoption eines sechsjähriges Mädchens. Ihre Gedanken und Überlegungen zum Thema sind sehr informativ, lesen Sie ihren Beitrag unter: Allgemeines

Coppyright by: www.adoptionsinfo.de
 
 
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 Fragwürdige Adoption aus Äthiopien (25.02.2010, 00:02)
 
  Die Bradshaw\'s adoptierten drei Kinder aus Äthiopien. Man sagte Ihnen, dass die Kinder 7, 6 und 4 Jahre alt seien, dass die Mutter der Kinder tot sei und der Vater an Aids erkrankt wäre und dass den Kindern wohl ein Leben in der Prostitution bevorstehe würde. Heute sagt Katie Bradshaw: „Abgesehen vom Geschlecht der Kinder, scheint alles eine einzige Lüge zu sein.“
http://www.ethioguardian.com/news.php?extend.3557
 
 
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 Streit um Adoptionsrecht für Homo-Paare (23.02.2010, 21:51)
 
  Das Adoptionsrecht für schwule und lesbische Paare sorgt nach einem \"Spiegel\"-Bericht für Differenzen in der schwarz-gelben Koalition.\" Gleichgeschlechtliche Paare müssen endlich auch bei Adoptionen die gleichen Rechte haben\", sagte der FDP-Sozialexperte Michael Kauch. Bislang darf nur ein Partner ein Kind adoptieren. Die Union lehne den Vorstoß der Liberalen jedoch vehement ab, schreibt das Magazin. Dorothee Bär (CSU), familienpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion, wolle verhindern, \"dass die Ehe weiter ausgehöhlt\" werde. Die Familie bestehe für die Union aus \"Vater, Mutter, Kind\".
Adoptionsverbot verfassungswidrig
Der wissenschaftliche Dienst des Bundestags hatte das Adoptionsverbot für gleichgeschlechtliche Paare in der vergangenen Woche als verfassungswidrig eingestuft. Gestritten wird in der Koalition laut \"Spiegel\" darüber, was für die Kinder am besten sei. Nach Ansicht der FDP gefährde die bestehende Regelung das Kindeswohl. Die FDP-Abgeordnete Miriam Gruß verlangte von der Union, ihre \"Blockadehaltung\" aufzugeben. Dagegen argumentierte der CDU-Familienexperte Marco Wanderwitz, das Adoptionsrecht für homosexuelle Paare sei \"dem Kindeswohl nicht zuträglich\". Das Gutachten des Bundestags sei zudem \"verfassungsrechtlich nicht maßgeblich\".

Kindeswohl nicht beeinträchtigt
Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, verwies auf Ergebnisse einer Studie des Bundesjustizministeriums, wonach das Kindeswohl bei Kindern in eingetragenen Lebenspartnerschaften nicht beeinträchtigt sei. An der \"Diskriminierung beim Adoptionsrecht\" dürfe nicht länger festgehalten werden, forderte Beck.
Erschienen am 22. Februar 2010 http://eltern.t-online.de
 
 
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 Informationen zum Thema \"Heimweh adoptierter Kinder\" (23.02.2010, 21:04)
 
  Ein Artikel von Ruth Leimendinger
Für ein Adoptivkind ist die neue Familie eine komplett neue Lebenssituation, aber auch die aufnehmende Familie muss sich an den Zuwachs erst gewöhnen.%advertise% Schwierig wird es, wenn das adoptierte Kind Heimweh bekommt - Heimweh nach seiner alten Situation. Fest steht dann erst einmal eines: Die neue Familiensituation ist für das Adoptivkind noch etwas Fremdes, denn - so banal das klingen mag - Heimweh bekommt man nur in der Fremde. Was kann man dann tun?



Heimweh ist kein Tabu

Heimweh ist ein ganz normales Gefühl wie Angst oder Freude auch. Es ist nichts Schlimmes und sollte auch vor oder zum Adoptivkind als solches nicht thematisiert werden. Heimweh ist aber kein unlösbares Problem und kann bewältigt werden. Nur dazu gibt es kein pauschales Allheilmittel, sondern ist ganz individuell zu behandeln. Man sollte, so raten einige Therapeuten, rechtzeitig mit den Kindern über das Gefühl Heimweh sprechen. Dennoch gibt es demnach eine grundsätzliche Haltung dazu: man sollte dem Heimweh der Kinder nicht nachgeben. Sie müssen lernen, dieses Problem selbst zu meistern. Anfänglich ist das schwierig und erzeugt Stress.
Gegen Heimweh sollte man dem Adoptivkind Abwechslungen bieten, die es in seinen Bann zieht. Das Heimweh-Gefühl rutscht dann eher in den Hintergrund. Die Schwierigkeit ist, eine richtig faszinierende Abwechslung wie Spiele zu finden. Aber auch weinen ist natürlich erlaubt.

Bei einem Adoptivkind sollte auf alle Fälle etwas vor Ort verändert werden, damit das Heimweh vergeht. Es sollte sich wohler fühlen als dort, woher es kommt. Besonders schwierig ist das bei ausländischen Kindern aus einem anderen Kulturkreis. Ein probates Mittel dagegen sind Freunde, die man finden kann.

Das Wichtigste in Kürze:

Heimweh ist ein normales Gefühl wie Freude auch, es sollte nicht unterdrückt werden;

mit dem Adoptivkind über das Heimweh sprechen;

Abwechslung schaffen;

Versuchen das Kind in einen Freundeskreis zu integrieren;

 
 
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 Einbürgerung: Wenn Kinder Fremde bleiben (23.02.2010, 00:33)
 
  Ein ausländisches Adoptivkind erhält nicht automatisch die Staatsbürgerschaft. Erst muss ein kompliziertes Einbürgerungsverfahren durchlaufen werden. In den meisten europäischen Ländern läuft es anders.
WIEN. Für Volksanwältin Terezija Stoisits ist es eine Gesetzeslücke: Wenn Österreicher ein ausländisches Kind adoptieren, so erhält dieses nicht automatisch die österreichische Staatsbürgerschaft, sondern es muss erst ein kompliziertes Einbürgerungsverfahren durchlaufen werden.
Für Stoisits ist das nicht einsehbar: Es gebe ohnehin schon ein langwieriges und kostenintensives Verfahren, damit die Adoption bewilligt werde. Damit das Kind die österreichische Staatsbürgerschaft erhält, ist ein zusätzliches Verfahren notwendig. Im Vergleich zu normalen Einbürgerungen entfällt zwar die Voraussetzung, dass der Antragsteller sich zehn Jahre lang in Österreich aufgehalten haben muss, und es gibt auch einen Rechtsanspruch auf Verleihung der Staatsbürgerschaft, wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind. Billig ist die Angelegenheit aber nicht: In Wien beispielsweise sind für die Einbürgerung 890 Euro an Gebühren zu bezahlen.
Das ist in den meisten europäischen Ländern anders: In Deutschland, Frankreich, Finnland, Schweden, Spanien oder Italien erwerben Minderjährige durch Adoption automatisch die Staatsbürgerschaft der Adoptiveltern.
Irrtümlich Staatsbürger
Der Volksanwältin sind auch schon recht kuriose Fälle untergekommen, so jener eines 14-Jährigen, der vor zehn Jahren adoptiert wurde und durch einen Irrtum der Behörden alle Unterlagen eines Staatsbürgers erhalten hat: Staatsbürgerschaft und Reisepass wiesen ihn als Österreicher aus. Als die Behörde ihren Fehler entdeckte, wurde er quasi wieder ausgebürgert.
Für die Volksanwaltschaft ist das kein Einzelfall: Bereits seit 1984 verweist sie in ihren Berichten auf die Notwendigkeit, für solche Härtefälle einen geeigneten rechtlichen Rahmen zu schaffen, damit die Betroffenen die österreichische Staatsbürgerschaft behalten können. So hat es sogar schon Fälle gegeben, in denen Nichtstaatsbürger ihren Wehrdienst für Österreich abgeleistet haben.
Fekter skeptisch
Innenministerin Maria Fekter sieht diesen Vorstoß der Volksanwaltschaft sehr kritisch. Es gebe mehrere Gründe gegen eine automatische Einbürgerung von Adoptivkindern, so ein Sprecher der Innenministerin. Wenn man es für alle Adoptionen mache, könnten auch erwachsene Adoptivkinder in den Genuss der Staatsbürgerschaft kommen, was zu Geschäftemacherei mit der Adoption führen würde. Nur für Kleinkinder könne man es aber nicht machen, weil das den Gleichheitsgrundsatz verletzen würde. Außerdem seien bei automatischer Einbürgerung uneheliche Kinder von Österreichern schlechter gestellt, wenn die Mutter Ausländerin ist. Für diese Kinder muss nämlich auch erst eigens um die Staatsbürgerschaft angesucht werden. Und schließlich würde dies zu Doppelstaatsbürgerschaften führen – und auch das wolle man vermeiden.
(diepresse.com) (\"Die Presse\", Print-Ausgabe, 22.02.2010)

 
 
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 Zentrum für Adoptionen (21.02.2010, 21:28)
 
  Das Zentrum für Adoptionen e.V. in Baden-Baden hat mit Wirkung vom 01.02.2010 vom Ministerium für Erziehung und Wissenschaft der Russischen Föderation die Genehmigung zur Durchführung von Adoptionen in der Russischen Föderation erhalten. Damit ist nun das Zentrum für Adoptionen e.V. auch offiziell in der Russischen Föderation akkreditiert und hat die Erlaubnis auf dem gesamten Territorium der russischen Föderation tätig zu sein.

 
 
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 Offen gesagt (20.02.2010, 15:25)
 
  Wer bin ich? Wo komme ich her? Warum wurde ich weggegeben? Fragen, die nicht einfach zu beantworten sind und die sich viele Adoptierte immer wieder stellen. Kinder, die zur Adoption freigegeben werden, werden häufig schon als Säuglinge von der leiblichen Mutter getrennt. Als Erwachsene suchen sie nach ihren Wurzeln, so wie Petra Thomsen und Petra Meibohm. Während Petra Thomsen bereits von Kindesbeinen an wusste, dass sie ein Adoptivkind ist, erfuhr Petra Meibohm erst als 27-Jährige durch Zufall von ihrer Adoption. Was es bedeutet, adoptiert zu sein und erst Jahrzehnte nach der Geburt die eigene Mutter kennen zu lernen, darüber spricht Pastor Jan Dieckmann mit den beiden Frauen in der christlichen Talkreihe \'Offen gesagt\' in der St. Pauli Kirche in Hamburg.
Am 28.02.2010 um 14.45 Uhr auf NDR
 
 
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 Die verlorene Tochter (20.02.2010, 15:23)
 
  Anisha aus München macht sich auf den Weg nach Indien, um zum ersten Mal in ihrem Leben ihre leibliche Mutter zu treffen. Als Baby war Anisha nach München gekommen, adoptiert von deutschen Eltern, die das Mädchen in einem katholischen Krankenhaus in Hyderabad entdeckt hatten. In der Pubertät lässt die Frage nach den Wurzeln Anisha nicht los. Heimlich, ohne Wissen ihrer Adoptiveltern, sucht sie nach ihrer Mutter in Indien, mit der Hilfe einer indischen Menschenrechtlerin.
Am 23.02.2010 um 22.00 Uhr auf WDR
 
 
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 Nepal (18.02.2010, 01:19)
 
  Das Bundesamt für Justiz weist auf seiner Internetseite darauf hin, dass das Ständige Büro der Haager Konferenz seinen Bericht vom 4. Februar 2010 über das Adoptionswesen in Nepal ins Internet gestellt hat.

Ebenfalls im Internet kann die Presseerklärung der Kinderhilfsorganisation UNICEF zu den Missständen im nepalesischen Adoptionswesen abgerufen werden.

 
 
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 „Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare zulässig“ (18.02.2010, 01:14)
 
  Das Verbot einer gemeinschaftlichen Adoption eines fremden Kindes durch gleichgeschlechtliche Lebenspartner lässt sich verfassungsrechtlich nicht aufrechterhalten. Zu diesem Schluss kommt ein Gutachten der wissenschaftlichen Dienste des Bundestages, das bei den Grünen sowie in der FDP Anklang findet.
Das bisher unveröffentlichte Gutachten, das der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) vorliegt, beruft sich auf eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts im Oktober 2009, nach der die Ungleichbehandlung von Ehe und eingetragener Lebenspartnerschaft bei der betrieblichen Hinterbliebenenrente grundgesetzwidrig ist.
Dieser Beschluss, in dem Gutachten fälschlich als „Urteil“ bezeichnet, bringt nach Ansicht des wissenschaftlichen Dienstes „eine umfassende Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnern in allen Rechtsgebieten mit sich“. Auch beim Adoptionsrecht sei ein sachlicher Rechtfertigungsgrund erforderlich, um eingetragene Lebenspartner gegenüber Eheleuten ungleich zu behandeln. Der bloße Verweis auf den besonderen Schutz der Ehe im Grundgesetz genüge nicht. Auch sei es dem Gesetzgeber verwehrt, „die Gefahr einer generellen Gefährdung des Kindeswohls gegen ein Adoptionsrecht ins Feld zu führen“.
„Die Ehe gegenüber anderen Lebensformen nicht begünstigen“
Der Gesetzgeber lasse es schließlich selbst zu, dass Kinder, die von einem Lebenspartner adoptiert wurden, in einer gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft aufwachsen. Auch seien „keine aktuellen empirischen Studien ersichtlich, wonach das Wohl eines Kindes in einer Lebenspartnerschaft in Deutschland generell gefährdet sei“, heißt es in dem Gutachten. Vielmehr komme eine vom Bundesjustizministerium in Auftrag gegebene Studie zu dem Ergebnis, eine gemeinschaftliche Adoption sei für das Kindeswohl von Vorteil.
Im Koalitionsvertrag von Union und FDP heißt es mit Blick auf das Steuerrecht, dass gleichheitswidrige Benachteiligungen abgebaut werden und insbesondere die Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts zur Gleichstellung von Lebenspartnern mit Ehegatten umgesetzt werden sollen. Ferner wollen Union und FDP, wie es unter der Überschrift „Leistungsfähigkeit des öffentlichen Dienstes“ heißt, die „Ausgewogenheit von Rechten und Pflichten von eingetragenen Lebenspartnerschaften verbessern. Dazu werden wir die familien- und ehebezogenen Regelungen über Besoldung, Versorgung und Beihilfe auf Lebenspartnerschaften übertragen.“ Das Gutachten der wissenschaftlichen Dienste des Bundestages verweist auf die neuere Karlsruher Rechtsprechung, nach der der biologischen Elternschaft gegenüber der rechtlichen und sozial-familiären Elternschaft kein Vorrang mehr zugestanden werde.
Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Papier, sagte kürzlich im Gespräch mit der F.A.Z., es sei dem Gesetzgeber grundsätzlich nicht verwehrt, die Ehe gegenüber anderen Lebensformen zu begünstigen. Allerdings müssten für damit verbundene Benachteiligungen nichtehelicher Lebensgemeinschaften „umso gewichtigere Sachgründe vorliegen, je größer die Gefahr ist, dass an Persönlichkeitsmerkmale der sexuellen Orientierung angeknüpft wird“. In Karlsruhe ist seit Ende 2009 eine Verfassungsbeschwerde anhängig, die sich gegen den Ausschluss einer gemeinschaftlichen Adoption durch eingetragene Lebenspartner wendet. Mit einer Entscheidung ist aber nicht in nächster Zeit zu rechnen.
FAZ.NET (Frankfurter Allgemeine 16. Februar 2010)
 
 
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 Ein Baby für 5000 Dollar (17.02.2010, 01:53)
 
  Das Erdbeben hat Haitis Waisenhäuser verwüstet - Adoptionen stocken, und die Kinder leiden unter dem Chaos
Port-au-Prince - \"Foyer d\'Espoir\" heißt Hort der Hoffnung. Es ist der Name eines Waisenheimes, das knapp 20 Kilometer außerhalb von Port-au-Prince liegt, in Thomassin, einer bergigen Gegend, für die man einen Wagen mit kräftigem Allradantrieb braucht. 23 Kinder zwischen drei Monaten und vier Jahren hat Madame Vital hier unter ihren - wie sagte man früher - \"Fittichen\". Madame Vital ist, zumindest in Frankreich, keine ganz unbekannte Person. Denn Frankreich ist das Land, das die meisten Kinder aus Haiti adoptiert. Knapp 1000 waren es im vergangenen Jahr. Einige davon kamen auch aus Madame Vitals Foyer.

Nun hat das Erdbeben die meisten begonnenen Adoptionsverfahren unterbrochen. In Frankreich laufen deshalb designierte Adoptiveltern Sturm, deren Verfahren kurz vor dem Abschluss standen. In manchen Fällen hatten sie die Kinder bereits besucht, auf den Papieren fehlte ein letzter richterlicher Stempel. Die Gerichtsgebäude in Port-au-Prince sind zerstört, und niemand weiß, wie es weitergehen soll. Zugleich machen Horrorgeschichten die Runde. Vor gut einer Woche verhaftete eine offenbar gut informierte Spezialeinheit der haitianischen Polizei eine Gruppe von zehn religiösen Eiferern aus Amerika an der Grenze zur Dominikanischen Republik beim Versuch, 33 Kinder über die Grenze zu bringen. Die Amerikaner behaupteten, die Kinder retten zu wollen. Die Polizei vermutet Kinderhandel. Der Premierminister Jean-Max Bellerive persönlich verstärkte die Ängste, indem er in einem CNN-Interview über Fälle von Kinder- und von Organhandel sprach, die ihm zu Ohren gekommen seien. Doch wie fast alle, die sich in diesem Gebiet tummeln, konnte auch Bellerive wenig Konkretes erzählen. Am Sonntag lieferte dann die \"New York Times\" einen faktendürren Artikel, der sich eher aus der Sorge der Autorin denn aus Erkenntnissen speiste. Unter anderem fiel der Reporterin auf, dass Kinder in haitianischen Waisenhäusern \"zu große, zu kleine oder gar keine Kleider tragen\". Das ist eine korrekte Beobachtung, trifft aber in einem bitterarmen tropischen Land ungefähr auf 90 Prozent der Kinder zu.

Wer sich mit Kinderhandel und erst recht mit Organhandel in Haiti befasst, betritt das Reich der Spekulation. Verlässliche Zahlen gibt es nicht. \"Wenn ein Land in Unordnung ist, steigt das Risiko für Kinderhandel automatisch\", sagt Caroline Bakker. Die Holländerin ist die Kinderschutzbeauftragte von Unicef für die Karibikregion. \"Es gibt Berichte über verschwundene Kinder, über Entführungen aus Krankenhäusern. Wir haben also Indizien, aber mehr nicht\", sagt Bakker, die sichtlich um eine nüchterne Einschätzung der Lage bemüht ist. Natürlich sei die Grenze zur Dominikanischen Republik leicht zu überqueren. Sie ist nur schwach gesichert. Das Grenzgebiet ist ein großer Basar, über den auch Kinder ungehindert toben. \"Das Problem am Kinderhandel ist, dass er meistens halb verdeckt stattfindet. Die Kinder gehen über die Grenze, weil man ihnen irgendetwas versprochen hat. Dass es um Kinderarbeit oder Prostitution geht, stellen sie erst am Ende ihrer Reise fest\", sagt Bakker.

Rund 50 000 Waisenkinder gab es in Haiti vor dem Erdbeben. Wie stark die Zahl nun angestiegen ist, weiß noch niemand genau. Madame Vital hat seit dem Beben noch keine Neuankömmlinge begrüßen müssen. Bis zum Beben waren ihre Kinder in einem Hort untergebracht, der einige Kilometer von ihrem Wohnhaus entfernt liegt. Das Beben überstanden die Kinder beinahe ohne Schramme. Nur ein kleiner Junge lag unter einem umgestürzten Arzneischrank, wurde aber rasch geborgen und kam mit ein paar Beulen davon. Doch das Gebäude hat nun Risse. Madame Vital hat die Kinder bei sich zu Hause untergebracht, in einem für haitianische Verhältnisse großen Haus. An den Wänden blüht der Schimmel. Das ist hier nichts Ungewöhnliches. 23 Kinder füllen auch ein großes Haus rasch. Im Hof und im Garten schlafen sie in Zelten. \"Wir suchen dringend neue Räume, aber momentan suchen alle nach Häusern\", sagt Madame Vital. Seit beinahe 20 Jahren betreibt sie ihr Waisenhaus, im Gegensatz zu vielen anderen in Haiti ist ihres staatlich registriert. Madame Vital lebt davon, dass ihre Kinder adoptiert werden. 5000 Dollar erhält sie pro Kind, direkt von den Eltern. Der Adoptionsprozess sei inzwischen viel komplizierter geworden, sagt sie. Zuvor seien die Kinder maximal ein Jahr bei ihr geblieben, nun dauere das Verfahren oft drei bis vier Jahre. Sie brauche die Einwilligung der biologischen Eltern, eine Bestätigung vom Sozialministerium, die Adoptiveltern würden vor Gericht gehört. Gut für die Kinder, glaubt sie, sei die lange Wartezeit nicht. Ein Waisenhaus, sei nun einmal keine Familie.

Madame Vitals Kinder, die während unseres Gesprächs ziemlich brav an kleinen Kinderplastiktischen im Foyer d\'Espoir sitzen, scheinen sich zumindest in ihrem Ersatzfamilienverbund nicht unwohl zu fühlen. Immer wieder schauen sie auf ihre Reserve-Maman, die einschreitet, sobald Disziplinlosigkeit aufscheint. \"Du darfst deinen Nächsten nicht schlagen\", ermahnt sie einen Jungen, der seinen Tischnachbarn bedrängt. Der Schläger gehorcht prompt. Madame Vitals Adoptiveltern kommen überwiegend aus Frankreich und Kanada. Die Kinder, die sie aufnimmt, sind zum Teil Waisenkinder, zum Teil sind es aber auch die Eltern selbst, die ihre Kinder zur Adoption freigeben, weil sie sie nicht mehr ernähren können.

Wie die Adoptionsverfahren nun weitergehen, ist offen. \"Ich habe gehört, dass es ein Moratorium auf alle Verfahren gibt\", sagt Madame Vital. Ungeduldige Paare besprechen täglich ihren Anrufbeantworter. Madame sorgt sich derweil um die Versorgung. Es gibt kein fließendes Wasser, einen Tanklaster auf den Berg zu bestellen kostet aber derzeit 1000 Dollar. Die Preise für Windeln haben sich auch verdreifacht. Madame Vital hält in der Regel sowohl mit den leiblichen wie mit den neuen Eltern Kontakt. Diese schicken ihr Fotos, die sie an jene weiterreicht. Nur manchmal hat sie Ärger mit den leiblichen Eltern. Das geschehe, wenn die Adoptiveltern sich nicht mehr meldeten und die leiblichen Eltern nicht erführen, wie es ihren Kindern ergehe. Sie schreien dann manchmal am Telefon: \"Wir haben dir unser Kind nicht verkauft!\"

weltonline.de
 
 
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 Embryo-Adoption im Ausland (15.02.2010, 19:38)
 
  Für Singles ist es sehr schwer, ein Kind zu adoptieren. Immer mehr machen es deshalb so wie die US-amerikanische Lehrerin Patricia Bohanon. Sie flog nach Indien, um sich dort einen Embryo einpflanzen zu lassen.

indiatimes.com
 
 
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 Wiedersehen nach 45 Jahren (12.02.2010, 23:27)
 
  Kaum zu glauben aber wahr,
nach 45 Jahren erfährt Mutter, dass ihre Söhne noch leben.
Wieder da \"In den 50ern\" bekommt die unverheiratete Ruth Zwillinge. Damals eine Schande. Man macht ihr weis, ihre Jungs wären tot, und gibt sie zur Adoption frei. Die Agentur \"Wiedersehen macht Freude\" bringt nach 45 Jahren die Mutter und ihre Söhne wieder zusammen.
 
 
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 Baby musste lange auf eine Pflegefamilie warten (12.02.2010, 00:32)
 
  Gießen (kw). Die Vereinigung »Pfad« hat Personalengpässe im Jugendamt beklagt. Kurz vor Weihnachten wurde für ein Baby in Gießen überhaupt keine Unterbringungmöglichkeit gefunden. Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich bestätigte: Wir arbeiten an internen Problemen.
Kinder erleben in ihren Familien Gewalt oder Vernachlässigung in einem solchen Ausmaß, dass das Jugendamt sie sofort »in Obhut nehmen« muss. Dann stellt sich die Frage: Wo kann man die Kleinen unterbringen? Eine Antwort zu finden, fällt dem städtischen Jugendamt jedoch mitunter sehr schwer. Ein Baby in Gießen, für das sich im Dezember überhaupt keine Unterbringungmöglichkeit finden ließ, musste vier Wochen im Krankenhaus bleiben, bis endlich eine Pflegefamilie es aufnehmen konnte.

Diesen Fall sehe er als Zeichen für einen bedenklichen »Trend«, sagte Frank Ehnis vom Verband der Pflege- und Adoptiveltern (Pfad) bei einer Sitzung des Jugendhilfeausschusses. Im Pflegekinderdienst des städtischen Jugendamts sei das Personal zu knapp, um neue Pflegefamilien zu gewinnen. Die vorhandenen würden unzureichend betreut: »Bei uns liegt der letzte Hausbesuch anderthalb Jahre zurück. Wenn wir in einer Notlage auf Hilfe vom Jugendamt hoffen, kann es leicht passieren, dass einfach keiner ans Telefon geht.«

In nächster Zukunft würden mit wachsender Arbeitslosigkeit wohl noch mehr Kinder aus den Familien genommen werden. Dann könnten immer häufiger Situationen entstehen wie im Dezember, als das Jugendamt ungewöhnlich viele Inobhutnahmen bewältigen musste. »Wir hören immer nur: Es fehlen Haushaltsmittel«, so Ehnis. In seinen Augen gleiche die Lage dem »Warten auf eine Katastrophe«.

Pflegefamilien seien nicht nur finanziell - »ein Heim kostet das Vierfache« -, sondern auch pädagogisch oft die beste Lösung für Kinder und Jugendliche, die vorübergehend oder dauerhaft nicht mehr in der Herkunftsfamilie leben können, erläuterte der Vereinsvertreter. Sie brauchten aber Unterstützung, denn es entstünden immer wieder besondere Probleme. Dass es zu wenige Pflegeeltern gibt, habe für die Kinder verheerende psychische Folgen: Viele müssten immer wieder »Abbrüche« in den Beziehungen zu Erwachsenen verkraften, die sie kurzfristig in »Warteschleifen« versorgen. Optimal wäre laut »Pfad« ein Betreuungsschlüssel von 25 Kindern pro Fachkraft-Stelle.

Er liegt aber bei über 40, denn derzeit leben rund 65 Kinder in Gießen in Pflegefamilien. Für ihre Begleitung gibt es im Jugendamt anderthalb Stellen. »Das ist relativ eng bemessen«, räumte Bürgermeisterin Gerda Weigel-Greilich als zuständige Dezernentin ein. Hinzu kämen interne Probleme, die zu Engpässen führten. »Wir arbeiten an einer Lösung.«


 
 
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 Deutschland - Adoptionen aus Nepal gestoppt (12.02.2010, 00:27)
 
  Nur knapp eine Woche nachdem Experten einen sehr kritischen Bericht über Adoptionen aus Nepal veröffentlicht haben, wurden weitere Adoptionen von Deutschland aus Nepal gestoppt. Bislang wurde etwa 15-20 nepalesische Kinder pro Jahr von Deutschen adoptiert.
Dies ist das zweite Mal, dass ein Adoptionsstopp für Nepal verhängt wird. Bereits 2007 wurden Adoptionen aus dem asiatischen Land untersagt, da bereits damals erhebliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit nepalesischer Adoptionen aufgekommen waren.

 
 
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 Schwarze Jungen (10.02.2010, 21:59)
 
  US-amerikanischen Untersuchung zufolge bevorzugen Adoptivbewerber hellhäutige Mädchen. Schwarze Jungen haben es deshalb viel schwerer, neue Eltern zu finden. Bewerber scheinen aber eher bereit zu sein sich für einen dunkelhäutigen Jungen zu entscheiden, wenn die Adoptionskosten für dieses Kind niedriger ausfallen.

 
 
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 Forderung der Einstellung nepalesischer Auslandsadoptionen (09.02.2010, 18:26)
 
  Terre des hommes fordert die Einstellung nepalesischer Auslandsadoptionen.
Viele Eltern aus ländlichen Gegenden Nepals wissen nicht was mit ihren Kindern geschehen ist, es gibt viele Geschichten hierzu.

Mehr dazu hier: http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5h0SkIj_KSakRLtTAAzI9Q7u2hm3A
 
 
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 Reaktionen aus Nepal - Untersuchungsbericht im Adoptionswesen (08.02.2010, 16:45)
 
  In einer Reaktion auf die Untersuchung über das nepalesische Adoptionswesen weist die nepalesische Regierung die Anschuldigungen vehement zurück. Der Bericht sei weit weg von der Wahrheit, so die Regierung.

mehr dazu hier:
http://www.kantipuronline.com/the-kathmandu-post/2010/02/06/top-stories/State-sees-no-loopholes-in-adoption/4856/

und hier:
http://www.thepeninsulaqatar.com/Display_news.asp?section=World_News&subsection=Philippines+%26+South+Asia&month=February2010&file=World_News20100207104520.xml
 
 
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 Nepal (08.02.2010, 16:37)
 
  Im nepalesischenn Adoptionssystem gibt es gravierende Fehler. Laut einer aktuellen Untersuchung von Rechtsexperten, sollen immer wieder Dokumente gefälscht und die Interessen der Kinder im Adoptionsverfahren größtenteils überhaupt nicht beachtet werden.


 
 
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 In 3 Jahren nur zehn Auslandsadoptionen in Thüringen (05.02.2010, 03:28)
 
  Lt. Auskunft des Sozialministeriums gestern, haben in den vergangenen drei Jahren in ganz Thüringen nur zehn Paare ein Kind aus dem Ausland adoptiert. Die Mädchen und Jungen stammten aus der Ukraine, aus Russland, Äthiopien und der Slowakischen Republik. Sie waren zwischen einem Jahr und sechs Jahren alt.

 
 
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 Hilfe zur Selbsthilfe für haitianische Kinder (27.01.2010, 20:30)
 
  Antje Schröder vom Kinderhilfswerk Plan in Hamburg hält die gestiegene Adoptionsnachfrage für \"keine geeignete Lösung\". Zwar habe sie Respekt \"vor diesem Mitgefühl und dem Engagement der Menschen, die helfen wollen. Aber wir versuchen auch zu erklären, dass, wenn wir Haiti eine Zukunft geben wollen, es dafür auch Kinder und Jugendliche braucht.\"
Statt einer Adoption rät Plan zu einer Patenschaft. \"Das ist Hilfe zur Selbsthilfe für die Haitianer und letztlich nachhaltiger als eine Adoption.\"
(Zeit online, www.zeit.de)
 
 
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 \"Adoption ist keine Hau-Ruck-Geschichte!\" (27.01.2010, 20:22)
 
  Viele hilfswillige Eltern möchten haitianische Kinder adoptieren. Doch das ist keine große Hilfe, bemängeln Kinderschutzorganisationen. Spenden sind die einfachste Hilfe.
National wie international wollen viele Menschen den Erdbebenopfern in Haiti helfen. Nur manche meinen es scheinbar zu gut mit ihrer Hilfe, wie das Beispiel Adoption zeigt. Die Bundeszentralstelle für Auslandsadoption, ein Referat im Bundesamt für Justiz, schreibt in einer aktuellen Erklärung von \"zahlreichen Angeboten besorgter Bürger, die ein Kind aus Haiti adoptieren oder zur Pflege aufnehmen möchten\". Damit steht die Zentralstelle nicht alleine da, auch Kinderhilfswerke wie terre des hommes oder Plan verzeichnen eine gestiegene Nachfrage. Die auf Haiti spezialisierte Vermittlungsstelle help a child registriert gar \"das Zehnfache des Normalen\" an Adoptionswünschen, wie der Sprecher der Organisation Rolf Behrentin schätzt.
Das klingt zunächst einmal gut – und logisch: Hilfsbedürftigen Menschen muss geholfen werden. Und dass die Erdbebenopfer von Haiti, allen voran die Kinder, hilfsbedürftig sind, steht außer Frage. Dennoch ist das adoptive Engagement der Deutschen auf den zweiten Blick nicht positiv zu bewerten. Es ist nicht geeignet zur humanitären Soforthilfe.
In einem Statement der Non-Profit-Organisation International Social Service (ISS) heißt es, dass Adoptionen im Allgemeinen nicht infolge von Kriegen oder Naturkatastrophen durchgeführt werden sollten, da diese Situationen es unmöglich machen würden, persönliche und familiäre Situationen von Kindern nachzuprüfen. Das heißt im Klartext: Ob ein Kind Waise ist oder nicht, lässt sich noch nicht genau feststellen, da es möglicherweise noch überlebende Verwandte gibt. Genau diese spontanen Adoptionen jedoch, vor denen ISS warnt, finden derzeit scheinbar Gefallen unter den hilfswilligen Eltern der westlichen Welt.
\"Viele glauben, dass jetzt dringend Eltern in Haiti gebraucht werden\", bestätigt Behrentin, \"aber das lässt sich derzeit nicht mit Gewissheit sagen.\" Auch er verweist auf die nach wie vor unklaren Familienverhältnisse. Deswegen werden von seiner Organisation auch keine neuen Adoptionsverfahren für haitianische Kinder mehr in die Wege geleitet. Lediglich diejenigen Verfahren, die bereits vor dem Erdbeben begonnen hatten, werden zu Ende gebracht. \"Wie es danach mit Adoptionen aussieht, wissen wir nicht, da die Behördenstruktur in Haiti komplett zerstört wurde.\"
Dass ein Adoptionsverfahren eine schnelle Lösung für etwaige Waisenkinder in Haiti sein kann, ist ohnehin ein Trugschluss, wie Martina Rethmeyer, Vorsitzende der Adoptionsvermittlungsstelle Eltern für Kinder, sagt. Im Regelfall dauere eine Adoption mindestens zwei bis drei Jahre. \"Das ist keine Hau-Ruck-Geschichte! Sondern das geht ordentlich und seriös vonstatten.\"
Zunächst findet ein Informationstreffen mit dem Verein statt, es folgen Gespräche mit Beratungseltern, Psychologen und dem Jugendamt mit Berichten über die Eignung der Bewerber. Zusätzlich gibt es Seminare zum Thema Auslandsadoption von karitativen Organisationen, den Jugendämtern und freiberuflichen Psychologen. Nach dem Abschlussgespräch erst entscheidet man sich für ein Land. \"In der Regel geht ein Jahr ins Land, bis die Bewerber das Verfahren durchlaufen haben und zum Abschlussgespräch kommen\", sagt Rethmeyer. Danach dauert es noch mal zwei bis drei Jahre. Satt Aktionismus wie Adoption könne man den haitianischen Kindern viel besser mit Spenden helfen, sagt sie: \"Spenden sind das A und O.\"
 
 
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 Jeder fünfte Einwohner aus dem Ausland (27.01.2010, 20:14)
 
  Nach Informationen des Statistischen Bundesamts lebten 2008 rund 15,6 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in der Bundesrepublik Deutschland. Das waren 19 Prozent der 82,1 Millionen Einwohner. Somit haben knapp ein Fünftel der Einwohner in Deutschland ausländische Wurzeln. (bild.de)

 
 
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 Kinderhandel in China (26.01.2010, 23:40)
 
  Die Los Angeles Times berichtet über einen Kinderhändlerring in China. Hier handelt es sich um einen jener Berichte, die uns glücklich machen sollten, dass es kein Adoptionsabkommen zwischen China und Deutschland gibt.

http://www.latimes.com/news/nation-and-world/la-fg-china-adopt24-2010jan24,0,5025743,full.story
 
 
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 EU will Adoption von Kindern aus Haiti regeln (25.01.2010, 00:45)
 
  Toledo (dpa) - Die 27 EU-Staaten wollen bei Adoptionen von Waisenkindern aus dem Erdbebengebiet in Haiti gemeinsam vorgehen. Darauf haben sich die europäischen Justizminister bei einem Treffen in Toledo verständigt. Sie wollen dabei mit dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen zusammenzuarbeiten. Unicef habe über Netzwerke von Kinderhändlern geklagt, die illegal Kinder aus Haiti verschleppten und auf den Adoptionsmarkt brächten.

http://www.zeit.de/newsticker/2010/1/22/iptc-hfk-20100122-81-23633172xml
 
 
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 Erste Anzeichen für Kinderhandel in Haiti (25.01.2010, 00:41)
 
  In Haiti sind Kinder aus Krankenhäusern verschwunden. Nun wächst die Kritik von Hilfsorganisationen an den besonders von den USA forcierten Adoptionen.
Der Ernstfall scheint eingetreten: In Haiti sind nach Informationen des UN-Kinderhilfswerks Unicef 15 Kinder aus Krankenhäusern verschwunden. Wie Unicef in Genf mitteilte, besteht der Verdacht, dass die Kinder verschleppt wurden. Sie sollen mit Personen, die nicht ihre Eltern oder Verwandte sind, die Krankenhäuser verlassen haben. Netzwerke von Kinderhändlern, die den illegalen \"Adoptionsmarkt\" bedienten, seien nach Naturkatastrophen besonders aktiv, teilte Unicef mit. Daher hatte Unicef bereits am Donnerstagabend eine Aussetzung jeglicher Adoptionen gefordert.
Weitere Info\'s dazu hier: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-01/haiti-kinderhandel-adoptionen
 
 
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 Deutschland erleichtert Einreise von Adoptivkindern aus Haiti (23.01.2010, 03:01)
 
  Deutschland will die Einreise von Adoptivkindern beschleunigen.
Die ersten Jungen und Mädchen könnten bereits in den nächsten Tagen den Flug hierher antreten, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts am Donnerstag. Mit dem Einverständnis der haitianischen Regierung will das Ministerium nun \"schnell, unbürokratisch und menschlich\" helfen. Der beschleunigte Einreiseprozess gilt nach Angaben der Bundeszentralstelle für Auslandsadoption in Bonn allerdings nur für jene Adoptivkinder, bei denen das Vermittlungsverfahren schon vor dem Erdbeben abgeschlossen oder \"sehr weit fortgeschritten\" war. Nach einer groben Schätzung betreffe das etwa 30 Jungen und Mädchen, sagte ein Sprecher.

 
 
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 Die geretteten Waisen aus Haiti (21.01.2010, 19:33)
 
  Ist es richtig, jetzt ein Kind zu adoptieren?
Ein Bericht von GABI EISENRIEDER 20.01.2010 (BILD.de)
Zwei Millionen Kinder in Haiti brauchen dringend Hilfe. Nach dem Horror-Beben vor einer Woche sind sie verletzt, traumatisiert, irren alleine durch die Trümmerwüste, auf der Suche nach Essen, Trinken – und ihren Eltern! Denn viele der Kinder hat die Katastrophe zu Waisen gemacht.
Tausende Adoptionswillige in der ganzen Welt fragen nun: Kann ich ein Kind aus Haiti adoptieren, um zu helfen?
Die Antwort ist nicht ganz einfach: Viele Länder wie Frankreich oder die USA haben ihre Bedingungen für das Adoptionsverfahren gelockert. Das gilt aber NUR für haitianische Kinder, die bereits vor der Katastrophe an Eltern vermittelt wurden. Sie sollen nun schneller und unbürokratischer in ihr neues Zuhause kommen. Für die Opfer der Katastrophe gibt es noch keine erleichternde Regelung.
• Wer ist wirklich Waise?
„Menschen, die sich jetzt entschließen, ein Kind aus Haiti zu adoptieren, werden zunächst keinen Erfolg haben“, sagt Michael Heuer, Sprecher der deutschen Stelle des Kinderhilfswerks „terre des hommes“. Bei der Organisation gingen in den letzten Tagen rund 100 Anfragen zu Adoptionsmöglichkeiten in Haiti ein, bislang gab es eine solche Nachfrage ca. einmal im Jahr.
„Die Kinder in Haiti müssen jetzt vor Ort versorgt werden, dann muss ihre Identität geklärt werden. Erst in Wochen oder Monaten kann dann die Suche nach Angehörigen in Haiti beginnen“, sagt Heuer.
Denn viele vermeintliche Waisen haben vielleicht noch Verwandte auf der Insel, die im momentanen Chaos nicht gefunden werden. Aber selbst wenn die Waisen von Haiti irgendwann zur Adoption freigegeben sind, könnte es für Deutsche schwierig werden. Vermutlich werden sehr viele Kinder in die USA vermittelt werden, wegen der räumlichen Nähe und auch weil die USA mit ihrem beispiellosen Aufgebot an Hilfe nun bereits mit vielen Organisationen in Haiti vertreten sind, vermutet Michael Heuer.
• Vorsicht vor Kinderhändlern!
Adoptionswillige müssen nach der Katastrophe noch vorsichtiger sein: Die Sorge um die Kinder Haitis ruft Menschenhändler und Entführer auf den Plan, die wehrlose, einsame Kinder einsammeln und ins Ausland verkaufen, warnt „terre des hommes“!
Für Menschen, die ein Kind aus dem Ausland adoptieren wollen, gilt ohnehin: Wenden Sie sich nur an seriöse Vermittler. Das sind die Adoptionsvermittlungsstellen der Landesjugendämter und zugelassene freie Vermittlungsstellen, eine Übersicht gibt es bei der Bundeszentralstelle für Auslandsadoption.


 
 
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 109 haitianische Kinder erwartet neue Heimat in den Niederlanden (19.01.2010, 02:33)
 
  ERDBEBENKATASTROPHE IN HAITI
109 haitianische Kinder erwartet neue Heimat in den Niederlanden
Schon vor dem Erdbeben zur Adoption freigegeben – Verfahren wird wegen Katastrophe beschleunigt
Den Haag (apn) Nach der Erdbebenkatastrophe in Haiti sollen 109 Kinder zur Adoption in die Niederlande ausgeflogen werden. Die Regierung in Den Haag schickte am Montag ein Flugzeug in die Karibik, um die bereits vor dem Beben zur Adoption freigegebenen Kinder abzuholen. Der Prozess sei wegen der Naturkatastrophe lediglich beschleunigt worden, sagte ein Sprecher des niederländischen Justizministeriums: „Wir sammeln nicht einfach Kinder auf der Straße ein und bringen sie zur Adoption nach Holland.“
Die 109 Kinder seien bereits vor dem Beben von zwei renommierten Adoptions-Agenturen ausgewählt worden, erklärte Ministeriumssprecher Patrick Mikkelsen. 56 hätten zum Zeitpunkt der Katastrophe auf die Ausstellung ihrer Reisedokumente gewartet, bei 44 weiteren fehlte noch die richterliche Bestätigung der Adoption. Für neun Kinder seien allerdings noch keine Adoptiveltern ausgewählt, sie sollten nach ihrer Ankunft in den Niederlanden deshalb zunächst in Pflegefamilien untergebracht werden. (AP)

http://www.epochtimes.de/articles/2010/01/18/537828.html
 
 
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 Viele Kinder in Haiti sind ganz allein (19.01.2010, 02:28)
 
  Tausende traumatisierter Kinder irren nach dem schweren Erdbeben in Haiti allein durch die Straßen. In Kinderheimen ist die Lage katastrophal und spitzt sich weiter zu, berichteten Helfer und Experten am Montag. Viele obdachlose Kinder sind ohne jegliche Betreuung. Das entwicklungspolitische Kinderhilfswerk terre des hommes warnte vor Kinderhändlern und Schleppern. Kinderhändler würden erfahrungsgemäß Notlagen wie jetzt in Haiti ausnutzen, teilte die Hilfsorganisation in Osnabrück mit. «Wir brauchen deshalb schnell Schutzmechanismen und konkrete Angebote, die verlassene Kinder aufnehmen und sie vor Verbrechen wie Kinderhandel und illegaler Adoption schützen», sagte Geschäftsführerin Danuta Sacher.
Für Unmut sorgte derweil eine Äußerung der Fernsehmoderatorin und UNICEF-Botschafterin Sabine Christiansen über Adoption in Haiti. In der ARD-Sendung «Anne Will Extra» hatte die TV-Lady am Sonntagabend zur Lage von dem Erdbeben gesagt: «Sie haben eine Adoption für 10 Dollar bekommen. Auf dem Flughafen hat man nur weiße Ehepaare mit kleinen haitianischen Kindern gesehen, weil sie nichts kosteten.»

Kompletter Artikel hier:
http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/918526
 
 
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 Tagebuch für Adoptivkinder (18.01.2010, 00:29)
 
  Wenn Sie ein ganz besonderes Album suchen, in dem Sie von der Entscheidung für die Adoption bis hin zum Zusammenwachsen als Familie, alles Wichtige in einem kindgerechten Rahmen festhalten wollen, dann sind Sie auf der Homepage bei \"AdoptivSinn\" genau richtig!
Hierbei handelt es sich um eine sehr informative und liebevoll gestaltete Seite rund um das Thema Adoption. Hauptaugenmerk sollten sie auf die Tagebücher für Adoptivkinder legen, die sehr schön gestaltet sind und für jedes Adoptivkind ein \"muss\" sein sollten.
Mehr hierzu auf:
http://www.adoptivsinn.de
 
 
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 Kritische Berichterstattung über rumänische Adoptionen (15.01.2010, 02:02)
 
  In einem sehr kritischen Bericht setzt sich die \"Berliner Zeitung\" mit Auslandsadoptionen auseinander.

(Dass es bei rumänischen Adoptionen viel Missbrauch gegeben hat, steht außer Zweifel. Man fragt sich aber, ob der verhängte Stopp von Auslandsadoptionen wirklich im Sinne der rumänischer Waisenkinder war. Das rumänische Gesetz basiert auf der falschen Annahme, dass eine Institution oder sogar eine Pflegefamilie einem Aufwachsen des Kindes in einer Adoptivfamilie im Ausland vorzuziehen sei. Jedes Jahr werden so auf diese Weise 8000 weitere rumänische Kinder zu einem Leben ohne Liebe verurteilt. Das ist ohne Zweifel ein Verstoß gegen die Menschenrechte, so Chris Smith, stellvertretender Vorsitzender der Helsinki Kommission für den Adoptionsstopp in Rumänien. Man kann ihm da nur schwer widersprechen.)

Siehe hierzu den vollständigen Bericht auf meiner Seite \"Allgemeines\" oder unter:

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2010/0112/seite3/0001/index.html
 
 
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 Haiti (15.01.2010, 00:26)
 
  Nach einem verheerenden Erdbeben ist die haitianische Hauptstadt größtenteils verwüstet und die Versorgung so gut wie zusammengebrochen. Es handelt sich um die größte Katastrophe seit Jahrhunderten in dem Karibikstaat. Es wird mit mehr als 100.000 Toten gerechnet. Die Vermittlungsstelle \"HELP a child\" hat ein Spendenkonto eingerichtet um betroffenen Kinderheimen zu helfen. SK Koblenz 57050120 Kto: 117 507 Vermerk: Erdbeben Haiti.

 
 
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 Erfolgsgeschichten eines internationalen Personensuchdienstes (13.01.2010, 22:34)
 
  Holger Z. (44) konnte als Kind nie begreifen, wieso er der einzige Rothaarige in seiner Familie war. Seine Eltern antworteten stets ausweichend. Erst kurz vor seiner Hochzeit erfuhr er, dass er als Säugling adoptiert wurde. Um seine Adoptiveltern nicht zu kränken, schob er die Suche nach seinen leiblichen Eltern immer hinaus. Kurz nachdem er selbst Vater eines Sohnes war, beauftragte er \"Wiedersehen macht Freude\" mit der Suche. Nach vier Monaten war seine Mutter gefunden. Sie berichtete, dass sie im Alter von 15 Jahren schwanger wurde und von ihren Eltern überzeugt wurde, das Kind zur Adoption zu geben. Sie lebt heute als Dolmetscherin in Schottland, ist verheiratet und hat eine Tochter. Und: Mutter und Tochter sind rothaarig!
Wiedersehen macht Freude - Internationaler Personensuchdienst - Inhaberin: Susanne Panter, Pallasstraße 8, 10781 Berlin, Telefon: 030 - 263 90 60, Telefax: 030 - 263 90 629, E-Mail: mail@wiedersehenmachtfreude.de, www.wiedersehenmachtfreude.de.
 
 
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 Tagesseminar für zukünftige Adoptiv-Großeltern und Angehörige (13.01.2010, 22:32)
 
  Die Adoption eines Kindes ist neben der Fortpflanzung die bedeutendste Form der Familiengründung. Paare, die sich um die Aufnahme eines Kindes aus dem In- oder Ausland bemühen, durchlaufen einen intensiven Beratungsprozess, in dem die Besonderheiten und Anliegen von verlassenen und seelisch verletzten Kindern eingehend dargestellt werden. Für Adoptivkinder ist es besonders wichtig in einen warmherzigen und liebevollen Familienverband aufgenommen zu werden, der ihre Eigenheiten und besonderen Bedürfnisse erkennen, darauf eingehen und verstehen kann. Adoptivgroßeltern sind neben den Adoptiveltern die wichtigsten Bezugspersonen für das Adoptivkind. Das Tagesseminar möchte Sie auf die Ankunft und auf das Leben mit Ihrem Enkelkind einstimmen und vorbereiten. Veranstalter: Praxis für systemische Beratung Elke Henrich. Die Seminargebühren beträgt 45 € pro Person. Bitte melden Sie sich bis spätestens eine Woche vor Seminarbeginn telefonisch, per Mail oder Fax an. Der Teilnehmerbetrag ist am Seminartag bar zu entrichten. Veranstaltungsort: 36145 Hofbieber am 10. April 2010. Kontakt: Telefon: 06657-91 97 60, Handy: 0172 - 6 16 90 49, E-Mail: praxishenrich@t-online.de  
 
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 Seminar Geschwisterkinder in Adoptivfamilien (13.01.2010, 22:30)
 
  Seminar in Frankfurt: Die Stellung in der Geschwisterreihe prägt die Identität eines jeden Menschen entscheidend mit. Geschwisterrivalitäten und -liebe gehören zum Alltag in allen Familien mit mehreren Kindern. Was ist gleich und was ist anders in Adoptivfamilien? Wie kann ich mein Kind auf die (mögliche) Ankunft eines Geschwisterkindes vorbereiten? Wie kann ich den Kindern ihre unterschiedlichen Herkunftsgeschichten vermitteln? Können sich die Geschwisterkinder bei der Verarbeitung ihrer Lebensgeschichte gegenseitig unterstützen? An diesem Tag wird ein kurzer theoretischer Input gegeben und aktuelle Literatur vorgestellt, um dann auf die Erfahrungen und Fragen der Teilnehmenden einzugehen. Adoptiveltern, die eine weitere Bewerbung überlegen, sind ebenfalls eingeladen. Leitung: Silke Ude-Schäufele, Donnerstag, 18.02.2010, von 20 – 22 Uhr, Gebühr 6 €. Zentrum Familie des Haus der Volksarbeit e.V. in Frankfurt, weitere Informationen und Anmeldung: 069 1501 138 oder zentrum.familie@hdv-ffm.de  
 
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 In Mexiko gibt es Kinder im Überfluss .... (12.01.2010, 02:22)
 
  Warten auf die Adoption: \"Casa de los Babys\"
Sechs weiße Amerikanerinnen machen in Mexiko das, was seit Madonnas und \"Bradgelinas\" Familiengründungen als \"Adoptionstourismus\" bekannt ist. Die Frauen sitzen in einem Hotel herum, schlürfen unzählige Cocktails, gehen immer wieder auf den Markt, um Souvenirs einzukaufen, oder sie fahren zum Strand, um zu joggen. Vor allem aber warten sie. Darauf, dass ihnen von den Behörden endlich ein Baby zugeteilt wird.
Der amerikanische Independent-Regisseur John Sayles (\"Passion Fish\", \"Lone Star\") hat für \"Casa de los Babys\" einen puzzleartigen, fragmentarischen Erzählstil gewählt. Er zeigt Episoden aus dem Alltag des Wartens im Hotel, Momente der Freundschaft und des gegenseitigen Argwohns unter den um die Babys konkurrierenden Frauen, ihre Abhängigkeit von ihrem Geldbeutel und den Mühlen der Bürokratie, ihre Mutterträume ebenso wie ihre Ignoranz der mexikanischen Kultur gegenüber. Aber er zeigt auch die andere Seite der Medaille: die mexikanische Gesellschaft mit den vielen minderjährigen Müttern.
Sayles hat sich da eine Menge vorgenommen für einen gerade einmal anderthalbstündigen Spielfilm, und er scheitert an seinem Anspruch. Trotz eines profilierten Schauspielerensembles, dem etwa Lili Taylor, Marcia Gay Harden, Mary Steenburgen oder Maggie Gyllenhaal angehören, können sich die Charaktere nicht entfalten, viele Geschichten werden nur angeschnitten und erscheinen so lose wie stereotyp: klauende Straßenkinder, eine von einem Beach-Boy geschwängerte 15-jährige Mexikanerin oder ein arbeitsloser Architekt, der davon träumt, sich mit einem Lottogewinn die Ausreise in die USA zu finanzieren - das sind Klischees, die nicht zu berühren vermögen. Allzu simpel erscheint die Kritik an der amerikanischen Gesellschaft, die Mexikaner zwar nicht als Migranten, wohl aber als Import-Babys akzeptiert.
Spannender zu beobachten dagegen ist das Bangen der Frauen im Hotel, ihre Angst, dem Urteil der Adoptionsbehörden nicht standhalten zu können. Denn \"perfekte Mutter\" ist keine von ihnen: Eine ist Alkoholikerin, eine alleinstehend, eine stiehlt und hat brachiale Erziehungsvorstellungen. Die Frage, was \"gute\" Eltern sind, bleibt jedoch ebenso an der Oberfläche haften wie das persönliche Drama der Frauen. Nur selten gelingen Sayles szenische Verdichtungen, die den Leidensdruck hinter der Adoptionsmaschinerie erahnen lassen.
Etwa wenn eine der Amerikanerinnen (Daryl Hannah) beim autogenen Training von ihren nach der Geburt verstorbenen Kindern erzählt. Oder wenn eine Irin (Susan Lynch) dem mexikanischen Zimmermädchen unter Tränen ihren Muttertraum beschreibt und das Zimmermädchen ihr von ihrer zur Adoption freigegebenen Tochter berichtet - dann sind sich die beiden Frauen in ihrer Verzweiflung nahe und verstehen doch aufgrund der verschiedenen Sprachen kein Wort von dem, was die andere erzählt.
Sayles urteilt nicht über seine Charaktere. Aber er zeigt das Pulverfass Mexiko, das kurz vor der Explosion zu stehen scheint - und am Ende zwei Adoptivmütter, die endlich ihre Kinder abholen können. Doch das ist kein Happy End. Die Entscheidung der Behörde wirkt willkürlich. Vielleicht hat doch das Geld entschieden.

http://www.welt.de/die-welt/kultur/article5684907/In-Mexiko-gibt-es-Kinder-im-Ueberfluss.html
 
 
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 Aktualisierte Broschüre der Bundeszentrale zur Auslandsadoption (09.01.2010, 17:17)
 
  Die neue Broschüre mit Stand 2010 steht ab sofort zur Verfügung.
Die Broschüre der Bundeszentralstelle für Auslandsadoption ist neu überarbeitet und aktualisiert worden. Sie liegt inzwischen in der 7. Auflage mit Stand 1. Januar 2010 vor und ist auf der Internetseite des Bundeamtes für Justiz / Auslandsadoption unter: Broschüre der Bundeszentralstelle für Auslandsadoption (7. Auflage 2010) (pdf, 429 KB) als pdf-Dokument abrufbar.
Die Broschüre kann ebenfalls als hard copy kostenlos bei der Geschäftsstelle der BZAA angefordert werden.
Bundeszentralstelle für Auslandsadoption
Adenauer Allee 99 - 103, 53113 Bonn
Postanschrift: 53094 Bonn
Telefon: +49(0)228 99 410 - 5414 und +49 (0)228 99 410 - 5414, 5415
Fax: +49 (0)228 99 410 - 5402
E-Mail: auslandsadoption@bfj.bund.de
 
 
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 Chance für Waisenkind in Tansania (09.01.2010, 02:13)
 
  Carmen und Lukas Wolf waren in der Entwicklungshilfe in Tansania tätig. Dort erfuhren sie vom Schicksal eines kleinen Jungen, der am Morgen nach der Geburt im Vorgarten eines Krankenhauses ausgesetzt worden war. Die Polizei forschte nach der familiären Herkunft, konnte jedoch keine Hintergründe ermitteln. Das Findelkind kam in ein Heim, das von einer deutschen Ordensfrau geleitet wurde. Sie gab ihm den Namen Paul Baraka. Per Post erfuhren Carmen und Lukas Wolf, dass für das Waisenkind Pflegeeltern gesucht würden. Zunächst durfte Paul für ein Jahr bei Familie Wolf leben. Nach einem Jahr erklärte das tansanische Jugendamt, dass es eine Adoption befürworte. „Für Waisen in Tansania sind Adoptiveltern die einzige Chance, sonst landen sie oft auf der Straße“, sagt Lukas Wolf.

http://www.wgntv.com
 
 
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 Zweitadoption eines minderjährigen Kindes (05.01.2010, 22:46)
 
  Ein bereits angenommenes Kind kann von dem eingetragenen Lebenspartner des Annehmenden nicht ein weiteres Mal angenommen werden. Im Grundsatz ist eine Zweitadoption minderjähriger Kinder verboten, solange das erste Annahmeverhältnis besteht. Dies soll verhindern, dass einander widersprechende Elternrechte bestehen. Eine solche Beschränkung ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden (OLG Hamm Beschluss vom 01.12.2009, Az. I-15 Wx 236/09).

 
 
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 Inkognito-Adoptionen in Zeiten des Internets (05.01.2010, 01:10)
 
  Autor:Diplom-Verwaltungswirt (FH) Dirk R. Schuchardt
Inkognito bedeutet laut Online-Lexikon „Wikipedia“ die „Geheimhaltung der wahren Identität“. Doch wie geheim und anonym bleiben Inkognito-Adoptionen in Zeiten des Internets wirklich?
Ziel und Zweck von Inkognito-Adoptionen ist der einseitige Schutz der Daten der Adoptivfamilie vor dem Zugriff durch Dritte, insbesondere durch die Herkunftsfamilie. Auch normiert das Bürgerliche Gesetzbuch im § 1758 ein Ausforschungsverbot in Bezug auf die Adoption. Seit das „Web 2.0“, also das „Mitmach-Internet“ um sich greift, verraten die Deutschen freiwillig aber weit mehr über sich, als der Staat beispielsweise mit der Volkszählung 1987 von seinen Bundesbürgern wissen wollte. Die bekanntesten Anwendungen heißen www.facebook.de, www.stayfriends.de , www.mein-vz.de oder neuerdings www.twitter.com. In allen diesen „social communities“ geben die Nutzer freiwillig Dinge von sich preis, die – wenn man dem Datenschutz nicht genug Bedeutung beimisst – von jeder beliebigen Person gelesen werden können. In der ARD-Sendung „hart aber fair“ vom 24. Juni 2009 (Thema „Sind wir alle Boris? – Die neue Sucht nach Öffentlichkeit“) wurde von einem Informatik-Professor eindrucksvoll bewiesen, wie man allein nur durch Kenntnis des Namens und ein paar grundlegenden Kenntnissen in der Bedienung von Suchmaschinen wie www.google.de ein vollständiges Profil eines Menschen erstellen kann. Hierbei tauchten nicht nur „gute Einträge“ auf.
Betrachtet man diese Entwicklungen unter dem Gesichtspunkt der Adoption, so bieten diese neue Auffindemöglichkeiten zugleich Schaden und Nutzen. Es kommt darauf, wer hier in welche Richtung was sucht.

Adoptierte suchen leibliche Eltern
Es gibt verschiedene Websites (www.adoption.de), in denen Adoptierte ihre leibliche Eltern suchen und umgekehrt. Wer hier eine Kleinanzeige aufgibt, kann Glück haben und tatsächlich auf seine leiblichen Eltern treffen. Wahrscheinlicher ist es aber, dass die leiblichen Eltern auf andere Weise Spuren im Internet hinterlassen haben. Hier können Pflege- und Adoptiveltern schon nach der Haushaltsaufnahme als eine Art „Sherlock Holmes des 21. Jahrhunderts“ Fundstücke für die Biografiearbeit zusammentragen, die so über die an der Adoption beteiligten offiziellen Stellen nicht zu finden sind. Hierzu gehören Fotos der Eltern und deren Spuren im Internet. Gleichzeitig müssen aber die Pflege- und Adoptiveltern auf der Hut sein: Mit unter sind die Kinder nämlich viel fitter in Sachen Internet, als einem lieb ist und könnten so von selbst – und weit vor der Volljährigkeit – Kontakt zu der Herkunftsfamilie aufnehmen.
Bevor man anfängt, Detektiv zu spielen, sollte man seinen Browser so einstellen, dass er keine Spuren hinterlässt. Im Internet-Explorer 8 und im Mozialla Firefox 3.5 aktiviert man mit der Tastenkombination ++ einen privaten Modus, bei dem keine Rückschlüsse auf die besuchten Seiten möglich sind.
Die einfachste Art eine Person über das Internet zu finden ist, in der Suchmaschine – meist dürfte das www.google.de sein – den Namen der gesuchten Person in Anführungszeichen im Format ½Vorname Nachname½ zu suchen. Wenn man beispielsweise nach ½Peter Schmidt“ (mit Anführungszeichen) sucht, dann werden rund 327.000 Sucheinträge angezeigt. Die Suche kann man einschränken, je mehr Detailinformationen einem zur Verfügung stehen. Die Suche nach ½Peter Schmidt½ in Verbindung mit beispielsweise der Stadt Berlin reduziert die Trefferquote auf 57.000 Einträge. Bei nicht so geläufigen Namen wird deutlich einfacher sein, die gewünschte Zielperson ausfindig zu machen. Bei www.google.de findet man überwiegend Einträge über Personen, die diese nicht unbedingt selber ins Internet gestellt haben müssen. Hierzu gehören beispielsweise Internetpräsenzen von Vereinen oder Firmen, die Auskunft über ihre Mitglieder oder Mitarbeiter geben.
Bei den social communities werden die Einträge von den Nutzern selber gestaltet. Sie geben eine Fülle von Informationen über sich preis, weil sie hier gefunden werden wollen. Wer zum Beispiel ein Klassentreffen plant, wird bei www.stayfriends.de eine Vielzahl seiner ehemaligen Mitschüler wiederfinden. Auch hier lassen sich Informationen abfragen, die über die Suchmaschinen nicht abrufbar sind. Doch Vorsicht: Meist sind diese Netzwerke so aufgebaut, dass nur Mitglieder dieser Internetdienste Informationen abrufen können. Man muss als selber einen Account anlegen, der in der Vielzahl der Fälle in der Grundversion kostenlos ist. Je nach Anbieter muss dann der Gesuchte dem tieferen Einblick auf seine Daten durch den Suchenden zustimmen oder kann über seine Besucherliste einsehen, wer Interesse an seinem Eintrag gehabt hat.
Wenn Pflege- oder Adoptivkinder mit zunehmenden Alter Kenntnis über den Namen ihrer Eltern und die weitere Daten aus deren Lebensumfeld erfahren, ist es nicht auszuschließen, dass diese von sich aus – ohne Wissen der Pflege-/Adoptiveltern – Kontakt aufnehmen. Die E-Mail-Adressen, Postanschrift oder die Telefonnummer lassen sich sehr leicht herausfinden. Diese Kontaktdaten werden nicht nur in den social coummunities hinterlegt, sondern lassen sich beispielsweise auch aus Gästebucheinträgen der leiblichen Eltern auf x-beliebigen Seiten herausfinden. Übrigens: Das Internet vergisst nichts! Auch Einträge, die 15 Jahre alt sind, können immer noch aufgefunden werden. Hier ist es also wichtig, dass die Pflege-/Adoptiveltern die Informationen über Herkunftsnamen, etc. so lange ausblenden, bis das Kind die geistige Reife hat, den Herkunftsnamen nicht sofort mit Google zu suchen.
Leibliche Eltern suchen nach ihren Kindern
Die andere Suchrichtung ist weit aus problematischer, da die leiblichen Eltern versuchen könnten, Kontakt zu ihren Kindern aufzunehmen. Ihnen reicht – gerade wenn das Kind weiterhin in der selben Stadt wohnt - als Anhaltspunkt der Vorname und das Geburtsdatum des Kindes. Hier müssen die Pflege-/Adoptiveltern also im übertragenen Sinn vom Detektiv zum Spion werden, und alles dafür tun, dass das Adoptiv-/Pflegekind nicht über das Internet aufzufinden ist. Je seltener der eigene Familienname oder der Vorname des Kindes ist, desto strenger muss der Datenschutz für die eigene Familie ausfallen. Einträge auf der Website der Kirchengemeinde zum Beispiel über Taufe oder Kommunion / Konfirmation, des eigenen Arbeitgebers oder in den Ergebnislisten des Vereins wird man schwerlich vermeiden können. Wichtig ist es aber, überall dort, wo man selber der Herr seiner Daten ist, diese nur sehr spärlich und nur einem handverlesenen Benutzerkreis zugänglich zu machen. Das gilt auch für Zeitungen, in denen man mit liebgemeinten Glückwünschen zum Kindesgeburtstag sehr vorsichtig sein sollte, da diese u. U. auch online abrufbar sind (Hier sollte man auch die Nennung des Familiennamens und der Einstellung von Fotos verzichten).
Eltern mit Internetkenntnissen neigen in den social communities dazu, ihr ganzes Familienleben zu offenbaren. Hierzu gehören nicht nur Fotos und Videos aus der Schulzeit, sondern auch von der eigenen Hochzeit und den lieben Kindern. Ob die Kinder in ein paar Jahren immer noch begeistert sind, wenn Fotos von ihnen aus der Badewanne durch das Netz geistern? Pflege- und Adoptiveltern sollten solche social communities nicht grundsätzlich meiden, jedoch von der Bereitstellung von Daten über ihre Kinder äußerst vorsichtig sein. Maßstab für die Frage, ob eine Information oder gar ein Foto ins Internet gestellt werden kann, ist der Vergleich mit einer Postkarte. Bei einer Postkarte habe ich keinen Einfluss darauf, wer diese lesen kann. Wenn es mir also egal ist, wer die Postkarte (mit-) liest – im Zweifel also auch die leiblichen Eltern und deren Freunde - dann kann diese Information auch ruhig im Internet stehen. Datenschützer raten allerdings, in den bekannten social communities selber einen kostenlosen Account mit den allernötigsten Rumpfdaten anzulegen, damit kein Identitätsklau stattfinden kann. Hierbei reicht die Information, dass man ein Kind hat. Auch hier sollte man auf das Geburtsdatum oder gar Fotos des Kindes verzichten.
Auf den Internetseiten des Kindergartens oder der Schule werden die Aktivitäten der Klasse auch gerne per Foto mit Namen dokumentiert. Dies ist rechtlich nur zulässig, wenn die Eltern dies ausdrücklich genehmigt haben. Hier ist man als Pflege-/Adoptiveltern durchaus in einem Zwiespalt, wenn das Kind – wie alle anderen Kinder der Klasse auch –„dazu gehören“ will, aber als einziges Kind der Klasse auf den Fotos mit einem „Schwarzen Balken“ unkenntlich gemacht worden ist. Statt in der Anonymität zu verschwinden wird man so zu etwas besonderen. Anderseits bieten solche Schulseiten aber auch Auffindemöglichkeiten durch die leiblichen Eltern.
Früher schrieben die Kinder einen Wunschzettel an den Weihnachtsmann – heute hinterlegt man seine Wünsche – nebst Geburtsdatum – auf www.amazon.de. Ein Klick auf „Wunschzettel“ und schon ist man wieder ein Klick näher an der gesuchten Person dran. Geschützt bleiben die Herzenswünsche nur, wenn man die Einstellungen so wählt, dass der Wunschzettel nicht über Suchmaschinen auffindbar ist.
Wer gerne Fotos seiner Familie online stellt, damit auch die weitentfernt wohnenden Großeltern oder die Verwandtschaft im Ausland an der Entwicklung des Kindes teilhaben können, sollte bei Diensten wie www.picasa.de, www.flickr.com oder www.youtube.de peinlich darauf achten, dass die Fotos und Videos privat bleiben (Die Datenschutzeinstellungen sind im Menü „Einstellungen“ meist sehr versteckt und sind meist auf „öffentlich“ voreingestellt). Achtet man nicht darauf und stellt sie „öffentlich“, kann sie jeder auffinden. Bei Gelegenheit sollten dann auch ältere Fotos nicht nur aus Platzgründen aus dem Online-Album gelöscht werden.
Wenn das Kind alt genug ist, selber einen Eintrag in social communties wie zum Beispiel www.knuddels.de oder www.schueler-vz.de einzurichten, sind alle Eltern aufgefordert, ihre Kinder hiermit nicht allein zu lassen. Denn auch Erwachsene können sich hier als Kinder ausgeben. Wie manche erschrockene Eltern festgestellt haben, tummeln sich hier nicht nur Pädophile herum. Deswegen hat die Bundesregierung auch entsprechende Empfehlungen zum Umgang der Kinder mit dem Internet herausgegeben. Auch hier sollten die Eltern – unabhängig von der Problematik Pflege-/Adoptivkind – ihr Kind intensiv begleiten, damit „Cyber-Mobbing“ ein Fremdwort bleibt, dass man allenfalls im neuen Duden findet.
Dieser Beitrag wurde von www.schuchardt-seminare.de zur Verfügung gestellt.

 
 
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 US - Auslandsadoptionen (23.12.2009, 21:13)
 
  Aus diesen Ländern adoptierten die US-Amerikaner im Jahr 2009 am häufigsten:

1. China: 3001

2. Äthiopien: 2277

3. Russland. 1586

4. Südkorea: 1077

5. Guatemala: 756

6. Ukraine: 610

7. Vietnam: 481

8. Haiti: 330

9. Kasachstan: 295

10. Indien: 297

 
 
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 4200 Kinder bekamen neue Eltern (17.12.2009, 19:44)
 
  Die Zahl der Adoptionen in Deutschland ist im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes erhielten 2008 insgesamt 4201 Kinder und Jugendliche neue Eltern. Dies waren im Vergleich zum Vorjahr sieben Prozent weniger. 2007 waren von den Adoptionsvermittlungsstellen 4509 Adoptionen gemeldet worden. Beinahe die Hälfte der Adoptionen waren den Angaben zufolge mit 2056 Stiefelternadoptionen. Dabei wird der oder die Minderjährige durch einen neuen Partner des leiblichen Elternteils adoptiert. 30 Prozent der adoptierten Kinder waren laut der Statistik unter drei Jahren. Bei den Drei- bis Fünfjährigen, Sechs- bis Achtjährigen und Neun- bis Elfjährigen lag der Anteil bei jeweils 15 Prozent, bei den 12- bis 17-Jährigen bei 25 Prozent. Für eine Adoption vorgemerkt waren im vergangenen Jahr 774 Kinder und Jugendliche und damit knapp 13 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Bundesamt weiter mitteilte.

 
 
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 Ein Zuhause für Andre (14.12.2009, 20:37)
 
  André liebt Manina Olschewski. Und sie ihn. Das ist zu sehen. Die 42-Jährige ist seit fünf Jahren seine zweite Mama, sie ist Pflegemutter und Vormund. Ihre Tochter war 15 Jahre, als André die Familie vergrößerte. Seine leibliche Mutter lebt im Ausland und sieht den Sohn selten. Aber dass sie sich treffen, ist allen wichtig.

http://www.svz.de/lokales/rostock/artikeldetails/article/218/ein-zuhause-fuer-andre-und-dustin.html
 
 
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 HIV-positive Adoptivkinder (14.12.2009, 20:35)
 
  Carolyn Twietmeyers und ihr Mann Kiel haben vier Kinder aus früheren Ehen, drei Kinder aus ihrer Beziehung und vier adoptierte Kinder. Ihr Adoptivsohn Sam ist HIV-positiv, ihre Adoptivtochter Saleh an AIDS erkrankt. Und Adoptivvater Rwietmeyers sagt dazu: „Bis auf die Tatsache, dass unsere Kinder jeden Tag ein paar Pillen nehmen müssen, beeinflusst uns die Krankheit überhaupt nicht.“

http://www.wgntv.com/news/coverstory/wgntv-cover-story-special-needs-adoptions-nov16,0,3787676.story
 
 
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 Südafrika (14.12.2009, 20:33)
 
  Im Jahr 2008 gab es 1,5 Millionen Aidswaisen in Südafrika und nach Schätzungen werden im Jahr 2015 ca. 32 Prozent aller Kinder in Südafrika einen oder beide Elternteile wegen Aids verloren haben. Da sind die 1900 Kinder, die im letzten Jahr von Südafrikanern adoptiert worden sind, nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5htXsq6M73SkQJTndjIsVurftTMJw
 
 
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 Drittes Adoptivkind ..... (10.12.2009, 23:47)
 
  Madonna (51) schließt ein drittes Adoptivkind nicht aus. \"Sag niemals nie\", antwortete die Sängerin auf die Frage eines britischen Senders, ob sie noch ein weiteres Kind aus Afrika adoptieren wolle. Für ihre ersten beiden Adoptionen war die Sängerin weltweit kritisiert worden: Madonna hatte im vergangenen Sommer nach längerem Rechtsstreit und gegen den Widerstand der Angehörigen das vierjährige Waisenkind Chifundo Mercy James aus Malawi adoptiert.

www.welt-online.de
 
 
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 Jeder Tropfen Alkohol gefährdet das ungeborene Baby (10.12.2009, 23:37)
 
  Jährlich werden schätzungsweise 10 000 Kinder mit Fetalen Alkoholspektrum-Störungen geboren. Den meisten der Betroffenen sieht man die Schädigung nicht an. Sie haben aber geistige Defizite oder psychische Auffälligkeiten. In den USA brechen 61 Prozent der Kinder die Schule ab, jedes Zweite gerät mit dem Gesetz in Konflikt - weniger aus krimineller Energie, eher aus Naivität und der Unfähigkeit, Gut und Böse zu unterscheiden. Ein Drittel wird selbst alkohol- oder drogenabhängig, ein Fünftel der Frauen mit FASD bekommt ebenfalls alkoholgeschädigte Kinder. Der durchschnittliche Intelligenz-Quotient bei FASD beträgt etwa 85, bei FAS 70. Vereinzelt kann er aber weit darüber liegen, wie bei dem Adoptivsohn von Gisela Michalowski, der heute 24 Jahre alt ist. Er hat, anders als die meisten FAS-Kinder, nicht die Sonderschule besucht, sondern besitzt die Fachhochschulreife. \"Mit dem Alltag kommt er allerdings gar nicht klar\", berichtet die Adoptivmutter. \"Alles ist ein Problem: Kleidung wechseln, duschen, die Wohnung in Ordnung halten. Auch mit Geld kann er nicht umgehen.\" Deshalb lebt er auch wieder zu Hause - ebenso wie 90 Prozent seiner Leidensgenossen. Sie können als Erwachsene kein selbstständiges Leben führen.

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_krankheiten/suchtkrankheiten/article/568814/jeder-tropfen-alkohol-gefaehrdet-ungeborene.html?sh=1&h=-2111327584
 
 
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 Indien (09.12.2009, 19:33)
 
  In Indien hat eine Kommission vorgeschlagen, Kinder erst umfassend psychologisch zu untersuchen, bevor sie mit ihren Adoptiveltern Indien verlassen. So sollen adoptierte Kinder zunächst zwei Wochen mit ihren Adoptiveltern in Indien zusammenleben. Erst wenn ein Psychologe zu dem Ergebnis kommt, dass das Kind zu einer Adoption bereit ist, würde der Adoptionsprozess fortgeführt.

http://www.dnaindia.com/mumbai/report_high-court-tightens-adoption-norms-for-foreigners_1321683
 
 
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 Liechtenstein (09.12.2009, 19:32)
 
  In Liechtenstein werden im Durchschnitt ca. zwei Kinder pro Jahr aus dem Ausland adoptiert. Die letzte Adoption eines liechtensteinischen Kindes erfolgte, gemäß Auskunft des Zivilstandsamtes, vor über zehn Jahren, da im Land sehr selten Kinder zur Adoption freigegeben werden.

http://www.volksblatt.li/?newsid=37508&src=vb®ion=li
 
 
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 Ehrenamtliche Erziehungshelfer (08.12.2009, 23:33)
 
  Die Familie hat heute viele Gesichter. Die traditionelle Kernfamilie wird durch vielfältige Formen des Zusammenlebens abgelöst. Die Folge: Erziehungsprobleme nehmen zu, mit allen Folgen. Seit Jahren steigen die Kosten für die Jugendhilfe. Eine Ursache sind total überforderte Eltern. Um diese zu unterstützen, sollten die Jugendämter neue Wege gehen und den Eltern „ehrenamtliche Erziehungshelfer“ zur Seite stellen.

 
 
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 Australien stoppt Adoptionen aus Äthiopien (08.12.2009, 23:23)
 
  Australien hat Adoptionen aus Äthiopien gestoppt. Der Grund hierfür sind Befürchtungen, dass Zahlungen, die von äthiopischer Seite von Adoptionsbewerbern gefordert werden, gegen das Haager Übereinkommen verstoßen könnten.

http://www.themercury.com.au/article/2009/12/05/113821_lifestyle.html

 
 
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 AdA vermittelt aus Honduras (06.12.2009, 23:34)
 
  Die Vermittlungsstelle AdA hat die Zulassung zur Adoptionsvermittlung aus Honduras wieder erhalten.

http://www.myrepublica.com/portal/index.php?action=news_details&news_id=12613
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Ada Eschborn
Berliner Straße 31- 35
65760 Eschborn
Telefon: 06196 - 776930 06196 - 776930
Telefax: 06196 - 776931

Vermittelt aus:

Chile, Kolumbien, Tschechien, Vietnam und nun nach einem vorübergehenden Vermittlungsstopp auch wieder Honduras
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Ada München
Kapuziner Straße 25
80337 München
Telefon: 089 - 26 94 97 61 089 - 26 94 97 61
Telefax: 089 - 26 94 97 59

Vermittelt aus:

Chile, Kolumbien, Tschechien, Brasilien, Vietnam und nun nach einem vorübergehenden Vermittlungsstopp auch wieder Honduras

 
 
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 Nepal (06.12.2009, 23:21)
 
  Die Botschafter von 12 Ländern haben die nepalesische Regierung zur Einführung eines transparenten Adoptionssystems aufgefordert.

http://www.myrepublica.com/portal/index.php?action=news_details&news_id=12613
 
 
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 Frühe Therapie für gewaltbelastete Kinder (05.12.2009, 01:51)
 
  Kinder, die zu Hause Gewalt miterleben, sollen künftig früher therapeutisch behandelt werden. Das soll verhindern, dass sie selber auffällig oder gewalttätig werden. Rund 150 Experten aus ganz Deutschland diskutieren seit Donnerstag in Stuttgart, wie solche Therapien aussehen könnten.

http://www.bild.de/BILD/regional/stuttgart/dpa/2009/12/03/fruehere-therapie-fuer-gewaltbelastete-kinder.html
 
 
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 Studie über Geschwisterkinder in Adoptivfamilien (05.12.2009, 01:47)
 
  Am 18.2.2009 findet im Haus der Volksarbeit e.V. in Frankfurt (Eschenheimer Anlage 21, 60318 Frankfurt) eine Veranstaltung statt mit dem Thema: Geschwisterkinder in Adoptivfamilien. Wie kann ich mein Kind auf die (mögliche) Ankunft eines Geschwisterkindes vorbereiten? Wie kann ich den Kindern ihre unterschiedlichen Herkunftsgeschichten vermitteln? Können sich die Geschwisterkinder bei der Verarbeitung ihrer Lebensgeschichte gegenseitig unterstützen? Anmeldung und weitere Informationen: familie@hdv-ffm.de



 
 
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 Adoptivkindern geht es gut (05.12.2009, 01:46)
 
  Eine aktuelle Studie aus den USA zeigt, dass es der überwiegenden Mehrzahl der Adoptivkinder gut geht. Die allermeisten Kinder sind in ausgezeichneter oder sehr guter körperlicher Verfassung und zeigen ein positives soziales und emotionales Verhalten.

http://www.npr.org/blogs/health/2009/11/adopted_kids_are_happy_healthy.html
 
 
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 Die Farbe meiner Haut - Weiß durch Willenskraft (02.12.2009, 15:19)
 
  Rassismus ist immer die gleiche Soße

Manuela Ritz, Autorin des Buches ´Die Farbe meiner Haut`: „Ich wurde adoptiert und war in Sachsen die einzige Dunkelhäutige im Umkreis von 60 Kilometern. Kinder wollen so sein wie alle anderen, also habe ich in den Spiegel geschaut und es mit viel Willenskraft geschafft, mich lange Zeit weiß zu fühlen.“

NÜRNBERG - «Die Farbe meiner Haut» heißt das Buch, aus dem die Berliner Autorin ManuEla Ritz (40) heute im Zeitungscafé liest.

Frau Ritz, der Fall einer Hausbesitzerin, die Anstoß am dunkelhäutigen Bekannten einer Mieterin nahm, hat in Nürnberg gerade Wellen geschlagen. Haben Sie Ähnliches erlebt?

ManuEla Ritz: Ich bin gerade auf Lesereise und höre ständig solche Geschichten. In Berlin, wo ich seit 20 Jahren lebe, ist mir das so noch nicht passiert. Vielleicht ist das im Süden Deutschlands ausgeprägter. Manchmal werde ich natürlich auf Englisch angesprochen, weil die Menschen glauben, ich sei Ausländerin, und neulich hat mir ein schwarzer Berliner Taxifahrer erzählt, dass oft Leute nicht bei ihm einsteigen wollten wegen seiner Hautfarbe.

Sie schildern im Buch ihr Leben. Wann wurde Ihnen als Kind klar, dass Sie anders aussehen als die anderen?

Ritz: Ich wurde adoptiert und war in Sachsen die einzige Dunkelhäutige im Umkreis von 60 Kilometern. Kinder wollen so sein wie alle anderen, also habe ich in den Spiegel geschaut und es mit viel Willenskraft geschafft, mich lange Zeit weiß zu fühlen.

Ihre Umwelt hat das sicher anders gesehen.

Ritz: Natürlich gab es in der Schule das N-Wort, natürlich hieß es, ich solle mich bitte waschen gehen, und im Urlaub wurde meine Familie manchmal beschimpft. Aber ich habe erst mit 19 angefangen, mich wirklich mit meiner Geschichte auseinanderzusetzen. Heute bin ich nicht nur Sozialpädagogin und Drehbuchautorin, sondern auch als ausgebildete Anti-Rassismus-Trainerin unterwegs.

Wen trainieren Sie?

Ritz: Vor Jahren war Rassismus an den Schulen ein Thema, das regelrecht in war. Heute wird gespart, Schulen können sich das Training meist nicht mehr leisten. Zurzeit arbeite ich oft mit Adoptionsvermittlern und mit Eltern, die ausländische Kinder adoptiert haben und diese Kinder schützen wollen.

Und wie sieht so ein Training aus?

Ritz: Ich arbeite zum Beispiel nach dem sogenannten Blue-Eyed-Konzept. Das ist ein Rollenexperiment, bei dem Menschen Diskriminierung direkt spüren können. Sie werden nach Augenfarbe unterteilt in Diskriminierte und Diskriminierende. Jeder Rassismus funktioniert nach derselben Struktur, das ist immer die gleiche Soße und hat System.

Können Sie das illustrieren?

Ritz: Es gibt Normen fürs Normale, die Mehrheit ist etwa weiß, deutsch und christlich geprägt. die Mehrheit glaubt zu wissen, wie zum Beispiel Schwarze sind und behandelt sie entsprechend. Eine schwarze Frau hat mir neulich erzählt, dass ihr Menschen in der U-Bahn einfach in die Haare fassen. Oft wird geduzt oder eben englisch gesprochen.

http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1130087&kat=10&man=3
 
 
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 Vortrag für Adoptiv- und Pflegeeltern (01.12.2009, 19:56)
 
  Was tun, wenn Kinder auffälliges Verhalten zeigen? Wo können Ursachen liegen? Der Erziehungswissenschaftler Dr. Eberhard Krüger gibt besonders Adoptiv- und Pflegeeltern Hinweise, den Anlass von Störungen zu verstehen, um Handlungsalternativen zu entwickeln. Der Vortrag am Dienstag, 8. Dezember, beginnt um 20 Uhr in den Stadtwerken am Hafenplatz 1., in Würzburg

 
 
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 Vietnam (01.12.2009, 19:48)
 
  Der Internationale Sozialdienst hat einen 68-seitigen Bericht über Adoptionen aus Vietnam ins Internet gestellt.

Downloadmöglichkeit hier:
http://www.omc.gov.ie/documents/legislation/ISS_Report_Adoption_from_Vietnam_Nov_2009.doc
 
 
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 \"Es war schlimm\" (30.11.2009, 19:22)
 
  An den kleinen Michael (Name geändert) können Renate Bux und Hubert Cremer sich noch gut erinnern. Als der Junge zu den Bereitschaftspflegeeltern des Dürener Kinderheims kam, war er zwei Jahre alt, unterernährt und verwahrlost. Alle Zähne des Jungen waren verfault, weil er bei seinen Eltern nur gesüßte Getränke bekommen hat. „Das Kind hat überhaupt keine feste Nahrung gekannt“, erinnert sich Renate Bux. „Ich musste anfangs alle Speisen pürieren.“ Zudem hatte der Junge ein riesiges Bedürfnis nach Schlaf. „Er hat 15 bis 18 Stunden am Tag geschlafen“, so Hubert Cremer. „Es war einfach nur schlimm.“

http://www.an-online.de/lokales/dueren-detail-an/1131573/Fuer-kurze-Zeit-ein-sicherer-Hort
 
 
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 Armut und fehlende Gesundheitsversorgung in der Ukraine (30.11.2009, 19:18)
 
  Untersuchungen der Vereinten Nationen zu folge sind Armut und fehlende Gesundheitsversorgung die größten Probleme für ukrainische Kinder. Mehr als 26% der Familien mit einem Kind, 42% der Familien mit zwei Kindern und 77% der Familien mit drei Kindern leben unter der Armutsgrenze. Dies ist einer der Gründe, weshalb die Adoption ukrainischer Kinder in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Wurden im Jahr 2005 noch 1419 Kinder adoptiert, waren es im Jahr 2008 bereits 2066 Kinder. 40% der Adoptionen erfolgte ins Ausland.

http://www.kyivpost.com
 
 
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 Ethikrat fordert Abschaffung der Babyklappen (27.11.2009, 00:51)
 
  Rund 80 Babyklappen gibt es in Deutschland. Wissenschaftler finden allerdings offenbar keinen Beleg, dass anonyme Geburten Kindstötungen verhindern. Babyklappen sollten nach Ansicht des Ethikrates daher abgeschafft werden. Durch sie werde Kindern das Grundrecht genommen, einst ihre Abstammung zu erfahren.

mehr hierzu: http://www.welt.de
 
 
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 Australien (27.11.2009, 00:44)
 
  Im letzten Jahr wurden 270 Kinder von Australiern im Ausland adoptiert. Aber viele von ihnen klagen, dass die st